Spanien gegen Kadyrow: Von 24 Stunden bis zu hundert Jahren

Die Debatte über eine hypothetische Invasion Spaniens durch Kadyrows Truppen reicht von 24 Stunden Widerstand bis zu einem Jahrhundert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanien gegen Kadyrow: Von 24 Stunden bis zu hundert Jahren
Spanien gegen Kadyrow: Von 24 Stunden bis zu hundert Jahren

Das Szenario hat bereits eine Antwort, und die ist alles andere als eindeutig. Ramzan **Kadyrow** und seine tschetschenischen Einheiten rücken mit Panzern in Spanien ein, erreichen die Puerta del Sol und halten eine Kundgebung vor dem Moncloa-Palast ab. Auf dieser Annahme – ohne Flotte, ohne Datum und ohne bekannten Plan – ist im Forum eine Diskussion entbrannt. Die Zeitspanne reicht von **24 Stunden** bis zu **hundert Jahren**, wobei Antworten auch ein „nie“ enthalten. Wenn eine Vorhersage Größenordnungen auseinanderliegt, wird hier nicht mehr die Invasion gemessen.

Wie lange würde eine tschetschenische Armee brauchen, um die Puerta del Sol zu erreichen?

Die Schätzungen reichen von 24 Stunden bis zu hundert Jahren, und keine stützt sich auf eine logistische Berechnung. Eine Gruppe behauptet, **eine Woche** wäre das Maximum. Eine andere erinnert daran, dass Spanien im Imaginär einiger Antworten gegenüber Marokko nicht viel länger durchhielt und nach **24 Stunden** erledigt wäre. Am anderen Ende des Spektrums argumentiert man, wenn das ärmste Land Europas länger durchgehalten hat als erwartet, würde die Uhr hier auf **hundert Jahre** springen. Dazwischen taucht der Faktor der sozialen Ingenieurskunst auf: Manche berechnen, dass die Neuankömmlinge in fünf Jahren so wären wie wir. Die häufigste Antwort ist jedoch ein „nie“ mit offenem Datum.

Das militärische Argument: Gebirge, schnelle Nachladung und erstklassige Infanterie

Die optimistischste Berechnung für die Verteidiger stammt nicht aus einem Generalstab, sondern aus Vergleichen von Amateuren. „Um dir eine Vorstellung zu machen: Der Spanier lädt zweimal so schnell nach wie der Amerikaner“, behauptet einer der meistzitierten Beiträge, der die nationale Infanterie auf dem Niveau der israelischen sieht. Die Geografie spielt in dieser Lesart eine Rolle: **Die Ukraine ist fast vollständig eine Ebene**, während Spanien ein gebirgiges Land ist, mit historischen Bezügen von Viriatus bis zur französischen Invasion. Einige graben das Zeugnis eines französischen Generals jener Kampagne aus, einem Veteranen des Guerre de l'Espagnol, über den Unterschied zwischen dem Kampf mit Spaniern und dem Kampf gegen sie.

Der Einwand kommt schnell und von der Gegenseite. Wenn der Invasor **die Luftherrschaft** erringt, wird die Überlegenheit am Boden nebensächlich: „In dem Moment, wo sie den Himmel gesichert haben, ist es ein Fleischwolf“, fasst eine Antwort zusammen, die auch daran erinnert, dass diese Kämpfer seit Generationen Krieg führen. Eine andere Antwort schließt es direkt ab: Eine Berufsarmee hätte mit diesen Einheiten kein großes Problem.

