Nordkorea baut in Rason weiter fleißig Wohnungen

Ein Tweet zeigt neue Gebäude in Rason, der nordkoreanischen Stadt an der Grenze zu Russland und China. Was hinter all dem Ziegelstein steckt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Nordkorea treibt den Wohnungsbau in Rason konstant voran, seiner Sonderwirtschaftszone im äußersten Nordosten des Landes. Die veröffentlichten Bilder zeigen Neubauten an verschiedenen Stellen der Stadt.

Die städtebauliche Entwicklung von **Rason** sorgt erneut in den sozialen Medien für Aufsehen. Ein Beitrag auf **X** enthält das Zeugnis einer Person, die das Stadtbild der Stadt beschreibt: «Nordkorea baut überall Häuser, errichtet allerlei Gebäude... auf dem gesamten Gebiet wird ohne Pause gebaut». Der Text begleitet mehrere Bilder neuer Bauprojekte an verschiedenen Orten der Stadt.

## Was ist Rason und warum wird dort gebaut

**Rason** ist eine nordkoreanische Stadt mit etwas mehr als **200.000 Einwohnern** im äußersten Nordosten des Landes, an der Grenze zu **China** und **Russland**. Sie fungiert seit **1991** als Sonderwirtschaftszone mit einem Rechtsrahmen, der auf ausländische Investitionen abzielt. Es ist einer der wenigen Orte des Landes, an denen ausländische Unternehmen nach eigenen Regeln operieren dürfen.

Dieser Umstand erklärt einen Teil der Bautätigkeit. Die Stadt dient als Schaufenster und Einfallstor für Projekte mit chinesischem und russischem Kapital, vor allem in Logistik, Verkehr und Dienstleistungen. Die Hafen- und Bahnaktivität der Region ist in den letzten Jahren im Zuge des Handels mit beiden Nachbarn gewachsen.

## Der Wohnungsbau als Konjunkturindikator

Der Bau ist einer der Sektoren, die das nordkoreanische Regime priorisiert, um interne Fortschritte zu zeigen. Die in **Pjöngjang** beschlossenen Fünfjahrespläne enthalten Wohnungsbauziele in verschiedenen Provinzen, auch wenn offizielle Daten selten überprüfbar veröffentlicht werden. In **Rason** ist das sichtbare Bauvolumen größer als in anderen Landesteilen, wegen seiner offenen Natur.

Das eigentliche Problem ist, dass die verfügbaren Informationen fast immer auf Satellitenbildern, Berichten von Besuchern oder vom Regime selbst verbreitetem Material beruhen. Es gibt keine unabhängigen Statistiken, die bestätigen, wie viele Wohnungen fertiggestellt werden und wer sie bewohnt. Auf den Fotos sind neue Gebäude zu sehen; der Rest der Gleichung bleibt unsichtbar.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (4 Antworten).

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