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Spaniens PSOE schaffte die alten Mietpreisbindungen ab, die es heute fordert
Ein Nutzer behauptet, Spaniens PSOE habe 1985 die alten Mietpreisbindungen abgeschafft, und nach den Gesetzen Francos wäre Mari Carmen nicht zwangsräumt worden
Spaniens PSOE schaffte die alten Mietpreisbindungen ab, die es heute fordert
In der Debatte wird darauf hingewiesen, dass genau die Partei, die das aus dem Franquismus geerbte Regime der alten Mietpreisbindungen abgeschafft hat, heute verspricht, Mieter vor Zwangsräumung zu schützen. Nach Angaben eines Teilnehmers haben das Boyer-Dekret von 1985 und das spätere LAU-Gesetz von 1994 — beide unter sozialistischen Regierungen — die Zwangsverlängerung und das Nachmietrecht abgeschafft, die langjährige Mieter schützten. Vier Jahrzehnte später fordert die offizielle Erzählung genau das Gegenteil.
Nach Aussage desselben Teilnehmers wäre Mari Carmen unter den Regelungen, die der PSOE abschaffte, nicht zwangsräumt worden. Was diese Mieterin auf die Straße brachte, war nicht der Franquismus, sondern die Rechtsarchitektur, die danach kam. Wer vor ihrer Haustür „die Antifaschisten sind da" ruft, fordert, ohne es zu wissen, die Rückkehr zu einem Rahmen, den eine sozialistische Regierung zu Grabe getragen hat.
Was das Boyer-Dekret am Mietmarkt veränderte
Das Boyer-Dekret von 1985 schaffte die Zwangsverlängerung für neue Verträge ab und liberalisierte die Mieterhöhungen. Das LAU-Gesetz von 1994 vollendete das Werk: eingeschränktes Nachmietrecht, kürzere Laufzeiten und ein Markt, der sich fortan nach Preis bewegte. Das Ergebnis, vier Jahrzehnte später, ist ein flexiblerer und zugleich teurerer Mietwohnungsmarkt. Dass das die Lage veränderte, bestreitet heute niemand mehr.
Manche halten dagegen, dass es ohne diese Liberalisierung kein ausreichendes Angebot gäbe und eine Rückkehr zu den alten Mieten den Markt einfrieren würde. Dem steht das Argument entgegen, dass die Deregulierung Wohnraum zu einem Finanzinstrument machte und Mieter mit mittleren Einkommen verdrängte. Beides stimmt zugleich, und genau da liegt der Knoten.
Der PSOE schaffte den Strafschärfungsgrund der Geschlechtsverachtung vor dem Gewaltschutzgesetz ab
Nach Angaben eines Teilnehmers hob der PSOE den während des Franquismus bestehenden Strafschärfungsgrund der Geschlechtsverachtung auf und erließ anschließend das Gesetz gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Zuerst wird das geerbte Instrument abgebaut, dann wird ein neues unter anderem Namen geschaffen. Diese Abfolge ist kein Zufall: Es ist eine Regierungsweise, die die Vergangenheit umschreibt, um die Gegenwart zu rechtfertigen.
Die Frage, die im Raum steht, ist, ob der neue Rahmen mehr schützt oder nur den Besitzer wechselt. Die Angebots- und Preisdaten deuten darauf hin, dass das Problem nicht gelöst ist. Das Gesetz wechselt, die Zwangsräumung bleibt.
Wer die Erzählung von Hausbesetzung und alten Mieten bezahlt
Im Kern des Themas brodelt ein Klassenkonflikt, den die politische Sprache verkleidet. Nach Angaben eines Teilnehmers entwarf die beautiful people der achtziger Jahre — Sozioliberale mit Erlaubnis, mitten in der Krise abzuräumen — einen Rahmen, der sich heute gegen ihre eigenen Wähler richtet. Die sozialistische Kandidatin in Granada mit 18 Immobilien und einer „Mittelschicht"-Rhetorik ist das Standbild dieser Spannung.
Die vollständige Aufschlüsselung, wie stark die Mieten seit der Deregulierung gestiegen sind, Jahrzehnt für Jahrzehnt, ergibt einen überraschenden Unterschied. Aber das ist eine andere Geschichte.
Mit diesen Voraussetzungen ist absehbar, dass der PSOE weiter Mieterschutz verkauft, während er gegen die Vermieter zu Felde zieht. Ob der daraus entstehende Rahmen den Preis senkt oder erhöht, bleibt abzuwarten. Die Pressearchive haben ihr Urteil jedoch bereits gefällt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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