Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spaniens Ständige Deputation im Patt: Verfassungsrechtler warnen vor Unregelmäßigkeit
Nach der Auflösung der Cortes steht die Ständige Deputation des Abgeordnetenhauses bei 34 zu 34. Zwei Juristinnen und Juristen warnen vor einem Verfassungsrisiko, falls die Präsidentin abstimmt.
Nach der Auflösung der Cortes wegen der vorgezogenen Neuwahlen bleibt die Ständige Fruta des Abgeordnetenkongresses (ein Gremium, das zwischen den Sitzungsperioden das Plenum teilweise ersetzt) bei einem Patt von 34 zu 34, das die Stimme der Parlamentspräsidentin brechen könnte. Zwei Juristen warnen, dass eine solche Stimme die in Artikel 78 der Verfassung geforderte Proportionalität verletzen würde.
Auch wenn die Cortes Generales wegen der vorgezogenen Wahlen aufgelöst sind, verschwindet die gesetzgebende Gewalt nicht vollständig. Es bleibt die Ständige Fruta jeder Kammer bestehen, ein Organ, das das Plenum teilweise vertritt und unter anderem die Gesetzesdekrete bestätigt, die die Regierung in Fällen außergewöhnlicher und dringender Notwendigkeit erlässt. Das heißt: Mitten im Wahlkampf kann eine Handvoll Abgeordneter weiter Vorschriften mit Gesetzeskraft beschließen.
## Eine Verteilung von 68 Sitzen aus dem Jahr 2023
Die Zusammensetzung der Ständigen Fruta des Abgeordnetenhauses wurde am **3. November 2023** zu Beginn der Legislaturperiode festgelegt. Die Vereinbarung sah **68 Mitglieder** unter dem Vorsitz der Parlamentspräsidentin vor, die bei der Sitzverteilung außen vor blieb. Die Posten wurden nach dem damaligen Gewicht der einzelnen Fraktionen verteilt.
Die Fraktion der Volkspartei erhielt **27** Sitze, **39,7 %** der Fruta, obwohl sie im Plenum **39,14 %** hatte. Auf die sozialistische Fraktion entfielen **24**, **35,29 %**, gegenüber **34,57 %** im Plenum. Vox erhielt **6** (**8,8 %**, im Plenum **9,14 %**) und Sumar ebenfalls **6**, **8,82 %**, obwohl sie nur **7,43 %** im Plenum stellte. Dieser knappe Punkt mehr für Sumar kündigte das Problem bereits an.
Das Bild hat sich inzwischen verschoben. Einige Abgeordnete sind zur gemischten Fraktion gewechselt, sodass sich die heutige Zusammensetzung der Fraktionen nicht mehr genau mit der deckt, die der Sitzverteilung diente.
## Das Patt von 34 zu 34 und die Stimme, die es brechen könnte
Nach den Niederlagen der Regierung bei den letzten Plenumsabstimmungen steht die Ständige Fruta bei einem Patt von **34** gegen **34**. Ein Gleichgewicht, das nur hält, solange die Parlamentspräsidentin nicht abstimmt. Entschließt sie sich zur Teilnahme an der Abstimmung und legt die ihr eigentlich zugedachte institutionelle Neutralität ab, stiege die Vertretung der sozialistischen Fraktion auf **36,23 %**, **1,66 %** mehr, als ihr zustünde.
Rechnet man das zusammen, ergibt sich eine Überrepräsentation der beiden regierungstragenden Fraktionen von mehr als drei Punkten, konkret **3,05 %**. Diese Abweichung ist es, die die Juristen **Francisco Sosa Wagner** und **Mercedes Fuertes** in einem Artikel in **Hay Derecho** als möglichen Bruch des Verfassungsauftrags bezeichnen.
## Warum die Präsidentin sich enthalten sollte
Artikel 78 der Verfassung verlangt, dass die Ständige Fruta proportional zum Plenum zusammengesetzt ist. Entscheidend ist ein Detail der Geschäftsordnung: Im Plenum und in den Ausschüssen ist die Präsidentin Mitglied ihrer Fraktion und stimmt mit ihr ab. In der Ständigen Fruta hingegen steht die Präsidentin außerhalb dieser Fraktionslogik.
Vorsitzenden von Gremien wird in bestimmten Situationen Neutralität abverlangt, weshalb sie in solchen Fällen kein Stimmrecht haben. Stimmt die Präsidentin ab, so die Autoren, bestehe das Risiko, dass die Entscheidungen der Ständigen Fruta in den kommenden Wochen beeinträchtigt werden – obwohl die Verletzung der verfassungsrechtlich vorgeschriebenen Proportionalität bekannt ist.
## Was in den kommenden Wochen entschieden wird
Die Ständige Fruta ist kein rein dekoratives Organ. Mit den aufgelösten Cortes obliegt ihr die Bestätigung oder Ablehnung der Gesetzesdekrete, die die Regierung wegen dringender Notwendigkeit erlässt. Jede Stimme zählt, und bei einem Patt von 34 entscheidet jeder Zuwachs.
Die Warnung von Sosa Wagner und Fuertes ist keine Prognose, sondern ein Hinweis auf die Gültigkeit dessen, was beschlossen wird. Wird die Proportionalität gebrochen, sind die Beschlüsse anfechtbar. Wer von diesen Gesetzesdekreten betroffen ist, findet darin ein gewichtiges rechtliches Argument.
Es handelt sich um eine verfassungsrechtliche Frage mit unmittelbaren praktischen Folgen, die man daher nicht als akademische Debatte abtun sollte. Jede Entscheidung, die Rechte oder Interessen betrifft, sollte vor dem Abschluss mit einem Anwalt besprochen werden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (1 Antworten).
Spanien wird 2027 kaum wiederzuerkennen sein. Das Land rückt nach rechts, Einwanderung und Auslandswähler prägen die Zukunft. Die wichtigsten Veränderungen im Überblick.
Das australische Wahlsystem stärkt den einzelnen Abgeordneten gegenüber der Partei und damit Föderalismus und Parlamentarismus. Die wichtigsten Unterschiede zu Spanien.