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Spaniens Arbeitslosigkeit sinkt auf 10 %, doch die Skepsis wächst
Die EPA-Erhebung weist die Arbeitslosenquote in Spanien erstmals seit 2008 unter 10 % aus, mit 486.000 neu geschaffenen Stellen. Doch die Skepsis wächst bei denen, die darin Schönfärberei sehen.
Arbeitslosigkeit auf Tiefstand seit 2008: Erfolg oder Schönfärberei?
Die Erhebung über die aktive Bevölkerung (EPA) für das zweite Quartal 2026 hat eine Zahl geliefert, die die spanische Regierung feiert: Die Arbeitslosenquote sinkt erstmals seit 2008 unter 10 %. Laut den von La Vanguardia veröffentlichten Daten wurden 486.000 Stellen geschaffen und die Arbeitslosigkeit um 231.000 Personen reduziert. Doch der offizielle Optimismus stößt auf eine Realität, die viele Bürger täglich erleben.
Die offiziellen Zahlen und die üblichen Schattenseiten
Einerseits sind es Zahlen, die jede Regierung als Erfolg verkaufen würde: eine Netto-Schaffung von einer halben Million Stellen, Arbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten. Allerdings zieht sich Skepsis durch die Analyse derjenigen, die darauf hinweisen, dass die Qualität der Beschäftigung weiterhin prekär ist. Nach verschiedenen Einschätzungen sind viele dieser neuen Jobs befristet, mit niedrigen Löhnen und ohne bezahlte Überstunden. Auch der massenhafte Einsatz von fijos discontinuos (unbefristete Verträge mit unterbrochener Beschäftigung) wird erwähnt, die die Beschäftigtenlisten aufblähen, während diese Arbeitnehmer zwischen Phasen der Arbeitslosigkeit wechseln.
Die Kluft zwischen Makro und Mikro: Wohnungsbau und Löhne
Über die Arbeitslosenquote hinaus ist der Zugang zu Wohnraum heute schwieriger als 2008, wie mehrere Analysen übereinstimmend feststellen. Die Löhne sind mit der Inflation nicht Schritt gehalten, und die Mieten explodieren. Derzeit sammeln Stellenangebote auf Portalen wie Infojobs Tausende Bewerber pro Stelle, was darauf hindeutet, dass der Arbeitsmarkt nicht so blühend ist, wie die Durchschnittswerte vermuten lassen. Die Schattenwirtschaft, schwer zu quantifizieren, mindert ebenfalls die Glaubwürdigkeit der offiziellen Statistiken.
Eine Debatte über Zahlen und Wahrnehmung
Unter den fachkundigen Lesern herrscht Skepsis vor: Die Daten seien statistisch geschönt, und die Realität sei ein zweigeteilter Arbeitsmarkt, in dem Einwanderer die schlechtesten Jobs übernehmen, während junge Spanier ihren Berufseinstieg hinauszögern. Die Verteidiger der offiziellen Zahlen halten dem entgegen, dass jede Verbesserung positiv sei und internationale Indikatoren Spanien besser einstufen als Finnland. Die Debatte bleibt offen: Die niedrigste Arbeitslosenquote seit 18 Jahren geht einher mit dem Gefühl, dass Beschäftigung nie prekärer war als heute.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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