Spaniens Linke soll auf Gewalt verzichten (Juan Carlos Girauta in El Debate)

Der Kolumnist Juan Carlos Girauta fordert in El Debate, dass die spanische Linke auf Gewalt verzichtet und das freie demokratische Spiel respektiert. Wir erläutern seine These.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Juan Carlos Girauta argumentiert in El Debate, dass sich die spanische Linke der Gewalt verschrieben hat, und fordert sie auf, darauf zu verzichten und das freie demokratische Spiel zu respektieren. Als Spiegelbild verweist er auf die Straßengewalt in Frankreich und einen gegen die Opposition ausgerufenen Generalstreik.

Der Kolumnist **Juan Carlos Girauta** veröffentlicht in **El Debate** einen Artikel mit dem Titel „Renuncien a la violencia“ (Verzichtet auf Gewalt). Seine These: Die spanische Linke, oder zumindest ein Teil von ihr, spielt nicht mehr innerhalb der Bahnen einer zivilisierten Gesellschaft mit und hat die Straße zum Druckmittel gemacht. Das im Text genannte Datum ist der **7. Oktober 2026**.

## Was der Artikel genau fordert

Girauta fordert nicht, dass die Linke ihre Ideen ändert. Er fordert, dass sie auf Gewalt verzichtet und das freie demokratische Spiel respektiert. Er räumt ein, dass es ihm egal ist, wen sie aufstellt, ob sich ein bestimmter Funktionär in den sozialen Medien hervortut oder ob **Sánchez** seine öffentliche Geste ändert. Das Problem sei weder Programm noch Stil, sondern die Methode.

Sein zentrales Argument: Es gibt eine Art, Politik zu betreiben, die darin besteht, das Öffentliche zu vereinnahmen und zu entscheiden, wer dort vorbeikommen darf und wer nicht. Er beschreibt den **Plaza de Sol** als Beispiel: Versuchte jemand, der nicht zum Camp gehörte, ihn zu durchqueren, würde das als Provokation gewertet – nach weniger als einer Minute würde man ihm ins Ohr schreien, nach weniger als zwei würde man ihn gelynchen. Nur die Polizeipräsenz würde die letzte Phase verhindern.

## Der Funke und der Generalstreik

Der Text behauptet, der Funke könne jederzeit überspringen, und es gebe Leute, die sich genau das wünschen. Er erwähnt einen von **UGT** und **CCOO** getragenen Generalstreik gegen die Opposition, den er von oben bis unten für illegal hält. Das sei kein Streik, sondern ein Chaos erzeugender Faktor.

Außerdem weist er darauf hin, dass die Polizei Anweisungen erhalten kann, nicht einzugreifen, oder dass die Einsatzpläne schlecht konzipiert oder unzureichend sein können. In einem solchen Szenario sei die Folge nicht abstrakt: Das Zusammenleben gerate in Brand.

## Das französische Spiegelbild

Girauta verortet das Vorbild in **Frankreich**. Dort gebe es, so seine Erzählung, nur noch die Patrioten, die als Faschisten beschimpft würden, während er auf der anderen Seite einen Straßenterror ausmacht. Er zählt Taten auf: angezündete Schulen, Müllcontainer, Feuerwehrleute und Frauen, die zufällig vorbeikamen, dazu Übergriffe auf Lehrer. Er spricht sogar von gesätem Bürgerkrieg.

In diesem Spiegelbild betrachteten sich, so sagt er, die Gewerkschaften, **Sumar**, **Podemos**, **Compromís**, die **CUP**, **Bildu** und Sánchez' **PSOE**. Der Artikel endet mit einer direkten Warnung: Begeht nicht den fatalen Fehler, verzichtet auf Gewalt.

## Eine Forderung mit Adressat

Der Adressat ist die spanische Linke als Ganzes, wobei der Autor zwischen ihren Strömungen unterscheidet. Er erwähnt diejenigen, die die Podemitas nachahmen, die davon träumen, Ernennungsschreiben zu erhalten, und die sich einem Bombardement anschließen. Was sie gemeinsam hätten, sagt er, sei die Gewalt dessen, der das Öffentliche vereinnahmt hat.

Der Beitrag schlägt keine konkreten Maßnahmen oder Fristen vor. Es ist eine politische Forderung in warnendem Ton. Wer sie liest, findet eine klare These: Das demokratische Zusammenleben verlangt, dass die Linke auf Gewalt verzichtet. Und ein Datum: den **7. Oktober 2026**.

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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