Spanien: Vermögensaufteilung bei 50 zeigt Kluft

Eine spanische Vermögensskala reicht von Geringverdienern bis Bankern, doch Ruhestand mit Familie erfordert 2 Millionen Euro.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanien: Vermögensaufteilung bei 50 zeigt Kluft
Die Vermögensleiter vom Geringverdiener zum Banker

Eine abbezahlte Wohnung, eine weitere vermietete „für den Fall einer Scheidung“ und Ersparnisse, um bis zur Rente durchzuhalten. Das ist das Bild, das ein Teil der spanischen Sparer als etablierte Mittelschicht im Alter von 50 Jahren betrachtet. Das Problem beginnt, wenn man die Rechnung aufmacht: Mit einer abbezahlten Immobilie und einem bescheidenen Einkommen erfordert die Deckung von 17 Jahren ohne Einnahmen bis zum Rentenalter deutlich mehr als einen Puffer. Die Skala, die Vermögen vom Tagesverdiener bis zum Fabrikbesitzer mit zwanzig Angestellten ordnet, bricht zusammen, sobald Zahlen eingesetzt werden.

Vom Geringverdiener zum Fabrikbesitzer: Eine Skala mit zu vielen Lücken

Der ursprüngliche Ansatz ordnet neun Stufen: vom Arbeitslosen oder Selbstständigen mit prekären Einkünften bis zum internationalen Bankier, über den Geringverdiener, der seine Hypothek bis zur Rente zahlt, den 2.000-Euro-Verdiener mit abbezahlter Wohnung, denjenigen, der eine zweite Immobilie für Mieteinnahmen hinzufügt, oder den Besitzer eines Chalets mit mehreren vermieteten Gewerbeobjekten. Die häufigste Kritik lautet, dass die Skala **oben überladen und unten dünn ist**: Der Großteil der Bevölkerung konzentriert sich auf die ersten beiden Stufen, und zwischen der zweiten und dritten klafft eine Lücke, die der Lohnrealität nicht entspricht.

Manche vertreten die Ansicht, dass Immobilienbesitz jenseits des Eigenheims eine mittelmäßige Investition sei, besonders wenn sie mit einer Hypothek statt durch Kapitalauflösung finanziert wurde. Geld, so ihr Argument, arbeite besser in liquiden und diversifizierten Anlagen. Dem steht das Gegenargument entgegen: In Spanien war die Immobilie historisch das rentabelste Asset, und die Reinvestition darin ist kein Kaprice, sondern eine tief verwurzelte Gewohnheit.

Wie viel braucht man, um mit 50 nicht mehr zu arbeiten?

Die vollständige Berechnung, Posten für Posten aufgeschlüsselt, macht das Gespräch interessant. Ein Vermögen von **1,2 Millionen Euro** erzeugt passive Einkünfte von knapp über 2.000 Euro monatlich; steigen die Ausgaben auf 5.000 Euro —Hypothek, Kinder, Alter, Pflegeheim— ist das Defizit offensichtlich. Bei höherem Risiko erreichen diese Renditen 3.500 Euro, immer noch zu wenig. Die zwingende Schlussfolgerung: Mit Familie und ohne Arbeit braucht man **rund 2 Millionen Euro** gut investiert, und selbst das reicht nicht aus, wenn die Kinder im Ausland studieren wollen. In Barcelona explodiert die Zahl auf 5 Millionen Euro.

Die Rente kommt ins Spiel wie ein makabrer Witz: 100 Euro zukünftiges Renteneinkommen für jene, die nicht genug eingezahlt haben. Und die Unterstützung für Über-52-Jährige erscheint als Rettungsanker, obwohl bezweifelt wird, ob sie zum Leben in einer Stadt reicht und gekürzt wird, falls Ersparnisse, Aktien oder Fonds entdeckt werden.

Scheidung und Alter: Die zwei Faktoren, die niemand in die Tabelle aufnimmt

Bei der Hälfte der beschriebenen Vermögen kreuzt sich eine hohe Wahrscheinlichkeit für Scheidungen, Ausgleichszahlungen und Kinder, die erst mit fast dreißig ausziehen. Die zweite Wohnung „für alle Fälle“ hört auf, eine Investition zu sein, und wird zur Versicherung gegen Trennung. Und der Beamte mit sicherer Stelle und investiertem Geld erweist sich als das einzige Profil, das sich einen unbezahlten Urlaub leisten kann, ohne bankrott zu gehen.

Den Abschluss bildet die verstörende Tatsache: Wer mit 40 nennenswerte Vermögenswerte hat —ein aufgebautes Ingenieurbüro, eine Privatpraxis neben dem öffentlichen Dienst, ein eigenes Unternehmen— arbeitet mit 50 weiter wie verrückt. Niemand mit 2 Millionen Euro sagt basta. Die Vermögensskala misst keine Freiheit; sie misst, wie lange man weiter rudert.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (25 Antworten).

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