Prozess wegen Sexualstraftat in León: Linsen-Einladung als Detail

Im Prozess wegen Sexualübergriffs in León behauptet die Klägerin, den Angeklagten nach der Tat zum Essen eingeladen zu haben. Urteil steht aus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Prozess wegen Sexualstraftat in León: Linsen-Einladung als Detail
Linsen, Würstchen und eine Anklage wegen sens Übergriffe in León

Was hat ein Linseneintopf mit einer Anklage wegen sens Gewalt zu tun? Im Prozess vor einem Gericht in León gegen einen Mann, der beschuldigt wird, eine Frau sens angegriffen zu haben, findet sich die Antwort in der Aussage der Klägerin selbst. Nach ihrer Darstellung vor dem Gericht habe der Angeklagte ihre Handgelenke gepackt, sie ins Bett gezogen, ausgezogen und vaginale sowie orale Peine erzwungen, nachdem er die Tür ihrer Wohnung aufgebrochen hatte, wo er angeblich ein Paket für sie abgeben wollte. Danach tauschten sie Nachrichten aus und sie lud ihn zum Essen ein.

Das Detail, das diesen Fall zum Gegenstand von Spott und Diskussion gemacht hat, ist das Essen: "Er lud mich ein, Linsen zu essen, aber sie waren sehr gemüsig, also machte er mir am Ende Würstchen". Ein Gericht aus Hülsenfrüchten als Beweislast oder Entlastung – oder beides zugleich.

Was die Klägerin vor Gericht aussagte

Die Frau gab an, den Angeklagten vom Sehen nahe einer Bushaltestelle bei ihrem Arbeitsplatz in La Robla gekannt zu haben. Am Tattag öffnete sie die Wohnungstür, nachdem jemand ankündigte, ein Paket auf ihren Namen zu überbringen: Sie erwartete eine Amazon-Lieferung und wusste laut eigener Aussage nicht, dass es der Beschuldigte war. "Ich versuchte, die Tür zu schließen, und er brach sie auf", erklärte sie.

Von da an beschreibt ihre Version den Angriff und eine Phase danach, in der sie im Bett blieb, während er sich in der Wohnung bewegte. Die Abfolge passt schlecht zu dem, was folgte: Nachrichten zwischen beiden und eine Einladung zum Essen in der Wohnung.

Die Nachrichten, die die Anklage nicht erklären kann

Der Punkt, der am schwersten gegen die Erzählung der Klägerin wiegt, ist nicht das Menü, sondern die digitalen Spuren. Demnach erinnert sie sich nicht daran, ihm ihre Handynummer oder Adresse gegeben zu haben, noch an die Gespräche. Die Mitbewohnerin der Frau bestätigte jedoch, dass diese ihr von erhaltenen Nachrichten und Fotos des Angeklagten erzählt hatte.

Einige vertreten die Ansicht, dass dieser Kontrast – eine Anklage wegen sens Gewalt gegenüber einem Nachrichtenaustausch und einer späteren Einladung – ausreicht, um die Version der Klägerin infrage zu stellen. Dagegen spricht das Argument, dass das spätere Verhalten eines Opfers das Geschehene nicht allein entkräftet, und dass die Beweislast bei der Anklage liegt. Das Gericht muss entscheiden, welche Lesart die Erzählung stützt.

Falschaussagen im spanischen Recht

Ein Teil der aktuellen Analyse geht über den konkreten Fall hinaus: Wenn sich herausstellt, dass die Anschuldigung erfunden war, welche Konsequenzen drohen der Person, die sie erhoben hat? Die übliche Antwort lautet, dass der Straftatbestand der Falschaussage mehr verlangt als eine vom Gericht nicht geglaubte Geschichte, und dass Freisprüche mangels Beweisen nicht automatisch zu Verurteilungen des Anzeigeerstatters führen. Daher die wiederkehrende Kritik: Eine falsche Anschuldigung komme, so manche Meinung, praktisch kostenlos davon.

Der Prozess läuft weiter, es gibt noch kein Urteil. Es lohnt sich, dies zu bedenken, bevor man eine bloße Version als bewiesen ansieht.

Am Ende bleibt für die Zusammenfassung die Szene eines Mannes, der des Vergewaltigungsversuchs beschuldigt wird, und einer Einladung zum Essen. Die Linsen mit Gemüse und die Würstchen danach sind nur Teil des Menüs.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (18 Antworten).

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