Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spanien, Frankreich und Italien lehnen Koalition im Roten Meer ab
Spanien, Frankreich und Italien verweigern die Beteiligung an der US-geführten Koalition im Roten Meer; Schätzungen zufolge kosteten nächtliche Abschüsse bis zu 40 Millionen Dollar.
Spanien, Frankreich und Italien steigen aus der Koalition im Roten Meer aus
Eine Militäroperation mit dem optimistischsten Namen überhaupt – Prosperity Guardian, der Hüter des Wohlstands – verliert ihre europäischen Partner, während die Angriffe auf Handelsschiffe andauern. Nach den damals verbreiteten Berichten feiern die Angreifer dies auf der Straße. Die von den USA geführte Koalition zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer bricht zusammen: Spanien, Frankreich und Italien hatten die Bitte, sich der Seestreitmacht anzuschließen, abgelehnt. Am 23. Dezember 2023 glich das Bündnis einem Gerüst, dem Teile fehlten, die Washington als selbstverständlich vorausgesetzt hatte.
Wer hält die Operation aufrecht und wer ist abgesprungen?
Die Karte der Unterstützung zeigt mehr Lücken als Einträge. Neben der Absage der drei europäischen Partner lehnten auch Australien, Saudi-Arabien und Ägypten einen Beitritt zur Koalition ab, so die damaligen Zählungen. Die wenigen Zusagen sind bescheiden: Die Niederlande planten die Entsendung von zwei Stabsoffizieren und diskutierten den Einsatz von Schiffen; Norwegen sprach von bis zu zehn Offizieren, ohne Schiffe; Kanada stellte über die Operation Artemis drei Offiziere. Im Grunde nur Papierkram und Telefonate.
Der Rückzug war kein isolierter Affront. Parallel dazu riefen die Huthi-Milizen im Jemen zu Feiern auf, die laut Berichten massenhaft mit palästinensischen Flaggen unterstützt wurden. Die Hintergrundanalyse war unbequem: Die Operation, die den Handelsverkehr garantieren sollte, startete mit weniger Partnern als angekündigt, während der Gegner auf dem Platz feierte.
Braucht man dafür eine Koalition?
Hier scheiden sich die Geister. Eine Strömung argumentiert, dass die USA niemanden für die Aufgaben in der Region brauchen: Wenn sie wollten, könnten sie den Verkehr allein freimachen, und die multinationale Truppe sei reine Kulisse. Eine andere, für Europäer unbequemere Lesart deutet darauf hin, dass hier eine vermeintliche Autonomie europäischer Hauptstädte gegenüber Washington und London verkauft wird, obwohl die strategischen Entscheidungen laut dieser Analyse auf der anderen Seite des Atlantiks fallen.
Das Bemerkenswerte ist, dass beide Lager in einem Punkt übereinstimmen: Das militärische Gewicht der europäischen Partner in dieser Mission ist irrelevant. Mit zwei oder zehn Stabsoffizieren eskortiert man keinen Konvoi. Und wer die wichtigen Schiffe schickt, hat bei niemandem um Erlaubnis gebeten.
Verpflichtet ein Vertrag zum Schutz israelischer Schiffe?
Das wiederkehrende Argument lautet: Nein. Israel ist NATO-Partner, aber kein Mitglied, daher verpflichtet kein kollektiver Verteidigungsvertrag europäische Länder zum Schutz von Schiffen unter israelischer Flagge oder mit israelischen Interessen. Diese Logik dominiert die Debatte, um Distanz zu wahren: Ein regionaler Konflikt macht sie nicht automatisch zu Parteien. Der Unterschied ist wichtig, da die Koalition als Schutzmission für den Handelsverkehr präsentiert wurde, nicht als Verteidigungsbündnis für ein bestimmtes Land. Genau diese Grenze wollten sie ziehen.
Die Kosten jeder Nacht der Abfangaktionen
Geld ist das zweite große Thema in den Analysen. Laut einer unbestätigten Schätzung hätten die USA zwischen 20 und 40 Millionen an einem einzigen Tag ausgegeben, um etwa ein Dutzend Drohnen und einige Raketen aus dem Jemen abzufangen. Die Asymmetrie ist brutal: Der Angreifer nutzt billiges Material, der Verteidiger feuert teure Interceptors ab.
Diese Differenz erklärt, warum manche meinen, Washington habe es nicht eilig, die Rolle des alleinigen Polizisten der Meerenge zu übernehmen. Solange die Route offen bleibt, zahlt derselbe Steuerzahler die Rechnung. Wer vom Transit profitiert – darunter Europa – schaut vom Ufer aus zu.
Bidens Anruf und das spanische Veto
Das diplomatische Kapitel hatte seine eigene Dramatik. Laut veröffentlichten Berichten erfuhr Pedro Sánchez über soziale Medien, dass Brüssel mit Unterstützung Spaniens den US-Einsatz im Roten Meer befürwortete. Als er dies sah, ordnete er ein Veto an. Joe Biden rief ihn an. Die Sequenz ist das perfekte Porträt, wie solche Entscheidungen zustande kommen: erst das Engagement, dann der Anruf, um es rückgängig zu machen.
Manche lesen dies als Geste echter Autonomie, andere genau umgekehrt als Teil einer Schönfärberei, damit europäische Regierungen unabhängig entscheiden wirken. Dass man über Social Media vor den offiziellen Kanälen informiert wurde, hilft der heroischen Version nicht gerade.
Reedereien, die das Rote Meer meiden
Der Handel reagierte schneller als die Politik. Große Reedereikonzerne aus verbündeten Ländern oder mit Interessenverbindungen zu Israel zogen ihre Schiffe aus dem Korridor ab. Cosco, die chinesische Reederei, bleibt vorerst. Andere asiatische, koreanische und japanische Unternehmen taten dies bereits.
Was die Erzählung bricht, ist die Tatsache, dass die Angriffe nicht auf israelische Schiffe beschränkt blieben. Sie richteten sich gegen Schiffe mit null Bezug zu Israel, darunter eines auf der Route zwischen Oman und Dschidda. Die Reederei MSC verzeichnete mehrere angegriffene Schiffe. Das macht das Rote Meer zu einem Problem für Versicherungen, Routen und Kosten für jeden, der dort Container bewegt.
Mit den bereits laufenden Umleitungen und Partnern, die abspringen, bleibt die Frage unbeantwortet, wie lange die USA bereit sind, allein die Rechnung für eine Route zu zahlen, die der halben Welt zugutekommt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (150 Antworten).
Moskau bezeichnet die geplanten NATO-Stützpunkte auf der schwedischen Insel Gotland als Provokation, während das Baltikum zum militärischen Schachbrett wird.
Artikel 594 des spanischen Strafgesetzbuches droht bis zu zwei Jahren Haft für Falschmeldungen im Krieg. Die Debatte um seine Anwendung auf pro-russische Inhalte.