Spaniens Mietbestand auf Idealista bricht ein

Forum verfolgt Rückgang der spanischen Mietangebote von 80.364 auf 71.965. Nutzer machen Wohnungsgesetze und Eigentümerabzug verantwortlich.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spaniens Mietbestand auf Idealista bricht ein
Mietbestand auf Idealista verliert 8.399 Anzeigen in zwei Wochen

Der Zähler begann bei 80.364 Wohnungen. Vierzehn Tage später zeigte der von einer Community aus Immobilieninvestoren und Interessierten seit Jahren beobachtete Idealista-Tracker 71.965 an. Manche behaupten, der Rückgang sei keine saisonale Anpassung, sondern eine Flucht von Eigentümern, die ihre Wohnungen vom Markt nehmen. Teilnehmer des Threads führen den Auslöser auf das Paket von Mietmaßnahmen der Regierung Pedro Sánchez zurück, das laut ihrer Meinung die Verwaltung einer vermieteten Wohnung für kleine Vermieter zu einem juristischen Risiko gemacht habe.

Die Zahl ist kein Einzelfall. Im selben Zeitraum berichtete ein Teilnehmer, der behauptet, eine Online-Agentur in Barcelona zu betreiben, dass 80 % der Anrufe von Eigentümern kämen, die ihre Wohnungen zurückziehen wollten. „Als das vorherige Mietgesetz herauskam, verlor ich fast 40 % meiner Mietobjekte“, fügt er hinzu. Laut diesem Bericht wiederholt sich das Muster: Jede gesetzliche Intervention wird von einem Massenabzug des Angebots gefolgt.

Was mit dem Bestand an Mietwohnungen geschah

Das Tracking begann mit 80.364 Anzeigen und endete, im letzten Update des Threads, bei 71.965. Das sind 8.399 weniger Wohnungen in zwei Wochen. Die Pogre ist fast täglich: 80.246, 79.612, 79.462, 77.397, 75.074, 74.891, 74.572, 72.741, 72.685, 72.333, 72.107, 71.991. Jeder Aktualisierung der Idealista-Seite bestätigt den Trend.

Einige behaupten, das Phänomen sei rein saisonal und die Anzeigen würden im Frühling zurückkehren. Im Thread wird stated, dass das dauerhafte Mietangebot in Barcelona seit der Genehmigung ähnlicher Vorschriften in Katalonien um 83 % gesunken sei, wobei es heute weniger als 700 Angebote in der Stadt gebe, verglichen mit über 7.000 in Madrid.

Warum Eigentümer ihre Wohnungen aus der Vermietung ziehen

Die im Thread diskutierte Berechnung ist einfach. Eine vermietete Wohnung mit einem Mieter, der nicht zahlt, kann Jahre dauern, bis sie zurückgewonnen wird. Gerichte häufen Verzögerungen an, die eine Räumung zur Chimäre machen. In der Debatte wird der Fall einer Eigentümerin erwähnt, die vor der Lösung der Räumung ihres Mieters starb. Die Zahlungspflicht erlosch mit ihrem Tod. Der Vermieter blieb unterdessen unbezahlt.

Dieses Risiko, multipliziert mit jeder Gesetzesreform, drängt viele kleine Vermieter zum Verkauf, so die Teilnehmer. Investmentfonds kaufen zu Schleuderpreisen. „Am Ende werden Geierfonds die Wohnungen der kleinen Vermieter übernehmen“, warnte ein im Gespräch zitierter Analyst. Der Thread stellt dies als Vorhersage dar, nicht als Tatsache.

Auswirkung auf Preise: weniger Angebot, höhere Mieten

Die von einigen Teilnehmern bemerkte Paradoxie ist bitter. Maßnahmen zur Eindämmung der Mietpreise reduzieren das Angebot, und weniger Angebot bedeutet höhere Preise für die Verbleibenden. Eine 75 Quadratmeter große Wohnung, dritter Stock ohne Aufzug, vier Zimmer, wurde laut einem im Thread geteilten Tweet für 2.950 Euro pro Monat inseriert. Dies sei keine Ausnahme, argumentieren sie; es wäre die neue Normalität in angespannten Gebieten.

Der sinkende Bestand führt nicht zu günstigeren Mieten, sondern zu weniger Optionen und mehr Wettbewerb unter Mietern, laut Thread. Wer zahlen kann, tut es. Wer nicht kann, bleibt außen vor. Das Gesetz hat die Mieten nicht verbilligt; es hat Eigentümer vertrieben, die moderate Preise boten, sagen sie.

Diskutierte Lösungen: Obergrenzen, Garantien, öffentlicher Wohnraum

Die Vorschläge zur Problemlösung variieren. Ein detaillierter Vorschlag schlägt vor, eine nationale Obergrenze basierend auf dem Mindestlohn festzulegen: 33 % des SMI (Mindestlohn) für ein Studio, mit Erhöhungen von 50 % pro zusätzlichem Schlafzimmer. Die vollständige Aufschlüsselung ergibt eine Spanne von 470 Euro für ein Studio bis zu 1.645 Euro für drei Schlafzimmer.

Ein anderer Strom argumentiert, der Staat sollte gefährdete Mieter garantieren, Ausfälle und Schäden decken, wie in Wien. Der Vermieter würde immer bezahlt; der Staat übernimmt das Risiko. Diese Idee liegt seit Jahren auf dem Tisch, wurde aber nie im großen Maßstab umgesetzt.

Der dritte Weg, energisch in der Konversation verteidigt, besteht darin, dass der Staat alle Vermietungen übernimmt. „Der Markt hat sich als untragbar erwiesen, um die Bevölkerung mit Wohnraum zu versorgen“, argumentieren sie. Es ist eine Minderheitsposition, wächst aber, während der Bestand kollabiert, so ihre Befürworter.

Was in den nächsten Monaten mit dem Mietmarkt geschieht

Der Zähler sinkt weiter. Die Marke von 71.000 steht kurz vor dem Durchbrechen, und einige deuten bereits auf 70.000 hin, bevor der Monat endet. Die Frage ist nicht, ob der Bestand weiter fällt, sondern wo er sich stabilisiert. In Barcelona ist das Angebot nach Jahren ähnlicher Gesetze auf weniger als ein Zehntel geschrumpft, laut den im Thread verwendeten Daten. Madrid gehe denselben Weg, behaupten sie.

Unterdessen stehen Eigentümer, die noch vermieten, vor einer binären Entscheidung: verkaufen oder durchhalten. Verkäufer schwellen die Portfolios der Fonds an. Durchhalter beten, dass ihr Mieter zahlt. Der spanische Mietmarkt wird zu einem Spiel für große Akteure. Kleine werden verdrängt. Und die Mieter werden am Ende die Rechnung bezahlen, schlussfolgern sie.



Wichtige Tracking-Daten:
  • Anfangsbestand: 80.364 Anzeigen
  • Endbestand des analysierten Zeitraums: 71.965 Anzeigen
  • Gesamtrückgang: 8.399 weniger Wohnungen
  • Rückgang in Barcelona seit ähnlichen Gesetzen: 83 % (laut Thread-Teilnehmern)
  • Aktuelle Angebote in Barcelona: weniger als 700; in Madrid: mehr als 7.000 (laut Thread-Teilnehmern)

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (349 Antworten).

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