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Spaniens Geheimdienst warnte 18-mal vor Ceuta – Marlaska bestreitet es
Der spanische Geheimdienst CNI soll 18 Warnungen, die letzte am 29. Juli, über eine Masseneinreise nach Ceuta herausgegeben haben. Robles sagt, die Information wurde geteilt; Marlaska bestreitet das.
18 Warnungen des CNI vor Ceuta: Robles und Marlaska widersprechen sich
Am 29. Juli hat der spanische Geheimdienst CNI schriftlich festgehalten, was abzusehen war: ein „extremes Risiko“ von Masseneinreisen nach Ceuta. Diese Warnung soll kein Einzeldokument gewesen sein. Fünf weitere Behörden hätten sie ebenfalls erhalten, und der Militärnachrichtendienst soll die Regierung drei Tage vor dem Zusammenbruch der Grenze informiert haben. Einige der veröffentlichten Berichte erhöhen die Zahl auf bis zu 18 vorherige Warnungen. Was fehlt —und genau das wird diskutiert— ist der Nachweis, dass jemand im Innenministerium sie rechtzeitig gelesen hat.
Dort beginnt das Durcheinander. Der Innenminister Fernando Grande-Marlaska bestreitet, dass der CNI ihn gewarnt hat. Die Verteidigungsministerin Margarita Robles vertritt das Gegenteil: Die Nachrichtendienstzentrale habe die Information mit den Sicherheitskräften geteilt. Zwei Versionen derselben Regierung, zwei unvereinbare Darstellungen und kein Protokoll, das sie in Einklang bringt.
Was die Warnungen sagten und wann sie eintrafen
Die Abfolge, die die zitierten Medien rekonstruieren, ist folgende: Zwei Wochen zuvor gab es bereits in marokkanischen Zeitungen Informationen über die Bewegungen; die Arbeitsgruppe Marokko nannte den Thronfest-Feiertag als wahrscheinlichstes Datum; die Warnung vom 29. Juli bezifferte die Zahl der Personen, die sich organisierten, um einzureisen, auf 180.000. Auch die CIA soll die Regierung Tage zuvor gewarnt haben. Und laut einem der Berichte würden die von der Regierung freigegebenen Dokumente selbst belegen, dass der CNI einen Tag zuvor Bescheid gab.
Das wichtigste technische Detail ist bürokratisch, nicht romanhaft. Nach den Polizeivorschriften muss der Innenminister über diese Art von Warnungen informiert werden. Es ist keine Frage des politischen Willens, sondern des Verwaltungswegs: Wenn die Warnung dort ankam, wo sie hingehörte, landete sie auf seinem Schreibtisch. Das ist der Kern.
Was bereits bei den Richtern liegt
Die Richterin María Tardón hat Ermittlungen wegen Straftaten gegen die Sicherheit des Staates und der Nation eingeleitet. Der Oberste Gerichtshof soll laut denselben Quellen eine Untersuchung eingeleitet haben, um festzustellen, ob die Regierung vorab gewarnt wurde und sich entschied, nicht zu handeln. Zudem hat ein Gericht in Ceuta Ermittlungen gegen den Regierungsdelegierten der autonomen Stadt eingeleitet.
Parallel dazu trat der Büroleiter des Regierungsdelegierten zurück und erklärte, er habe seinen Vorgesetzten über die CNI-Warnungen informiert. Und die Ermittlung soll etwa zwanzig „Treibende“ des Vorfalls als Agenten von Rabat identifiziert haben, wobei der frühere Stellvertreter des marokkanischen Geheimdienstes erklärte, sein Land habe die Operation vorab gekannt. Es ist schwer aufrechtzuerhalten, dass es ein spontaner Ausbruch war.
Der Aufruf, der danach kam
Es gab einen zweiten, weniger analysierten Vorfall. Marokkanische Influencer riefen in den sozialen Medien zu einer neuen Masseneinreise nach Ceuta und Melilla am zweiten Augustwochenende auf. Der Aufruf verlief im Sand, hinterließ aber eine unbequeme Lektion: Der Kanal, der dazu diente, Tausende Menschen zu mobilisieren, blieb offen, ohne dass jemand die Tür geschlossen hätte.
Dort stockt die offizielle Darstellung. Marlaska bleibt bei seiner Ablehnung, Robles bei der gegenteiligen Version, und der CNI hat öffentlich weder etwas bestätigt noch dementiert. Keine der laufenden Untersuchungen hat bisher eine feste Verantwortlichkeit festgestellt. Wenn die Frage nicht mehr ist, was an der Grenze geschah, sondern wer mit dem Bericht vor sich weggeschaut hat, hört Schweigen auf, eine Strategie zu sein, und wird selbst zur Meldung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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