Eldiario.es, die Mumie und die Kunst, Daten zu verschweigen

Kritik an eldiario.es wegen des Weglassens des Datums einer Mumie und seiner einseitigen Berichterstattung über den Kunstraub von Sijena. Journalismus oder Propaganda?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Eldiario.es, zwischen der Mumie ohne Datum und der virtuellen Propaganda

Der neueste Artikel von eldiario.es über eine korrifizierte Mumie, die auf dem Friedhof von Espinardo (Murcia) gefunden wurde, hat die Debatte über die Qualität seines Journalismus neu entfacht. Der Text, verfasst von einem Redakteur des Mediums, beschreibt den Fund als außerordentlich —nur sieben solche Fälle weltweit seit 1950— lässt aber ein kleines Detail aus: das Datum der Mumie. Weder wann sie gefunden wurde noch aus welcher Epoche sie stammt. Der Leser erfährt nicht, ob es sich um einen vorrömischen Überrest oder die Leiche einer Großmutter aus der Zeit des Übergangs zur Demokratie handelt. Der Friedhof, auf dem sie auftauchte, wurde 1887 eröffnet, was darauf hindeutet, dass der Körper modern ist, doch der Artikel klärt das nicht auf.

Das Problem ist nicht nur die Mumie

Es ist kein Einzelfall. Wer eldiario.es verfolgt, beklagt ein Muster: Seine Journalisten seien "Angestellte des Propagandaministeriums", so ein skeptischer Analyst. Der einseitige Blickwiederholt sich bei anderen Themen, etwa dem Kunstraub aus dem Kloster Sijena. Laut Kritikern hat das Medium Reportagen veröffentlicht, die die Schäden durch die republikanischen Milizionäre verharmlosen und die Haltung der Generalitat de Catalunya verteidigen, die sich weigert, die beschlagnahmten Werke trotz Gerichtsurteilen an die Junta de Aragón zurückzugeben. Konkret schlug ein Artikel von El País —den eldiario.es zitierte— vor, die Fresken virtuell mit 3D-Brillen zu betrachten, ohne zu erwähnen, dass die Originale 1936 verbrannt wurden.

Die redaktionelle Linie als Grenze

Kritiker behaupten, dass eldiario.es einen ideologischen Filter anlegt, der die Information verzerrt: vom Vermeiden des Wortes "Provinz", weil man es als "faschistisch" betrachtet, bis zur Verteidigung von Figuren wie Leire Díaz, einer Journalistin, die wegen ihrer Verbindungen zur Regierung in die Kritik geraten ist. Das Fehlen konkreter Daten in dem Mumien-Artikel —ohne Zeitangaben oder historische Epoche— ist für viele ein Symptom einer Redaktion, die die Parole über die Sorgfalt stellt. Währenddessen veröffentlicht das Medium weiter, und seine Kritiker zeigen weiter mit dem Finger. Die Frage, die in der Luft hängt: Wie lange hält der Parteienjournalismus noch durch, bevor die Leser woanders nach dem Datum einer Mumie suchen?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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