Von 97,534 Mrd. Schulden im Ausland zu 50 Mrd. Kreditvergabe
Den im Diskurs zitierten Daten zufolge benötigte Spanien 2007 97,534 Milliarden Euro aus dem Ausland, das entspricht 9,1 % des BIP, nur um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Sechzehn Jahre später liegt der Zahlungsbilanzüberschuss nach denselben Berechnungen bei rund 50 Milliarden Euro: vom Land, das Kapital suchte, zum Land, das anderen leiht. Die Schlagzeile hält stand. Die unbequeme Frage lautet anders: Bedeutet dies, dass es den Spaniern besser geht?
Warum hat Spanien vom Kapitalimport zum Exportüberschuss gewechselt?
Wie im Diskurs angemerkt wird, gehen 62 % der Exporte in die Europäische Union, Partner mit höherem Einkommen und damit größerer Kaufkraft, während die Inlandspreise gedämpft blieben. Das ist die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte bestimmt die zitierte durchschnittliche Vergütung pro Arbeitnehmer: 44.686 Euro in der Eurozone gegenüber 34.927 Euro in Spanien, bei nahezu identischer Produktivität (63,5 % und 61,7 %). Was gleich gut hergestellt wird, wird billiger verkauft.
Wie ein anderer Teilnehmer zusammenfasst, steckt hinter dieser Differenz die Anpassung nach der Finanzkrise. Das Land ging mit stark gesenkten Löhnen und ohne Investitionskapazität für Produktivitätssteigerungen hervor, da niemand Kredite vergab. Mit diesen Voraussetzungen war der Wettbewerb im Ausland der einzige Ausweg, und der Außenhandel reagierte entsprechend.
Der Überschuss, der sich nicht im Gehalt zeigt
Die weniger freundliche Lesart derselben Zahl besagt, dass der positive Saldo auf mehr als einem Jahrzehnt Lohnsenkung im Privatsektor und auf Geldschöpfung beruht. Nach dieser Sichtweise sind Binnenkonsum und Importe auf historischen Tiefständen. Die Mittelschicht schrumpft, die Kaufkraft ist dürftig, und ein großer Teil der Bevölkerung lebt von Konsumkrediten bis zum nächsten Gehaltsscheck, während sie auf sinkende Euribor-, Energie- und Lebensmittelpreise wartet. "Die beste Wirtschaftsnachricht seit einem halben Jahrhundert" zu feiern, fällt schwer, wenn man den Einkaufswagen vor sich hat.
Das Paradoxon versteht man, wenn man schaut, wer was verdient. Ein Teilnehmer argumentiert, dass Margen und Gewinne im letzten Jahrzehnt gestiegen seien, der Durchschnittsarbeitnehmer aber nichts davon auf seinem Konto bemerkt habe. Dies ist die Distanz zwischen Gewinnen und Löhnen, die der Diskurs aufzeigt.
Importe in Tonnen: Die Zahl, die nicht in die Schlagzeilen kommt
Nach den von einem Teilnehmer gelieferten Daten wird der Warenhandel auch nach Gewicht gemessen, und die Zahlen sprechen Bände: 287.985.640,16 importierte Tonnen im Jahr 2008 gegenüber 246.211.944,64 im Jahr 2021. Weniger in absoluten Zahlen, noch bevor die Inflation herausgerechnet wird. Laut einem anderen Teilnehmer erklärt der Zusammenbruch des Bauwesens einen großen Teil der Lücke: Ziegel gingen von 15 % des BIP auf 7 % zurück, und Baustoffe machen den Großteil des Tonnagenvolumens aus, das über die Häfen einfällt.
Bei der Interpretation entstehen Widersprüche. Für manche belegt der Rückgang, dass das Land seine Fähigkeit verloren hat, im Ausland einzukaufen. Für andere ist es die logische Folge einer Wirtschaft, die nicht mehr so baut wie 2007, während die Landwirtschaft laut derselben Berechnung in fünfzehn Jahren kaum zwei Millionen Tonnen zusätzlich liefert. Zwei Blickwinkel auf denselben Container.
Woher kommt der Überschuss wirklich?
Der Ursprung des Saldos ist der Punkt, an dem der Optimismus bröckelt. Manche warnen, dass die Nachricht aufhört, gut zu sein, wenn ein großer Teil dieser 50 Milliarden über EU-Fonds, öffentliche Schulden oder EZB-Entscheidungen fließt: Der Überschuss wäre dann kein Zeichen von Stärke, sondern einer Wirtschaft, die Transferzahlungen erhält. Einer im Diskurs zitierten Liste zufolge sind 88 % der hundert größten Empfänger von EU-Mitteln öffentliche Einrichtungen.
Und die Verbindlichkeiten steigen weiter. Ein anderer Teilnehmer fügt hinzu, dass die öffentliche Verschuldung bereits 1,5 Billionen Euro erreicht hat, nachdem allein 2022 75,267 Milliarden Euro hinzugekommen sind. Manche vermuten zudem, dass ein Teil dieses Zuflusses nicht aus Exporten stammt, sondern aus Überweisungen von Spaniern, die im Ausland ihr Glück suchen. Positiv für die Bilanz, verheerend als Diagnose.
Tourismus: Die Krücke, die die Zahlungsbilanz stützt
Es lohnt sich, im Blick zu behalten, woraus die positive Seite besteht. Wie ein Teilnehmer erinnert, zählt das Servieren eines Bieres für einen ausländischen Besucher als Dienstleistungsensdienstleistung. Der Tourismus war die Rettung des Außenhandelsbilanzsaldos, genau wie während des Einbruchs von 2008–2013, und dies birgt ein strukturelles Problem: Für einen anderen Teilnehmer erzeugt er viele Arbeitsplätze, aber wenig Wertschöpfung. Manche behaupten, dass in Spanien die Produktivität eines Ingenieurs und die eines Kellners sehr ähnlich sei.
Daher das Schwindelgefühl. Ein Modell, das davon abhängt, dass Besucher weiterhin kommen und dass die Löhne der Bediensteten niedrig bleiben, macht den Überschuss fragil, nicht zu einem Erfolg.
Mit diesen Grundlagen bleibt die Frage offen: Es gibt keinen Weg zu wissen, wie viel des Überschusses Struktur und wie viel Zufall ist. Manche sehen das Ende der Auslandsabhängigkeit, die das Land 2007 fast in den Bankrott trieb; andere sehen eine Lohnanpassung, getarnt als Erfolg. Während dies geklärt wird, ist die einzige unveränderliche Größe die Verschuldung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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