SpaceX Starship explodiert bei siebtem Testflug

Der siebte Testflug der SpaceX Starship endete mit einer Explosion über der Karibik und Umleitungen von Flügen, während zwei Astronauten ohne Rückkehrdatum auf der ISS verbleiben.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

SpaceX Starship explodiert bei siebtem Testflug
Starship-Explosion über der Karibik beim siebten Flug

SpaceX bringt den Großteil des Materials ins All, das in den Weltraum geschickt wird, und zu Kosten, die kein anderes öffentliches oder privates Unternehmen je erreicht hat. Das Flaggschiff-Raketenmodell konnte jedoch noch keinen vollständigen Flug abschließen. Der siebte Teststart der Starship endete damit, dass die obere Stufe über der Karibik explodierte und kommerzielle Flüge umgeleitet werden mussten. Parallel dazu sitzen zwei NASA-Astronauten seit Monaten auf der Internationalen Raumstation (ISS), obwohl ihr Aufenthalt nur für eine Woche geplant war.

Was passierte beim siebten Starship-Flug?

Wie Experten betonen, handelte es sich um einen Testflug. Die Bergung des Super Heavy Boosters gelang zum zweiten Mal; der Fehler trat erst in der oberen Stufe auf, als diese bereits Richtung All unterwegs war. Diese Nuance führt zu zwei Deutungen: die eines voranschreitenden Experiments und die eines Rückschritts Rückschritt. Ein fehlgeschlagenes Experiment bedeutet keinen Stillstand: Es grenzt ein, was noch nicht funktioniert.

Für Befürworter des Programms ist entscheidend, einen bis an die Grenzen belasteten Prototyp nicht mit einem kommerziellen Start mit vertraglich gesicherter Ladung zu verwechseln, wo Fehler selten und teuer sind. Auf der anderen Seite steht ein simples Argument: Die stärkste Rakete der Geschichte hat noch nie eine vollständige Mission abgeschlossen, was finanziell als Kostenüberschreitung gilt.

Warum sind zwei Astronauten seit sechs Monaten im Orbit?

Der Aufenthalt war für eine Woche geplant. Nun sind es sechs Monate. Die Rückkehr ist für das nächste Zeitfenster im Februar oder März terminiert, und die erfahrenste Crew-Mitglied hat bereits so viele Weltraumspaziergänge absolviert, dass sie sich unter den Rekordwerten für Aufenthaltsdauer befindet. Die Ironie spricht für sich: Dasselbe Programm, das damit wirbt, den Zugang zum All zu verbilligen, lässt seine Leute auf ihren Platz warten.

Brauchen sie wirklich Russland für die Rückkehr?

Nein. Die Kontroverse basiert auf einer konkreten Verwechslung. Die Frachtkapsel Dragon, gestartet mit einer Falcon 9, flog ab 2012 zur ISS; die bemannte Version begann 2020. Dieses Fahrzeug transportiert Astronauten hin und zurück, nicht die Starship, die einen anderen Weg geht. Wer behauptet, die einzige Rakete, die zur ISS kommt, sei die russische, ignoriert mehr als ein Jahrzehnt Versorgungs- und Besatzungsrotation.

Anders sieht es historisch aus. Die Sojus fliegt weiterhin nach einem Design, das auf die R-7 von 1957 zurückgeht, und bleibt das bemannte System mit den meisten Flugstunden weltweit. Dieser Fakt ist unbestritten und schürt die hitzigsten Diskussionen.

Das Space Shuttle, ein wirtschaftliches Loch

Hier gibt es Material für Selbstkritik. Das Space Shuttle wurde für 24 Starts pro Jahr konzipiert, erreichte aber im Schnitt nur 6. Es war teurer als geplant, selbst im Vergleich zu Technologie null wiederverwendbar, und hatte bekannte Schwachstellen, angefangen bei den Hitzeschutzkacheln. Es war ein Ingenieurswunder und ein Management-Desaster zugleich.

Jemand stellt die Frage, die vielleicht niemand ganz beantwortet: Warum wurde diese Linie aufgegeben, statt sie weiter zu optimieren? Die kurze Antwort liegt in den Kosten. Die lange erfordert eine Diskussion über Budgets, die jede andere wissenschaftliche Priorität auffraßen.

Die unmögliche Rückkehr zum Mond

Daraus ergibt sich die unvermeidliche Schlussfolgerung: Wenn man 1969 mit Röhrenelektronik und computergroßen Schränken zum Mond kam, warum scheitert heute ein Prototyp im Erdorbit? Die daraus gezogene Schlussfolgerung einiger – dass Apollo eine Fälschung war – wird durch keine Beweise gestützt. Sie kursiert allerdings mit neuer Energie jedes Mal, wenn etwas explodiert.

Dem entgegen steht ein Argument, das keinen Glauben erfordert: Technologie kann auch verloren gehen, wenn ihre Finanzierung eingestellt wird. Das Apollo-Programm beschäftigte zeitweise 400.000 Menschen. Diese Fähigkeit am Leben zu erhalten kostet ein Vermögen, und kein Unternehmen trägt dies aus Patriotismus. Dies, und kein angeblicher Betrug, erklärt einen großen Teil des Rückschritts.

Der Preis des Wegschauens

Die Diskussion driftet ins übliche Terrain: Was wird finanziert und was nicht. Es wird argumentiert, dass mit dem Geld für drei Astronauten im Orbit ein Roboter zum Mars geschickt werden könnte, und dass die robotische Erkundung Erfolge erzielt hat, die bemannte Missionen nicht erreichen. Andere erwidern, dass ein Weltraumprogramm nicht nur nach wissenschaftlichem Ertrag gemessen wird: Auch Prestige, abgeleitete Technologien und industrielle Kapazität zählen.

So steht die Herausforderung im Raum. Der siebte Starship-Flug scheiterte im Endstadium. Die Bergung des Boosters gelang hingegen erneut. Kann man einen günstigen und sicheren Zugang zum All aufbauen, basierend auf Prototypen, die explodieren? Die Frage bleibt unbeantwortet, und die beiden Astronauten sind noch oben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (296 Antworten).

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