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El Raval: Barcelonas Schattenwirtschaft, die die Polizei ignoriert
Während die Polizei Kleinigkeiten mit Bußgeldern ahndet, liefern sich Banden in El Raval, Barcelona, offene Kämpfe um die Kontrolle des Drogenkleinhandels. Die Schattenwirtschaft blüht.
El Raval: Barcelonas Schattenwirtschaft, die die Polizei ignoriert
Während die städtische Polizei von Barcelona Bußgelder verhängt, weil jemand den Rasen betritt oder ohne Helm Skateboard fährt, wird in El Raval ein offener Krieg um die Kontrolle des Drogenkleinhandels ausgetragen. Das Paradox ist brisant: Die Beamten stehen zehn Meter von Dutzenden Straßenhändlern entfernt, die gefälschte Sneaker und Taschen verkaufen, und greifen nicht ein. Nach Angaben von Anwohnern flohen die Händler früher bei Sichtkontakt mit der Polizei; inzwischen tun sie das nicht mehr.
Das Phänomen lässt sich direkt wirtschaftlich deuten. El Raval bündelt einen Parallelmarkt für Drogen und gefälschte Ware, der erhebliche undeklarierte Summen bewegt und direkt mit dem legalen Handel des Viertels konkurriert. Die Untätigkeit der Polizei ist kein Organisationsfehler: Sie ist eine implizite Entscheidung, Einnahmen aus Kleinbußgeldern über die Verfolgung von Großbetrug und organisierter Kriminalität zu stellen. Das Ergebnis: Das Viertel wird zu einem Steueroasen-ähnlichen Paradies für die illegale Wirtschaft.
Hinter den Auseinandersetzungen zwischen Gruppen um die Kontrolle des Drogengeschäfts steckt ein Machtkampf um kommerzielles Territorium. Der offene Straßenkrieg ist nicht nur Gewalt: Es ist ein Streit um einen Markt, den die Behörden aufgegeben haben. Währenddessen sehen die Anwohner ein Schauspiel der Straflosigkeit, das das Zusammenleben untergräbt und Investoren vertreibt.
Die Frage, die über Barcelona schwebt, lautet: Kann die Priorität der Polizei beim Skateboard bleiben, während El Raval brennt?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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