Spaniens Bauwirtschaft bremst: Genehmigungen bei einem Achtel des Peaks von 2006

Die Baustoffversorgung bricht ein, Bauanträge liegen bei einem Achtel des Höchststands von 2006 und der Zementverbrauch sinkt stark.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spaniens Bauwirtschaft bremst: Genehmigungen bei einem Achtel des Peaks von 2006
Die Bauwirtschaft in Spanien stoppt abrupt: Kein LKW für Schüttgüter

Von Montag auf Dienstag wechselte ein Lieferbetrieb für Sand vom täglichen Versand zum kompletten Stillstand. Kein einziger LKW. Nicht einer. Der Riss im Bausektor zeigt sich an der Theke des Steinbruchs, nicht in Pressemitteilungen: Wer Baustoffe verkauft, sieht den Einbruch Wochen vor der offiziellen Meldung. Die Sommerarbeitszeiten und die Vorziehung von Arbeiten vor Wahlterminen erklären einen Teil der Lücke. Der andere Teil ist beängstigend: Kündigungen stehen bereits zur Diskussion in mehreren Unternehmen.

Ein Sektor, der jahrelang am Boden lag

Setzen wir den Kontext, denn ohne ihn versteht man nichts. Die Baugenehmigungen für Wohngebäude liegen bei einem Achtel des Niveaus von 2006. Die Zementverkäufe, die Hochbau, Tiefbau und Renovierungen umfassen, sind nur noch ein Viertel des historischen Höchstverbrauchs. Übersetzt: Spanien errichtet 75.000 Wohnungen pro Jahr, eine Zahl, die als normal gilt, nach den 450.000 jährlichen Einheiten zwischen 1996 und 2002 und den 800.000 von 2005 bis 2007. Seit 2013 gibt es keine Daten, die aus der Lethargie erwachen.

Wenn ein Sektor über ein Jahrzehnt lang mit angezogener Handbremse fährt, wird jede Delle als Bedrohung gewertet. Und diese kommt zusätzlich mit einem verschwundenen Tiefbausektor und ohne Pläne für seine Wiederbelebung: keine Staudämme, keine Wasserumleitungen, keine monumentalen Projekte der Jahrhundertwende. Was vor zwanzig Jahren halb Spanien ernährte, wird heute nicht mehr erwartet.

Warum fehlen Maurer, wenn kaum gebaut wird?

Das Paradoxon, das niemand löst. Manche suchen seit anderthalb Jahren nach einem Team für ein großes Projekt — nicht einmal für Kostenvoranschläge — und in Galizien spricht man von Wartelisten von zwei Jahren für Renovierungen. Gleichzeitig verlassen erfahrene Fachkräfte den Beruf: Rückenprobleme, Kniebeschwerden, 50 Jahre Arbeit unter der Sonne und 200 Kilometer von zu Hause entfernt.

Die verbreitete Diagnose deutet auf einen gebrochenen Generationenwechsel hin. Junge Menschen steigen nicht ein, drei frisch ausgebildete Ingenieure — Schiffbau, Bauingenieurwesen, Luftfahrt — lehnen Arbeit im Privatsektor in Spanien ab, und der Sektor hat eine Lücke, die selbst durch ausländische Arbeitskräfte nicht gedeckt wird. Einen jungen Mann davon zu überzeugen, statt Tische abzuräumen, Mörtel anzurühren, ist ein von vornherein verlorener Kampf, und der Vorschlag, die Wochenarbeitszeit auf 32 Stunden zu verkürzen, der der Vizepräsidentin zugeschrieben wird, wird auf der Baustelle mit Gelächter quittiert.

Der Lohn, der sich in 20 Jahren nicht bewegt hat

Hier liegt die Wurzel der Abwanderung. 1.250 € pro Monat vor zwanzig Jahren. 1.300 € jetzt. Angesichts der kumulierten Inflation dieser Zeit lässt sich die Kaufkraftsteigerung über zwei Jahrzehnte auf 50 € zusammenfassen. Auf dieser Basis steht jede Rede, die den Beruf als Karriere mit kontinuierlicher Weiterbildung darstellt, auf wackeligen Beinen.

Kein Unternehmen, das einen Arbeiter mit 1.300 € bezahlt, will mit Talent konkurrieren; sie kämpfen ums Überleben. Und in einem Markt, in dem die Materialien extrem teuer sind — der Sack Kleber für 15 €, der Sack Kies für 70 €, das Kupferrohr für 12 € — schrumpft die Marge von beiden Seiten.

Wird heute schlechter gebaut als vor 40 Jahren?

Ein weiterer offener Streitpunkt. Manche behaupten, dass Gipskartonwände und moderne Systeme die strukturelle Qualität verschlechtert haben und dass früher mehr Spezialisierung und Überdimensionierung herrschte. Die Gegenargumentation: Heutige Häuser haben Dämmung, Aufzug, Garage, Wärmepumpen und Smart-Home-Systeme, Dinge, die in den Wohnungen der Entwicklungsjahre Science-Fiction waren. Das Finish scheint besser. Die Haltbarkeit bleibt abzuwarten.

Was niemand bestreitet, ist, dass der Käufer die gesamte Rechnung zahlt: strenge Vorschriften, hohe Steuern, knappe und teure Baugrundstücke, explodierende Rohstoffpreise. Der Backstein verteuert sich an allen Fronten, und das Ergebnis ist eine teure Wohnung, die tropfenweise entsteht.



Und zwischen dem LKW, der nicht kommt, dem Maurer, der geht, und dem Gipskarton, der den Backstein ersetzt, kann niemand sagen, was wirklich kaputt ist. Weder mit noch ohne Inflation.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (245 Antworten).

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