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Spaniens PP rückt nach links: Feijóo und Ayuso
Die spanische Volkspartei stimmt im Senat mit der Linken über Abtreibung. Feijóo betont die Nähe zur Sozialdemokratie.
Feijóo bekennt sich zur Sozialdemokratie: Die PP stimmt mit der Linken
Die Partido Popular (PP) prahlt damit, den „Sanchismo“ rückgängig zu machen, bleibt aber bei Abstimmungen passiv. Keine tiefgreifende Gesetzgebung wurde zurückgenommen, und in mehreren entscheidenden Voten stand man auf derselben Seite wie die Linke. Das jüngste Beispiel ist die Bestrafung von Eltern und Fachkräften, die sich gegen Trans-Behandlungen für Minderjährige wehren. Zuvor war eine Senatsänderungsklausel gescheitert, die es verbietet, die Entscheidung einer Frau zur Schwangerschaftsunterbrechung zu beeinflussen; alle Fraktionen hatten zugestimmt. Im Hintergrund steht ein Statement von Alberto Núñez Feijóo: „Die PP muss im Mitte-Links-Spektrum sein, in der Sozialdemokratie, im gemäßigten Sozialismus.“ Ist das ideologische Drift oder Wahlmathematik?
Warum stimmt die PP im Senat mit der Linken?
Alle Fraktionen im spanischen Senat einigten sich darauf, in das künftige Abtreibungsgesetz eine Änderung einzubringen, um zu verhindern, dass der Wille der Frau geändert wird. Die Initiative kam aus dem Gleichstellungsausschuss basierend auf einem Antrag von Más Madrid, und die PP unterstützte sie gemeinsam mit den anderen Parteien. Dieses Bild wiederholt sich seit Monaten.
In Madrid war der Vorfall auffälliger. Vox gab eine Pressemitteilung heraus, in der behauptet wurde, die PP schließe sich der Linken an, um trans Männern die Teilnahme an Frauenwettkämpfen zu ermöglichen. Der eigentliche Kontext stammt jedoch von rechts selbst: Das Trans-Gesetz der Autonomen Gemeinschaft Madrid, verabschiedet unter Cristina Cifuentes, enthielt bereits im Präambel das Prinzip der Geschlechtsidentität durch Selbstbestimmung, wie im Boletín Oficial del Estado dokumentiert.
Feijóo und die Sozialdemokratie: Galizien als Labor
Feijóo hat sein Modell nie versteckt. Analysen zeigen, dass der galizische Politiker seine dortige Politik als sozialdemokratisch definiert und sich auf Aznars „reformistische Mitte“ als natürlichen Raum beruft. Es ist keine bloße Wahlkampfrhetorik.
Er begrüßte, dass das Verfassungsgericht die Klage gegen das Abtreibungsgesetz ablehnte und feststellte: „Das Fristenmodell ist korrekt und verfassungsgemäß.“ Er zeigte Solidarität mit Griñán nach dem Urteil im ERE-Fall. Und er rief dazu auf, „den Populismus von Vox“ zu bekämpfen, wobei er auch den spanischen Film als Marke Spaniens verteidigte. In der Berichterstattung taucht oft das Label Feijóo 2030 auf.
Cuca Gamarra, Sémper und Mañueco: Gesichtswechsel
Die Namen sind nicht zufällig gewählt. Cuca Gamarra erklärte: „Ich fühle mich weiter von Vox entfernt als von der PSOE, aber die PSOE finde ich auch nicht“, und fügte hinzu, sie würde problemlos an der Pride-Demonstration teilnehmen, so wie sie auch am 8-M dabei sei. Borja Sémper betonte, dass Bildu nicht die ETA sei. Mañueco lehnte eine Regierungsbeteiligung von Vox ab und warnte, dass „die Gleichstellung von Mann und Frau nicht verhandelbar ist“.
Zuvor hatte Pablo Casado ähnliche Schlagzeilen gemacht: Die PSOE sei „eine große Partei“ und Vox repräsentiere den Populismus einfacher Lösungen. Manche argumentieren, dass die PP Ayuso hinterrücks attackiert, Cayetana Álvarez de Toledo als Sprecherin ablöst und Cuca Gamarra installiert – aus mehr als nur ästhetischen Gründen.
Vox und die Brandmauer: Vom Kongressvorstand bis Ceuta
Die Brandmauer gegen Vox bescherte Podemos einen Sitz im Vorstand des Abgeordnetenhauses, ein Ergebnis, das in der Parteizentrale der PP niemand erwartet hatte. In Ceuta brach die lokale PP mit Vox und vereinbarte den Haushalt mit der PSOE, was politische Kosten verursachte. Die Rechtfertigung innerhalb der Partei ist klar: Welche Gesetze will Vox ändern, wenn es in keiner Regierung sitzt? Das Gegenargument lautet: Die Gesetze, die geändert werden könnten, aber nicht geändert werden, sind jene, die die PP allein regierend unterstützt.
In den verlinkten Quellen finden sich zwei auffällige Beträge zur Betreuung unbegleiteter minderjähriger Migranten. Erstens: 24 Millionen Euro für 120 Plätze über zwei Jahre, was 100.000 Euro pro Platz und Jahr entspricht. Zweitens, zugeschrieben einem digitalen Medium: 47 Millionen Euro. Diese Zahlen werden als Munition gegen die Aufnahmepolitik der Zentralregierung verwendet, obwohl die Verwaltung bei den autonomen Gemeinschaften liegt.
Ayuso, die Ausnahme, die die Regel bestätigt
Gegen diesen Block erscheint die Madrider Regionalpräsidentin als Gegenpol. Ihre Positionen zu Abascal, Gender-Ideologie und dem sogenannten PIN parental verorten sie auf einer anderen Achse. Sie betont, dass Kriminalität nicht mit der Herkunft der Person zusammenhängt – eine Nuance, die nicht alle in ihrer Partei teilen. Dass die für die Parteizentrale unbequemste Figur die Rechte am meisten mobilisiert, sagt viel über den Rest aus.
Mit diesen Bausteinen stellt sich nicht die Frage, ob die PP geschwenkt hat, sondern wohin sie schwenken wird, wenn der Wahlkalender weniger Druck macht. Niemand wagt im Material eine Datumsangabe.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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