Fitnessstudio für 25 Euro im Monat: Warum es jeden Abend voll wird

Die Mitgliedschaft im Fitnessstudio kostet rund 25 Euro im Monat, doch die Gründe hinzugehen reichen vom Eisen bis zur Umkleide: Nur einer von zehn Männern würde mit T-Shirt auffallen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Fitnessstudio für 25 Euro im Monat: Warum es jeden Abend voll wird
Das Fitnessstudio: 25 Euro im Monat und eine zunehmend soziale Routine

Warum zahlt ein Mann eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio, die rund 25 Euro im Monat kostet? Die offizielle Antwort lautet: Gesundheit und Aussehen. Die, die man nicht mit Namen unterschreibt, ist eine andere: Eitelkeit, Langeweile, Gewohnheit und der Wunsch, nicht zu Hause zu sein. Das Fitnessstudio ist nicht mehr jener Keller für vier Sonderlinge, die Bierhefe nahmen, sondern zur normalisierten Gewohnheit geworden. Laut der am häufigsten zitierten Rechnung geht jeder zehnte Mann ins Fitnessstudio, und von diesen zehn geht nur einer als solcher durch, wenn er ein T-Shirt trägt.

Warum gehen Menschen ins Fitnessstudio?

Die angeführten Gründe sind wenig heldenhaft: aufs Gewicht achten, mit anderen Männern reden, flirten, die Freizeit ausfüllen, sich mit über dreißig als Schwarzenegger, Van Damme oder Stallone vorstellen. Dazu kommt die soziale Trägheit, dieselbe, die dazu führt, dass man wählt, wenn jemand sagt, dass es so weit ist, und ein häusliches Argument, das immer wieder fällt: die Partnerin zu Hause nicht aushalten zu müssen. Irgendwie muss man den Nachmittag füllen, und das kostet 25 Euro im Monat.

Die Liste wird kürzer, wenn jemand Ehrlichkeit verlangt. Es heißt, wer hingeht, um bei Frauen anzukommen, verfolgt die falsche Strategie, denn geschätzt werde – so das Argument – das Geld, das gute Auto, das gute Motorrad und die Großzügigkeit. Am anderen Ende vertritt eine andere Fraktion die Ansicht, dass Kraft die Behandlung verbessert, die man erfährt, berufliche und soziale Türen öffnet und es erlaubt, sich über die Diät hinwegzusetzen, ohne dass der Körper es merkt. Zwei unvereinbare Erzählungen, die im selben Gewichtsraum nebeneinander existieren.

Wie viele gehen ins Fitnessstudio und wie viele sehen so aus?

Die meist wiederholte Zahl ist vernichtend, wenn man sie wörtlich nimmt: Jeder zehnte Mann geht ins Fitnessstudio, und nur jeder zehnte von denen würde seine Arbeit im Kurzarmshirt zeigen. Es ist eine Stammtischrechnung, aber sie fasst eine wiederkehrende Kritik zusammen: viel Kreuzheben und viel Eisen für ein mittelmäßiges ästhetisches Ergebnis. Männer, so heißt es, wissen auch, dass man Beine und Gesäß trainieren muss; wer nur Gewichte hebt, endet mit einer Figur, die niemanden umhaut.

Der Vorwurf fliegt in beide Richtungen. Wer nur Ausdauersport macht, joggen im Park oder Radfahren, bekommt seinen ab: Am Ende, so das Argument, habe man einen schlanken, aber weichen Körper, ein ausgezehrtes Gesicht und beanspruchte Knöchel und Knie. Und es gibt eine dritte Breitseite, die von denen kommt, die das Gesamtbild lächerlich machen: das Fitnessstudio sei reine Show, wer sich extra in Markensportkleidung wirft, mache das nur zur Schau. Umkleiden-Argumente, alle zusammen, und keins mit einer einzigen Zahl dahinter.

Warum ist der Gang ins Fitnessstudio normal geworden?

Vor Jahren war das Fitnessstudio ein Refugium für eine Minderheit. Wer trainierte, bekam alles zu hören: zu viel Körper und zu wenig Kopf, besser das Gehirn trainieren, Kraft bekommst du schon auf dem Feld oder der Baustelle. Nichts davon hält heute stand. Die Gewohnheit ist zum Trend geworden, und die Debatte hat sich gedreht: Jetzt wird diskutiert, warum man hingeht, nicht ob man hingehen sollte. Die häufigste Erklärung ist einfach: Wenn ein Verhalten zur Mehrheit wird, braucht es keine Rechtfertigung mehr.

Die Vorwürfe haben sich vom Trainierenden auf den Nichttrainierenden verlagert. Ein Teil der Meinungen behauptet, mit aller Härte, dass man das Leben in Stärke mehr genießt und dass die Vernachlässigung des Körpers einen sozialen Preis hat: schlechtere Jobs, weniger Dates, schlechtere Behandlung. Es ist eine unbequeme These ohne statistische Belege, aber sie erklärt, warum das Fitnessstudio von der Exzentrik zur zeitgenössischen Umgangsform geworden ist.

Vom Laufband auf den Berg: Ist Training zu Hause besser?

Gegen die monatliche Gebühr gibt es, wer das Wohnzimmer verteidigt: ein Film, eine Dokumentation, ein Hörbuch oder Musik genügen, um die Einheit zu rechtfertigen, ohne Anfahrt und ohne Zeitplan. Andere halten der Sonntagmorgen um acht auf dem Berg für den rundesten Plan, und manche gehen gleich zu Pool und Spa. Und dann gibt es das am wenigsten heroische und vermutlich häufigste Argument: acht Stunden täglich auf einem Bürostuhl, schlechte Kondition und ein Laufband als Ausgleich.

Das Spektrum umfasst auch die Tatami. Wer das Eisen gegen Kickboxing tauscht, verliert nach Ansicht der Befürworter zwar Muskelmasse, gewinnt aber Kraft und Reaktionsfähigkeit. Es ist eine andere Art, dasselbe Ziel zu verstehen: Wer ins Fitnessstudio geht, um in Form zu bleiben, ist niemand Besonderes, verdient aber auch kein sarracena Urteil. Jeder wählt seine Routine, und die des Nachbarn wirkt immer schlechter.

Rad, Landstraße und das Risiko, das niemand bestreitet

Die andere offene Front ist das Fahrrad. Landschaft und Luft im Gesicht sind die Hälfte der Motivation beim Treten, weshalb das Heimtrainer verächtlich angesehen wird: in die Pedale ohne Räder, ohne Horizont, erscheint sinnlos. Aber der Asphalt hat bei den Radfahrern selbst einen schlechten Ruf. Manche haben vor siebzehn Jahren das Radfahren aufgegeben, aus Angst, zwischen Autos zu fahren, und andere behaupten, die Landstraße sei nicht für den Sport da, sondern für den Verkehr.

Die wiederkehrende Alternative sind Berge und Feldwege, sicherer und weniger exponiert. Die eigentliche Diskussion ist keine technische, sondern eine über Risiko: So viel Helm und so viel Licht, der Radfahrer verliert immer gegen eine Tonne Metall. Und das ist keine Hypothese: Jeder, der auf die Landstraße fährt, hat das Auto gesehen, das dort nicht hätte sein dürfen.

Am Ende kostet das Fitnessstudio 25 Euro im Monat, das Laufband ist gratis, wenn man es zu Hause hat, und der Berg auch. Und trotzdem werden jedes Jahr im Januar die Mitgliedschaften verlängert. In der Umkleide muss es wohl etwas geben, das in keiner Statistik auftaucht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (90 Antworten).

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