Spanien: Galp gibt nur 5 Cent einer 30-Cent-Steuersenkung weiter

Ein Autofahrer behauptet in einem Forum, die spanische Regierung senke die Kraftstoffsteuern um 30 Cent, Galp gebe aber nur 5 weiter. Die Aufschlüsselung von Mehrwertsteuer und Mineralölsteuer und…

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Spanien: Galp gibt nur 5 Cent einer 30-Cent-Steuersenkung weiter
Galp gibt 5 Cent einer Steuersenkung von 30 Cent weiter

Die spanische Regierung senkt die Steuern auf Benzin um 30 Cent, doch Galp gibt laut einem Teilnehmer des Threads nur eine Senkung von 5 Cent an die Verbraucher weiter. Zumindest an den Tankstellen, die ein Autofahrer beobachtet hat, denn anderswo kam die Anpassung später und über den Wettbewerb. Die Abfolge, Schritt für Schritt in einem Verbraucherforum erzählt, ist fast ein Lehrbuch dafür, wie ein lokales Oligopol erst das Terrain testet, bevor es nachgibt: zuerst die symbolische Bewegung, dann die Korrektur, erzwungen von den Low-Cost-Tankstellen nebenan.

Was mit der Steuersenkung geschah und warum sie nie vollständig ankam

Die Aufschlüsselung brachte ein Teilnehmer mit Taschenrechner auf den Tisch: Die Mehrwertsteuer, die 42 Cent ausmachte, wurde halbiert, also um 21 Cent. Dazu kommt die Senkung der Mineralölsteuer, 4 Cent bei Diesel und 12 bei Benzin. Insgesamt hätte Diesel also um 25 Cent fallen müssen. Gefallen ist er nur um 15. Die fehlenden zehn blieben unterwegs hängen, a la buchaca (in der eigenen Tasche), wie es im Thread immer wieder heißt.

Benzin spürte dagegen die Senkung der Mineralölsteuer um 12 Cent etwas stärker, zusätzlich zur Mehrwertsteuer. Autogas machte, was es wollte: Die Repsol-Autogás-Station an der Méndez Álvaro bewegte ihren Preis nicht, obwohl die Mehrwertsteuer halbiert worden war. Die geteilte Schlussfolgerung: Die Steuersenkung geht direkt in die Margen von Groß- und Einzelhändlern.

Wann tritt die Mehrwertsteuersenkung für Kraftstoffe in Kraft?

Seit 00:00 Uhr am Sonntag, den 1. März gelten die neuen Abgabepreise für die wichtigsten Kraftstoffe, nach der offiziellen Entscheidung zur Preissenkung. Die Maßnahme wurde per Dekret beschlossen und gilt bereits landesweit, so die Information aus der Diskussion. Das Datum ist wichtig, weil es die Verzögerung erklärt: Manche argumentieren, eine Tankstelle, die vor der Senkung Ware eingekauft hat, müsse teurer verkaufen, bis sie die nächste Lieferung bestellt, und in der Folgewoche würden die Preise sinken.

Der Praxisfall: 5 Cent bei Sonnenaufgang, 21 am Mittag

Das meistzitierte Beispiel ist eine Markentankstelle, die mit einer lächerlichen Senkung von 5 Cent in den Tag startet und 25 Cent einstreicht. Es ist die erste Bewegung, das Austesten des Marktes. Mal sehen, ob es durchgeht. Aber diesmal reagiert der Markt: Die Low-Cost-Anbieter senken wirklich, und andere Marken, vermutlich durch den lokalen Wettbewerb gezwungen, passen ebenfalls stärker an. Mittags korrigieren sie. Sie senken weitere 21 Cent. Nicht aus Güte, sondern weil sie ertappt wurden, wie sie eine obszöne Differenz einstreichen.

Die Anekdote, die den Kreis schließt: Dieselbe Tankstelle meldete ihre Preise ab dem 20. nicht mehr für die Online-Abfrage. Für manche Grund genug, über den Verbraucher vom Markt gedrängt zu werden. Wenn die Kunden in der Gegend nicht wettbewerbsorientiert einkaufen, werden diese Herrschaften weiter ungestört ihr Ding durchziehen.