Die Tschetschenen, die bereits in der Ukraine kämpfen: Das Video passt nicht zur Bedrohung

Hier verliert das Szenario an Kraft. Die jüngere Geschichte dieser Einheiten umfasst laut mehreren Antworten Aufnahmen von Schüssen auf leere Gebäude und intensive Inszenierung. „Kadyrow und die TikTok-Tschetschenen? Die, die auf leere Häuser schießen?“, fasst ein Beitrag zusammen. Ein anderer fügt hinzu, dass sie eine Attrappenstreitmacht sind und eine Berufsarmee kein Problem damit hätte. Und ein drittes Urteil: Wenn sie das ärmste Land Europas nicht besiegen konnten, dehnt sich der Countdown für Spanien von selbst. Die öffentliche Diskreditierung des tschetschenischen Führers unter denen, die den Konflikt verfolgen, gilt als sicher.

Die These vom weichen Spanien: Vier Jahrzehnte und eine verbürgerlichte Gesellschaft

Die pessimistischste Strömung diskutiert nicht die Orografie: Sie diskutiert die Menschen. **Vierzig Jahre** eines bestimmten politischen Modells sind in dieser Lesart der Grund, warum das Land keine Reaktionsfähigkeit mehr hat, und das kampfbereite Spanien, das der französischen Invasion widerstand, gilt als ausgestorben. Die am häufigsten wiederholte Diagnose ist die einer **verbürgerlichten Gesellschaft**, die es gewohnt ist, Konflikte mit einer Anzeige zu lösen und nicht mit den Händen. Bei einem Raubüberfall mit Waffe ist die in diesen Antworten vorhergesehene Reaktion die Flucht. Außerdem wird daran erinnert, dass im Nachbarlandkonflikt junge Leute Grenzen überquert haben, um nicht mobilisiert zu werden.

Dem gegenüber verteidigt eine andere Linie das Gegenteil: Dass die Militarisierung des Alltags nicht die Belastbarkeit eines Landes misst und die Unterschätzung der Bevölkerung der klassische Fehler ist. Eine Nachricht fasst es mit Sarkasmus zusammen: Warum sollten sie Panzer wollen, wenn **LKW** zum Abtransport von Waschmaschinen und Fernsehern völlig ausreichen?

Von der Guerilla gegen die Franzosen zur Blauen Division: Die zitierten Präzedenzfälle

Das historische Argument funktioniert in beide Richtungen. Einige erinnern daran, dass die Franzosen Spanien ebenfalls als verfallenes Land sahen, mit einer erbärmlichen Führungsschicht und einer desorganisierten Bevölkerung, und dass der Triumphzug in jahrelange Abnutzung endete. Andere beschwören den Respekt herauf, den die Blaue Division (spanische Freiwilligen-Einheit) nach mehreren Antworten bei den deutschen Kommandeuren durch ihr Verhalten im Kampf geweckt hat. Und eine dritte Linie zielt auf den zivilen Widerstand: Es wird behauptet, dass spanische Frauen sich bereits den französischen Truppen widersetzt haben, als sie Gelegenheit dazu hatten, und es mit jedem Invasor genauso tun würden.

Die fünfte Kolonne und die Wendung der Diskussion hin zur Loyalität

Die Sache driftet gegen Ende in eine Diskussion über Loyalitäten. Es wird behauptet, dass es eine **fünfte Kolonne** gibt, die sich auf die Seite des Invasors schlagen würde, sowie Sympathien für Moskau, die stark genug sind, ein Z auf eine Tür zu malen. Die Gegenreaktion lässt nicht auf sich warten: Dieses prorussische Salon-Gelaber lebt vor allem im Internet, und sein Ruf ist so schlecht, dass manche eine Operation vermuten, um eine Seite schlecht darzustellen. Der Verdacht stützt sich auf keinen Beweis.

Mit der Geografie gegen sie, einer wenig glanzvollen jüngeren Geschichte und einer Bevölkerung, die sich weder mobilisiert noch glaubt, Gründe dafür zu haben, bleibt die Eroberung Spaniens durch Kadyrow und seine Männer vorerst ein rhetorisches Übungsensübung. Sollte es jemals aufhören, eins zu sein, wird die Uhr nicht von der Armee gestellt: Sie wird vom Fernsehen gestellt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (241 Antworten).

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