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Spaniens Podemos fordert Preisdeckel gegen Inflation
Podemos will Preise für Lebensmittel und Kraftstoff deckeln. Historische Präzedenzfälle warnen vor Engpässen.
Podemos’ Preiskontrolle und das Gespenst Diokletians
Der Vorschlag der spanischen Partei Podemos, den Anstieg der Verbraucherpreise (IPC) zu bremsen, klingt auf dem Papier einfach: Deckelung der Preise für den Einkaufskorb und Kraftstoffe. In der Praxis scheitert die Maßnahme an der Geschichte. Das Edikt über Höchstpreise, der große historische Vorläufer dieser Idee, gilt meist als Misserfolg: Wenn ein Staat Preise festlegt, ohne den Produktionsprozess zu ändern, verschwindet oft das Angebot.
Kritiker brauchen keine Ausschmückungen. Werden Preise gedeckelt, ohne die Lieferkette zu kontrollieren, drohen leere Regale, Warteschlangen und Rationierung. Kuba und Venezuela dienen als Warnung. Zudem gibt es einen unbequemen Aspekt: Der Staat selbst profitiert am meisten von steigenden Preisen durch Steuern – etwas, das man bedenken sollte, wenn die offizielle Rhetorik sich um die Bürger sorgt.
Was schiefgehen kann, wenn das Gesetz den Preis bestimmt
Die Wirtschaftstheorie ist hartnäckig bei Höchstpreisen: Deckt der Preis nicht die Kosten, verschwindet das Produkt vom Markt. Befürworter der Intervention argumentieren, dass Ausnahmesituationen mit aufgeblähten Vertriebsmargen solche Maßnahmen rechtfertigen. Doch der historische Präzedenzfall spricht dagegen, und auch der Name des Projekts hilft nicht weiter.
„Topar“ bedeutet im Spanischen stoßen, kollidieren oder zusammenprallen – nichts mit dem englischen „top“. In diesem Sinne bleibt die Initiative ihrem Namen treu: Sie prallt auf jahrhundertelange empirische Evidenz.
Ein Plan, der spät kommt und schlecht verpackt ist
Manche zweifeln aus politischen Gründen an der Glaubwürdigkeit des Vorschlags. Es wird argumentiert, dass die Partei kein reales Gewicht mehr hat und die Maßnahme eher nach Schlagzeilen als nach konkreter Politik klingt. Das Misstrauen gegenüber dem Plan hängt weniger mit den Inflationszahlen zusammen als mit der Glaubwürdigkeit der Unterzeichner.
Unterdessen setzt die Inflation ihren Weg fort. Die Kombination aus einem realen Problem, einer Lehrbuchlösung und einer Geschichte voller Fehlschläge endet selten gut. Diesmal ist das Lehrbuch zudem in altbekannter Schrift verfasst.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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