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Spanien: Verfallene Kirche gehört dem Erzbistum Burgos, Dorf soll Restaurierung zahlen
Die Kirche von Hiniestra verfällt, und die Restaurierungskampagne bittet die Dorfbewohner um Spenden. Der Eigentümer ist jedoch das Erzbistum Burgos. Soll das Dorf dafür zahlen?
Die Kampagne, die Gelder für die Restaurierung der Kirche von Hiniestra sammelt, verschweigt ein unangenehmes Detail: Das Gebäude ist Privateigentum des Erzbistums Burgos.
Die Initiative „Rettet die Kirche von Hiniestra" ist mit Dringlichkeit angetreten: Das Gotteshaus zerfällt und braucht kostspielige Maßnahmen. Doch bei der Frage nach der Eigentümerschaft gibt es eine Überraschung: Die Kirche ist weder kommunal noch gemeindlich, sondern Eigentum des Erzbistums Burgos. Ein Detail, das die Geschichte verändert.
Abwesender Eigentümer, Bürgerbörse
Während die Dorfbewohner Unterschriften und Spenden sammeln, stellt sich immer dieselbe Frage: Warum übernimmt der Eigentümer nicht die Kosten? Das Erzbistum ist als Eigentümer eines einstürzenden Gebäudes eingetragen, doch eine institutionelle Reaktion bleibt aus. Kein Einzelfall: In Spanien gibt es hunderte geschlossene Kirchen ohne Gottesdienst, deren Unterhalt niemand bezahlen will.
Keine Priester, keine Nutzung, hohes Risiko
Selbst wenn die Restaurierung gelänge, entstünde ein weiteres Problem. Viele dieser Gebäude sind entweiht oder werden nicht mehr religiös genutzt. Im Bistum León etwa ist der Mangel an Geistlichen so groß, dass eine sanierte Kirche anschließend Kosten für Bewachung und Reparaturen nach Diebstählen oder Bränden verursachen würde. Eine Falle: Das Gebäude retten, nur damit es zur ewigen Last wird.
Der Fall Hiniestra veranschaulicht ein wiederkehrendes Paradox: Das kirchliche Erbe verfällt, und als Lösung wird eine Volkssammlung angeboten. Doch wenn der Eigentümer eine Institution mit Mitteln ist — das Erzbistum —, wirkt der Gestus eher wie eine Verantwortungsverschiebung als wie nachbarschaftliche Solidarität.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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