Spaniens Sozialisten-Chef Sánchez von Kampagnenteam-Skandal belastet

Der Kolumnist Ignacio Camacho vergleicht das Wahlkampfteam von Pedro Sánchez aus dem Jahr 2017 mit einer kriminellen Bande und verweist auf Ermittlungen im Adif-Skandal.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

In einem Artikel für die Zeitung ABC argumentiert der Kolumnist Ignacio Camacho, dass vier der fünf Mitglieder des Teams, das Pedro Sánchez während der Vorwahlen der PSOE im Jahr 2017 begleitete, angeklagt, verhaftet oder verurteilt wurden. Er vergleicht die Gruppe mit einer Bande, die den Staat übernahm, wobei der Fahrer Cristian Corvillo kürzlich vom Richter Moreno im Zusammenhang mit den Adif-Ermittlungen genannt wurde.

Camachos These ist, dass die Gruppe, die während der Vorwahlen 2017 durch Spanien reiste, kein einfaches Wahlkampfteam war, sondern eher einer kriminellen Organisation ähnelte. Vier ihrer fünf Mitglieder landeten vor Gericht: mit Verhaftungen, Anklagen, Untersuchungshaft und Verurteilungen. Das fünfte Mitglied, der Anführer, ist derzeit noch juristisch nicht belangt. Das Bild des Peugeot, in dem sie reisten, wurde zum Symbol dieser Ära, obwohl es nicht das einzige Fahrzeug war; es gab auch mindestens einen Mercedes, einen Golf und einen Transporter.

## Der fehlende Fahrer auf der Liste

Der neueste Name in den Akten ist **Cristian Corvillo**, einer der Fahrer, die Pedro Sánchez gelegentlich während seines Aufstiegs zum Parteivorsitzenden chauffierten. Richter **Moreno** vermutet, dass Corvillo auch in das weitverzweigte Unterschlagungsnetzwerk involviert war, das untersucht wird. Mit ihm zählt Camacho vier von fünf Beschuldigten.

Die gerichtliche Durchsuchung ist bedeutsam, weil der Fall, den der **Nationale Gerichtshof** (Audiencia Nacional) bearbeitet, Manipulationen im Eisenbahnsektor betrifft. Dies geschah nicht unter dem Vorgänger von José Luis Ábalos, sondern unter **Ábalos** selbst, dem Minister, der Koldo als Direktor einer Renfe-Tochtergesellschaft einsetzte und eine bezahlte Freundin bei Ineco, der Ingenieurgesellschaft für öffentlichen Nahverkehr, platzierte. Das Ministerium wurde zu einem Geldautomaten, so die Beschreibung des Kolumnisten.

Die Liste der Ermittlungen ist lang: Kraftstoffbetrug, Maskenverträge, Geschäfte mit Aldama, die Villa in Alcaidesa und nun Adif. Camacho stellt dies nicht als eine Reihe von Zufällen dar, sondern als Muster. Als Gründungsmythos des Sanchismus schreibt er, sei die kriminelle Neigung jener Pioniere bemerkenswert.

## Adif, Bauarbeiten und tödliche Unfälle

Laut dem Artikel stützt die Reihe der Ermittlungen die Hypothese, dass der Verfall der Infrastruktur nicht nur auf das Fehlen genehmigter Haushalte zurückzuführen ist. Während dieser Faktor wichtig ist, kam es bei Vergaben von Bauaufträgen zu angeblicher Geldabzweigung. In **Sevilla** wurde eine Brücke wegen mutmaßlicher Bestechungsgelder in einem EU-geförderten Erweiterungsprojekt als „Bestechungsbrücke“ bezeichnet.

Die Sorgen werden dramatisch, wenn Hinweise Hochgeschwindigkeitszüge und die staatliche Wartungsfirma betreffen. Zwei Unfälle mit Dutzenden Toten stehen im Zusammenhang mit diesen Problemen, und Camacho schreibt, man könne Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge nicht ignorieren. Hier ist Vorsicht geboten: Die gerichtliche Untersuchung hat diese Verbindung nicht belegt, und der Text selbst formuliert es als Verdacht, nicht als Urteil.

## Ein dunkles Kapitel der Amtszeit

Für Camacho wird die Geschichte der Amtszeit von Sánchez ein dunkles Kapitel enthalten, das der Gier vieler seiner führenden Köpfe gewidmet ist. Die Übernahme von Institutionen, Angriffe auf die **Zentrale Operationseinheit der Guardia Civil** (UCO) und die Justiz, die Nutzung polizeilicher Kanäle und die Ausschaltung von Kontrollmechanismen sind seiner Ansicht nach untrennbar mit einer ursprünglichen Absicht der privaten Bereicherung verbunden.

Die Rückeroberung der Partei wurde laut dieser Darstellung teilweise vom Besitzer eines Saunageschäfts finanziert. Aus solchen Ursprüngen konnte, so sein Fazit, nichts anderes entstehen als ein Abenteuer von Opportunisten, die bereit waren, die Regierung als Schutzschild zu nutzen. Wir haben den Sanchismus verklärt und versucht, ihn mit komplexen Analysen zu entschlüsseln, schließt er ab, während ein einfacher Blick auf seinen Ursprung zeigt, dass es sich nur um eine Bande von Schwindlern handelte.

Alle oben genannten Punkte sind Aussagen und Interpretationen von Ignacio Camacho, veröffentlicht in ABC, keine gerichtlich bewiesenen Fakten. Jede Anklage muss als solche verstanden werden und genießt die Unschuldsvermutung bis zum rechtskräftigen Urteil.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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