Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spaniens Geburtenrate sinkt: Debatte über Immigration
In Spanien fallen die Geburtenraten, während die Politik auf Immigration setzt. Ökonomen diskutieren, ob dies bei 20% Arbeitslosigkeit und Wohnraumkrise sinnvoll ist.
Spaniens Geburtenrate sinkt: Debatte über Immigration
Seit Jahrzehnten geht die spanische Geburtenrate zurück, und die offizielle Antwort besteht darin, Bevölkerung aus dem Ausland anzuziehen. In einem Wirtschaftsforum wird die Debatte mit einer direkten Anschuldigung eröffnet: Wer keine Kinder hat, bevorzuge ein 40.000-Euro-Auto, einen 60.000-Euro-Van und ein Leben voller Reisen. Diese These wurde schnell widerlegt. Die erste stark beachtete Antwort war eine unbequeme Frage: Wie viele Kinder hast du selbst, und kannst du ihnen ein würdiges Leben bieten, oder werden sie in einer WG zusammengepfercht?
Daraufhin teilt sich das Thema in drei getrennte Bereiche: Wohnungsmarkt, Arbeitsmarkt und die Rolle der Frau. Niemand bestreitet, dass weniger Spanier geboren werden. Der Streitpunkt ist der Grund.
Warum werden weniger Spanier geboren?
Das am häufigsten genannte Argument hat nichts mit Hunden oder Reisen zu tun. Es sind die Wohnungspreise und die Löhne. Junge Menschen verzichten nicht auf Kinder wegen Netflix; sie tun es, weil sie weder mieten noch kaufen können. Die Kernaussage lautet: Junge Leute bekommen keine Kinder, weil sie sich die Miete nicht leisten können, nicht weil sie ihr Gehalt für Streaming-Dienste ausgeben.
Eine andere Strömung behauptet, das Problem sei kulturell bedingt. Es wird argumentiert, dass seit der massiven Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt die Geburtenrate in allen betroffenen Ländern gesunken ist und dass Hausfrauen heute gesellschaftlich abgewertet werden. Die Schlussfolgerung: Nur Beamtinnen oder Reiche können sich Kinder neben einer normalen Karriere leisten.
Diese These wurde vom ursprünglichen Verfasser abwertend beantwortet, was zu persönlichen Angriffen führte. Ein Fakt bleibt jedoch bestehen: Zwei Kinder liegen deutlich über dem spanischen Durchschnitt.
Braucht man Zuwanderer bei 20% Arbeitslosigkeit?
Hier herrscht breiter Konsens als erwartet. Bei 20% Arbeitslosigkeit, so verschiedene Analysen, braucht man keine ausländischen Arbeitnehmer, sondern Arbeit. Das Argument, mehr Bevölkerung schaffe mehr Jobs, wird mit einem einfachen Bild entkräftet: Arbeit entsteht nicht aus dem Nichts.
Ein oft fehlender Aspekt wird ergänzt: Wenn so viel Arbeitskraft nötig wäre, gäbe es kein Problem, sie direkt aus ihren Herkunftsländern zu rekrutieren. Die Realität sieht anders aus. Das Ergebnis, sagen Kritiker, sei eine untere Klasse mit extrem hoher Armutsquote, die nur Unternehmern nützt, die nicht durch Produktivität, sondern durch niedrige Löhne konkurrieren.
Manche gehen weiter und fragen, ob ein Land ohne Drama schrumpfen kann. Der Verweis: Spanien hatte 1900 nur 20 Millionen Einwohner. Weniger Menschen, gleiche Ressourcen, größere Wohnungen. Die Gegenargumentation besagt, dies widerspreche den Grundlagen liberaler Demokratien, die stetiges Wachstum zur Finanzierung von Renten und Schulden benötigen.
Alterung und die Rentenfalle
Das Rentensystem ist das offensichtliche Problem im Raum. Sieben Millionen Menschen beziehen Zuschüsse, mit Kosten von 28,5 Milliarden Euro, laut den im Austausch genannten Daten. Die Kritik richtet sich gegen einen dualen Markt, in dem viele öffentliche Hilfen mit undeclared Einkommen kombinieren, was die Steuerbasis und Nachhaltigkeit schwächt.
Die Gegenseite reagiert scharf: Wenn es keine Arbeit gibt und wir weltweit an zweiter Stelle bei der Arbeitslosigkeit stehen, warum braucht man dann weitere Beitragszahler, wenn die jetzigen bereits eingezahlt haben? Das Problem ist nicht, wie viele ins System kommen, sondern wie viele das System verlassen, ohne beizutragen.
Die ungelöste Lücke
Die unbequemste Analyse stellt fest, dass Immigration nicht die Folge der niedrigen Geburtenrate ist, sondern eine ihrer Ursachen. Mehr Immigration bedeutet weniger Arbeit, niedrigere Löhne und höhere Preise, besonders für Wohnraum. Stimmt dies, schließt sich der Kreis: Man importiert Menschen, um ein System zu stützen, das jene verdrängt, die Kinder bekommen könnten.
Auf der anderen Seite erinnert man daran, dass auch spanische Großeltern nach Deutschland und Argentinien emigrierten, wobei der Unterschied nicht Legalität, sondern Qualifikation war. Der Vergleich hinkt: Als alle Prostituierten in Buenos Aires Spanierinnen waren, war das Niveau der Emigranten ein anderes.
Der Punkt, an dem die Analyse festfährt, ist immer derselbe. Niemand bestreitet, dass weniger Spanier geboren werden. Niemand bestreitet, dass mehr Ausländer kommen. Was nicht passt, ist die Beziehung zwischen beiden: Ist Armut die Ursache, löst man sie nicht durch Import weiterer Armer. Ist Kultur die Ursache, ändert keine Einwanderungspolitik daran etwas. Unterdessen steigt nur eine Zahl unbestritten: die der Abwanderer.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (112 Antworten).
Ein wissenschaftlicher Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums empfiehlt, das Renteneintrittsalter auf 73 Jahre zu erhöhen, um den Kollaps der Rentenversicherung abzuwenden.
Ein Video zeigt eine Touristin, die ihren Goldschmuck auf einem Auto in Dubai liegen lässt. Die Debatte darüber, warum nichts gestohlen wird, verweist auf harte Strafgesetze, nicht auf Reichtum.
Ein 36-jähriger Mann erschoss seine 33-jährige russische Ehefrau und sich selbst in Alicante. Der Fall befeuert erneut die Debatte um geschlechtsspezifische Gewalt.
Die katalanische Regierung fordert die Wiedereröffnung eines Obdachs für 400 aus Block B9 Vertriebene. Bürgermeister Albiol weigert sich und löst einen Behördenstreit aus.
Caritas Barcelona betreute 2023 100.848 Menschen, leistete jedoch direkte Hilfe für nur 4.420. 70 % benötigen Wohnraum, während Unternehmensspenden um 12 % sanken.