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Spanien und Marokko: Migration und Handel als Druckmittel
Die komplexe wirtschaftliche Beziehung zwischen Spanien und Marokko, geprägt von Migration, Handelsabkommen und Geopolitik. Verstehen Sie die Hintergründe dieses Konflikts.
Die wirtschaftliche Beziehung zwischen Spanien und Marokko ist ein Minenfeld, in dem Migration, Handelsabkommen und Geopolitik ineinandergreifen und ständige Spannungen erzeugen.
## Der Hintergrund einer angespannten Beziehung
Die Beziehung zwischen Spanien und Marokko verlief nie reibungslos. Blickt man zurück, so dienten bestimmte Episoden, etwa die Krise um die Insel **Perejil** im Jahr **2002**, dazu, die Reaktion Spaniens zu testen. Damals versuchte Spanien, sich fest zu zeigen, während die PSOE (sozialistische Partei) diese Haltung lächerlich zu machen versuchte. Im Rückblick wirkt dieses Vorgehen fast makellos – man könnte sogar sagen, es blieb dahinter zurück.
Später wurde die **11M**-Anschlagsserie von **2004** von manchen als Akt hybrider Kriegsführung interpretiert, orchestriert aus Marokko, mit wahlpolitischen Motiven und als Vergeltung. Der Verdacht einer Beteiligung interner und externer "schmutziger" Netzwerke an diesem Ereignis besteht. Die Reaktion damals war null, vor allem wegen der Haltung der PSOE als Aushängeschild der "Nein zum Krieg"-Bewegung und weil sie politisch von der Lage profitiert hatte.
## Handelsabkommen und die "Schmiermittel-Diplomatie"
Danach war von einer Phase des "Flirtens" und vorteilhafter Handelsabkommen zwischen der PSOE und Marokko unter **Mohamed VI.** die Rede. Diese Abkommen sollen Verträge für spanische Unternehmen im Austausch gegen Zugeständnisse beinhaltet haben; untersucht wurde eine mögliche Beteiligung von Netzwerken nahe der Regierung **Zapateros**.
Während der Amtszeit von **Rajoy** kam es zu neuen Anschlägen, die "gestörten" Einzeltätern zugeschrieben wurden, etwa dem von **Barcelona**. Rajoyts Regierung wollte der Sache nicht tiefer nachgehen, wohl wissend um die geopolitische Bedeutung Marokkos als strategischer Verbündeter der **USA** in Afrika.
## Die Gegenwart: Unterwerfung und Eskalation
Mit dem Amtsantritt der Regierung von **Pedro Sánchez** wurde eine stärkere Unterwerfung wahrgenommen, gekennzeichnet durch den Einsatz von Spionagesoftware wie **Pegasus** und das Wirken von "Verschwörern". Wunderbarerweise hörten die Anschläge auf, und es kam zu einer radikalen Wende in der Außenpolitik mit der Anerkennung Westsaharas und dem Bruch mit **Algerien** mitten in der Energiekrise.
Sogar das Eingreifen von **Podemos** wurde als Hindernis genannt, das Marokko durch die Entsendung von Migranten an die Zäune von Ceuta beseitigte. Die jüngste Massenankunft von Migranten in **Ceuta** (**70.000** Personen im wehrpflichtfähigen Alter) nach einer Annäherung an Algerien wurde als neuer Druck interpretiert. Marokko nutzt Migration, Anschläge, die Frage Ceuta und Melilla sowie die Abkommen mit der EU als Druckmittel.
## Die Zukunft: Spannungen und mögliche Konsequenzen
Der Aufstieg von **VOX** und seine Benennung Marokkos als Feind, zusammen mit der weitverbreiteten Unzufriedenheit in Spanien, könnte das Bild verändern. Man erwartet ein stärkeres Verlangen nach Konsequenzen und ein wachsendes Bewusstsein für die Bedrohung, die von Marokko ausgeht – unabhängig von der Unterstützung durch die **USA**.
Ein Anstieg der Spannungen wird vorhergesagt, mit der Möglichkeit neuer Anschläge und einer schrittweisen Eskalation der Beziehungen, deren Ausgang ungewiss ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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