Spanien: Frauenquote bei Feuerwehr – Betrugsvorwurf

Ein Feuerwehr-Bewerber in Bizkaia (Spanien) hat sein Personenstandsgeschlecht nach dem Transsexuellengesetz geändert und konkurriert um eine Frauenquote – andere Bewerber werfen ihm Betrug vor.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Feuerwehrfrau: Betrug oder Recht?

Ein Bewerber um eine Feuerwehrstelle in Bizkaia konkurriert nach einer Änderung seines Personenstandsgeschlechts auf Grundlage des Transsenstrans um die Frauenquote eines öffentlichen Einstellungsverfahrens – und löst damit bei anderen Bewerbern Betrugsvorwürfe aus.

Die jüngste Ausschreibung von 39 Stellen für Feuerwehrfahrer in **Bizkaia** hat einen Sturm entfacht. Von diesen Stellen waren **vier** für Frauen reserviert – eine Maßnahme, die die Präsenz von Frauen in den Diensten der Brandvorbeugung und -bekämpfung ausgleichen soll, wie es das Gesetz 12/2023 vorsieht. Kern der Sache ist ein **46-jähriger** Bewerber, verheiratet und Vater von Kindern, der sein Personenstandsgeschlecht hat ändern lassen. Nachdem er nun den Großteil der Prüfungen, einschließlich der sportlichen, bestanden hat, liegt er auf den vorderen Plätzen der weiblichen Rangliste – was andere Bewerber dazu veranlasst hat, eine Untersuchung wegen möglichen Betrugs zu fordern.

## Der Kontext von Quoten und Transsenstrans

Die Reservierung von Stellen für Frauen im Einstellungsverfahren der Bizkaiaer Feuerwehr wurde zunächst nicht von allen begrüßt. Viele männliche Bewerber sahen ihre Chancen auf einen öffentlichen Arbeitsplatz durch diese Quoten geschmälert. Die Kontroverse eskalierte, als bekannt wurde, dass einer der Bewerber um einen dieser reservierten Plätze ein befristet beschäftigter Feuerwehrmann in **Gipuzkoa** war, der in der Branche dafür bekannt ist, an anderen Auswahlverfahren als Mann teilgenommen zu haben, ohne eine Stelle zu erhalten. Nach den Vorwürfen anderer Bewerber sei die Geschlechtsänderung eine Strategie, um die Regelungen auszunutzen und in die Feuerwehr aufgenommen zu werden. Das Transsenstrans von 2023, das eine Änderung des Personenstandsgeschlechts ohne ärztliche Gutachten oder Behandlungen erlaubt, ist der rechtliche Rahmen, unter dem diese Änderung erfolgte.

## Betrugsindizien laut den Bewerbern

Die Bewerber, die den Fall gemeldet haben, führen an, dass es „vernünftige und begründete Anhaltspunkte“ für Betrug gebe, wie es Absatz 15 der Ausschreibungsbedingungen vorsieht. Diese Bestimmung erlaubt den Ausschluss von Bewerbern wegen „betrügerischen Verhaltens“ oder Handlungen, die „unlauteren Wettbewerb“ erzeugen. Zu den vorgebrachten Argumenten gehört, dass die Personenstandsänderung erst erfolgte, nachdem er andere Auswahlverfahren als Mann erfolglos durchlaufen hatte. Zudem weisen sie darauf hin, dass der Bewerber an seinem befristeten Arbeitsplatz in Gipuzkoa keine Damenumkleiden genutzt hat und seine Ablehnung von Frauenquoten bei seinen Kollegen bekannt ist. Betont wird, dass es keine Veränderungen in seinem Privatleben oder seinem geschlechtlichen Ausdruck gegeben habe – als Beispiel wird seine Teilnahme an den sportlichen Prüfungen gemeinsam mit der Männergruppe angeführt.

## Das Verfahren der Personenstandsänderung

Die Verabschiedung des Transsenstrans im Jahr 2023 hat die Änderung des Personenstandsgeschlechts erleichtert. Das Verfahren erfordert, wie beschrieben, nur zwei Besuche beim Standesamt. Beim ersten wird die Änderung beantragt und man erhält Erläuterungen zu den rechtlichen Folgen. Anschließend muss man innerhalb von drei Monaten zurückkehren, um den Antrag zu bestätigen. Die Vorschrift verlangt weder ärztliche oder psychologische Gutachten noch hormonelle Behandlungen oder vorherige Operationen, um die Änderung zu vollziehen. Dieses Verfahren wurde von einigen feministischen Vereinigungen kritisiert, die es als anfällig für missbräuchliche Nutzung betrachten.


**4** Stellen für Frauen reserviert im Einstellungsverfahren von **Bizkaia**.
Gesetz **12/2023** zur Förderung der Gleichstellung von Frauen in Notdiensten.
Ein **46-jähriger** Bewerber konkurriert um die Frauenquote.
Das Transsenstrans von **2023** erlaubt die Personenstandsänderung ohne ärztliche Gutachten.
**Gipuzkoa** ist der Ort, an dem der Bewerber als befristet beschäftigter Feuerwehrmann arbeitet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (5 Antworten).

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