Spanien: Sánchez kündigt staatliche Kredite für Hauskäufer an

Die spanische Regierung genehmigt öffentliche Kredite von bis zu 50.000 Euro bei 0 % für die Eigenkapitalanlage und verlängert Mietverträge bis 2028. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Regierung von Pedro Sánchez hat ihre beiden Wohnungsgesetze wiederbelebt – mit einer öffentlichen Kreditlinie von bis zu 50.000 Euro bei 0 % für den Immobilienkauf und neuen verpflichtenden Verlängerungen für Mietverträge. Die Maßnahme soll den Zugang zu Wohnraum erleichtern, doch Experten warnen, dass die Zuführung von Geld auf einem Markt mit Angebotsmangel die Preise noch weiter in die Höhe treiben könnte.

Der Ministerrat hat die beiden Königlichen Gesetzesverordnungen zum Wohnungswesen erneut verabschiedet, die der Kongress am vorherigen Freitag abgelehnt hatte. **Pedro Sánchez** verteidigte die Maßnahme mit einem Satz, der seine Haltung zusammenfasst: «Es ist zwingend erforderlich, in den Wohnungsmarkt einzugreifen». Die Texte behalten den Kern der gescheiterten Vorlagen bei und enthalten Neuerungen, darunter eine öffentliche Finanzierungslinie für Käufer und verschärfte Regeln für Vermieter.

## 0-%-Kredite für die Eigenkapitalanlage

Das Programm heißt **«Tu Casa»** und besteht aus einem öffentlichen Kredit für den Kauf der ersten Wohnung oder des ersten Hauses, der Bürgern jeden Alters offensteht. Der Mechanismus finanziert bis zu **20 % des Immobilienwerts**, maximal **50.000 Euro**, bei einem Zinssatz von **0 %** und ohne Gebühren. Die Laufzeit kann **zehn Jahre** betragen und sieht eine tilgungsfreie Zeit vor, die bis zur Dauer der privaten Hypothek reichen kann, begrenzt auf **30 Jahre**.

Die offizielle Logik lautet, dass öffentliches Geld denen helfen soll, die das Eigenkapital nicht aufbringen können. Das Problem, so die Analysten, ist, dass auf einem Markt mit Wohnungsmangel eine Erhöhung der Kaufkraft durch öffentliche Finanzierung die Nachfrage steigern kann, ohne automatisch auch nur eine einzige zusätzliche Wohnung zu schaffen. Mit anderen Worten: Mehr Geld, das denselben Wohnungen nachjagt, führt in der Regel zu höheren Preisen.

## Verlängerte Mietverträge und endlose Verträge

Während der Regierungschef den Käufern Kredite erleichtert, verschärft die Regierung die Regeln für Vermieter. Das erste Gesetz verlängert die Verträge für zahlungswillige Mieter um **zwei Jahre**, bis zum **31. Dezember 2028**. Das zweite legt fest, dass die Verlängerung nach Ablauf der vertraglichen Mindestlaufzeiten fortlaufend verlängert werden kann, wenn keine der Partei ihren Wunsch mitteilt, nicht fortzufahren.

In der Praxis führen die Mietverträge damit nahezu zu einer unbefristeten Dauer – ein Modell, das an die sogenannte Altmiete erinnert. Für den Eigentümer wird es schwieriger, seine Wohnung zurückzubekommen: Gibt es keine förmliche Kündigung einer der Parteien, läuft der Vertrag weiter. Vermieter warnen, dass dies den Anreiz verringert, Wohnungen zur Miete anzubieten, was das Angebot mittelfristig weiter schrumpfen lassen könnte.

## Die Wirkung von Geldspritzen dort, wo das Angebot fehlt

Die Kombination beider Maßnahmen birgt ein Paradox: Einerseits wird die Kaufnachfrage durch günstige Kredite angekurbelt, andererseits wird das Mietangebot durch verpflichtende Verlängerungen gedämpft. Steigt die Nachfrage und wächst das Angebot nicht, ist das vorhersehbare Ergebnis eine Verteuerung sowohl beim Kauf als auch bei der Miete.

Kritiker der Maßnahme argumentieren, das eigentliche Problem sei nicht der Mangel an Finanzierung, sondern der Mangel an Bauland und neuem Wohnraum. Ohne mehr zu bauen, verflüchtigt sich jede Nachfraghilfe in höheren Preisen. Die Regierung hingegen besteht darauf, dass der Eingriff notwendig ist, um Mieter zu schützen und den Zugang zur ersten eigenen Wohnung zu erleichtern.

## Die wichtigsten Punkte

- **Öffentlicher Kredit von bis zu 50.000 Euro bei 0 %** für die Eigenkapitalanlage der ersten Wohnung, maximal 20 % des Immobilienwerts.
- **Laufzeit von bis zu zehn Jahren** und tilgungsfreie Zeit von bis zu 30 Jahren, gekoppelt an die private Hypothek.
- **Verlängerung um zwei Jahre** für Mieter ohne Zahlungsrückstände, bis zum 31. Dezember 2028.
- **Fortlaufende Verlängerung** von Mietverträgen, wenn keine Partei eine Beendigung mitteilt.
- **Pedro Sánchez** verteidigt: «Es ist zwingend erforderlich, in den Wohnungsmarkt einzugreifen».

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (2 Antworten).

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