Der echte Benzinpreis: Markt oder buchhalterische Fiktion?

Hier spaltet sich die Analyse in zwei Lager. Eine Richtung hält die heutigen Benzinpreise für fiktiv: Die Vorräte der Tankstellen bestehen aus Kraftstoff, der zu Preisen nahe 70 eingekauft wurde, und niemand weiß, was ein Liter wert ist, bis die Vorräte wieder aufgefüllt werden. Das Gleichnis: ein Kilo Kartoffeln bei vollem Vorratsschrank und einem neuen Schädling, der den Anbau drei Jahre lang verhindert. Nach dieser Logik ist es genauso willkürlich, 2 Euro zu verlangen wie 1,50 oder 7.

Die bodenständigste Antwort kommt von der anderen Seite: Es ist kinderleicht, den Preis zu erfahren, man geht zu irgendeiner Tankstelle, und er steht auf großen Leuchtschildern. Es gibt keinen versteckten Preis. Und der Mechanismus ist der alte: Warum sollte ich für 1 verkaufen, wenn ich für 3 verkaufen kann. Das ist Kapitalismus, mit oder ohne Steuersenkung.

Wo der Wettbewerb funktioniert und wo ihn der Betreiber schluckt

Die geografische Nuance hat die größte Tragweite. In Städten mit sechs oder mehr Tankstellen und Billigmarken diszipliniert der Markt die Preise: Es gibt Gegenden mit Benzin zu 1,46, Low-Cost zu 1,47, 1,479, 1,509, Diesel zu 1,69 oder 1,67 je nach Tag. In ländlichen Gegenden und an Autobahnen, mit ein, zwei Tankstellen auf 30 Kilometern und ohne Low-Cost-Druck, behält der Betreiber die Differenz. 20 % der Bevölkerung lebt in Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern, und dort sind die Optionen begrenzt.

Das Gegenargument lässt nicht lange auf sich warten: Die allermeisten Spanier haben Dutzende Tankstellen in zehn Autominuten Entfernung, und Madrid ist von Dörfern umgeben. Dass die Senkung je nach lokaler Struktur unterschiedlich ankommt, ist kein Problem, sondern das normale Funktionieren des Marktes. Die Besessenheit von der Gleichheit führt zu inkohärenten Extremen.

Steuern senken reicht nicht: Das Wie zählt

Der stärkste technische Einwand des Threads ist dieser: Als die Regierung 2022 die 20-Cent-Pro-Liter-Entlastung einführte, dokumentierte die CNMC (die spanische Kartellbehörde), dass Tankstellen 2 bis 5 Cent dieser Senkung einbehielten, selbst in städtischen Gebieten mit Wettbewerb. Der Pass-through liegt selbst in Madrid nicht bei 100 %. Nicht wegen eines Kartells, sondern weil die Preisanpassung dauert und die Betreiber ihre Margen optimieren.

Daher der Gestaltungsvorschlag: Wenn die Senkung als direkte Kürzung der Mineralölsteuer statt als Mehrwertsteuer-Senkung erfolgt, die die Zapfsäule auf dem Beleg ausweisen muss, bleibt dem Betreiber Spielraum, einen Teil einzubehalten. Wie die Maßnahme umgesetzt wird, ist genauso wichtig wie die Senkung selbst. Der Gegenvorschlag ist einfacher: Beide Steuern abschaffen und dafür sorgen, dass Benzin tendenziell die Hälfte kostet. Wenn ein Betreiber versucht, alles beim Alten zu lassen, wird der Wettbewerb das schon richten.



Angesichts dieser Differenzen drängt sich die Schlussfolgerung auf: Die Steuersenkung kommt nur dort an der Zapfsäule an, wo bereits echter Wettbewerb herrschte, und selbst dort zu spät. Überall sonst behält sie der Betreiber. Wenn sich das Muster bei der nächsten Steuersenkung wiederholt, wird die Frage nicht mehr lauten, wie viel die Regierung senkt, sondern wie lange die Tankstelle an der Ecke braucht, um aufzuhören, so zu tun, als hätte sie nichts mitbekommen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (99 Antworten).

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