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Spaniens Krone und ihre demokratische Legitimität: eine nie endende Debatte
Die spanische Monarchie ging aus Francos Nachfolgegesetz hervor und wurde im Referendum von 1978 bestätigt. Hatte diese Abstimmung die Krone legitimiert? Die Debatte dauert an.
Demokratische Legitimität? Die Krone und das Referendum, das nie stattfand
Fast ein halbes Jahrhundert nach dem Referendum, das die Verfassung von 1978 genehmigte, ist die Frage weiterhin offen: Hatte diese Abstimmung die parlamentarische Monarchie legitimiert, oder war sie eine unvermeidliche Hürde? Artikel 1.3 der Verfassung legt die Staatsform fest, doch das Fehlen einer gesonderten Abstimmung über Monarchie oder Republik lässt die Wunde offen. Die Debatte ist nicht neu, aber sie flammt immer wieder mit voller Kraft auf.
Der franquistische Ursprung und das Nachfolgegesetz von 1947
Das unbequemste Argument für die Verteidiger der Krone ist ihr Ursprung. Die heutige Monarchie entstammt nicht nur der Verfassung, sondern einer von Franco entworfenen Architektur durch das Gesetz über die Nachfolge des Staatsoberhaupts von 1947. Dieses Gesetz, das festlegte, dass der Nachfolger vom Diktator bestimmt würde, war der erste Schritt zur bourbonischen Restauration. Wer die demokratische Legitimität der Krone in Frage stellt, argumentiert, dass dieser Ursprung alles Spätere kontaminiert, so sehr die Verfassung sie auch bestätigt hat.
Andere halten dagegen, dass der Ursprung die spätere Legitimität nicht bestimmt. Die Verfassung wurde vom spanischen Volk am 6. Dezember 1978 abgestimmt, und in Artikel 1.3 steht ausdrücklich, dass die Staatsform die parlamentarische Monarchie ist. Wenn das souveräne Volk diesen Text gebilligt hat, legitimiert es damit nicht die Institution? Die Frage ist rhetorischer, als sie scheint.
Das Referendum von 1978: Hatte es alles legitimiert oder nur das Ganze?
Hier wird die Debatte besonders interessant. Es wird argumentiert, dass die Abstimmung über eine gesamte Verfassung nicht jede der von ihr geschaffenen Institutionen demokratisch legitimiert, weil nicht über jede einzeln abgestimmt wurde. Würde man diesen Maßstab anlegen, müsste man auch das Verfassungsgericht, den Senat, den CGPJ (Spaniens Rat der Justiz) oder die autonomen Gemeinschaften in Frage stellen. Warum sollte die Krone eine Ausnahme sein? Das ist die Frage einer Analyse, die für Buchrepublikaner unbequem geworden ist.
Und es gibt mehr: Es gab auch keine Abstimmung über die Abschaffung der Todesstrafe, über die Gestaltung des Sozialstaats oder über internationale Verträge. Verlangte man für jeden Artikel ein Referendum, würde die repräsentative Demokratie unmöglich. Die Verteidiger einer gesonderten Abstimmung erwidern jedoch, dass die Staatsform eine Frage von besonderer Hierarchie sei und eine besondere Behandlung verdiene.
Zwang, Gewaltmonopol und formale Demokratie
Ein weiteres Argument ist das des Zwangs. Es wird behauptet, das spanische Volk sei gezwungen worden, eine Verfassung zu billigen, die die Monarchie enthielt, weil es keine echte Alternative gab. Die Antwort ist deutlich: Zwang bedeutet, jemanden durch Gewalt oder Drohungen zu etwas zu zwingen. Dass einem die angebotene Alternative nicht gefällt, ist kein Zwang. Jeder Staat setzt seine Regeln letztlich mit Gewalt durch, das berühmte Gewaltmonopol. Würde das ausreichen, um von politischem Zwang zu sprechen, könnte keine Verfassung und keine Demokratie legitim sein.
Hier kommt die Debatte über die formale Demokratie ins Spiel. Manche halten die formale Demokratie mit ihren Kontrollmechanismen und der Gewaltenteilung für das kleinste Übel, weil sie nicht von den guten Absichten des Herrschers abhängt. Andere hingegen sehen darin eine bloße Formalität, die die menschliche Realität ignoriert und von politischen Eliten zur Selbsterhaltung genutzt wird. Die Diskussion wird philosophisch, doch im Kern ist sie politisch.
Der Vergleich mit anderen Monarchien und Republiken
Eine bemerkenswerte Beobachtung: Ähnliche Artikel über andere Monarchien wie die dänische, die schwedische oder die japanische gibt es nie. Ganz zu schweigen von der britischen. Warum wird nur die spanische in Frage gestellt? Die Antwort mag in ihrem franquistischen Ursprung liegen, aber auch in der Geschichte der Bourbonen, die in der Geschichte Spaniens zweimal wie Hasen geflohen sind und die Krone sogar an das Staatsoberhaupt des Nachbarlandes verkauft haben. Das disqualifiziert sie, so manche, endgültig.
Aber es wird auch daran erinnert, dass die französischen Republiken, die portugiesische und die beiden spanischen Republiken nie von jemandem abgestimmt wurden. Die Spanische Republik von 1931 entstand aus Kommunalwahlen, nicht aus einer gesonderten Abstimmung über die Staatsform. Legte man denselben Maßstab an, müsste man auch ihre Legitimität in Frage stellen. Die Analyse bleibt am selben Stein hängen: Wenn die Abstimmung über eine gesamte Verfassung jede ihrer Institutionen legitimiert, dann hätten auch das Verfassungsgericht, der Senat oder die autonomen Gemeinschaften keine individuelle Legitimität. Verlangt man aber eine gesonderte Abstimmung für die Krone, warum dann nicht für den Rest? Die Frage bleibt unbeantwortet – und hat vermutlich keine.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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