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Spanien spielt jetzt in Marokkos Liga. Und manche halten uns noch immer für entwickelt
Zwei Bahnunglücke in weniger als einem Jahr haben Tote und zerrissene Familien hinterlassen. Die Fragen nach Sicherheit und politischer Verantwortung bleiben unbeantwortet.
Zwei Bahnunglücke in weniger als einem Jahr haben Tote und zerrissene Familien hinterlassen, und kein Politiker hat Konsequenzen für das Management des Systems getragen. Die eigentliche Frage lautet: Was muss geschehen, damit politische Verantwortung wirklich existiert?
Die Sicherheit einer Infrastruktur misst sich nicht an den Kilometern, die ein Minister vor laufenden Kameras einweiht. Sie misst sich daran, wie das Netz instand gehalten wird, wie es überwacht wird und was passiert, wenn etwas schiefgeht. In Spanien gab es in weniger als einem Jahr zwei Bahnunglücke mit Toten und zerrissenen Familien. Und die verantwortlichen Politiker bleiben im Amt, als wäre nichts passiert.
## Zwei Unglücke und keine politische Verantwortung
Das Verkehrsministerium leitet **Óscar Puente**. Unter seiner Aufsicht steht das Bahnsystem, das diese zwei Unglücke in weniger als zwölf Monaten verzeichnet hat. Man muss nicht beweisen, dass ein Minister persönlich einen Unfall verursacht hat, um ihn für das Management des ihm unterstehenden Systems zur Verantwortung zu ziehen. Dafür gibt es politische Verantwortung. Oder sollte es zumindest.
Das Problem ist nicht nur technisch. Es ist institutionell. Ein Land, das nach Tragödien dieses Ausmaßes keine Rechenschaft fordert, hat ein Problem, das über einen schlechten Minister oder einen einzelnen schlechten Manager hinausgeht.
## Der Vergleich mit Marokko und der AVE-Schein
Marokko hat weniger Einkommen und weniger Ressourcen als Spanien. Aber niemand sollte als selbstverständlich annehmen, dass Spanien seine Bahnen besser verwaltet, nur weil es der **Europäischen Union** angehört. Sicherheit beweist sich durch Ergebnisse, nicht durch Fähnchen oder Ministerreden.
Spanien gilt in internationalen Berichten weiterhin als entwickelte Volkswirtschaft. Das macht es noch lange nicht zur Schweiz. Ein Land, das nach zwei tödlichen Unglücken in weniger als einem Jahr keinerlei Rechenschaft ablegt, hat ein institutionelles Problem, das eher an ein Entwicklungsland erinnert als an eine gefestigte Demokratie.
## Die Abschottung der politischen Klasse
Das Groteskste ist nicht, dass Spanien bei bestimmten Symptomen schlechter Regierung näher an Marokko rückt. Wirklich grotesk ist, dass Spanien immer noch verkauft wird, als wäre es die Schweiz. Die politische Klasse scheint gegen die Folgen ihres eigenen Handelns abgeschottet. Und das, mehr als die Gehälter, ist das eigentliche Symptom der Unterentwicklung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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