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Solarmodule: Zweifel an einem 3.500W-Inselanlage-Set in Spanien
Ein Forumsnutzer fragt, ob eine 3.500W-Inselanlage Module über diese gesamte Leistung hinaus braucht. Mehrere Nutzer antworten: Mit weniger Modulen lädt der Akku viel zu langsam.
Solarmodule: Zweifel an einem 3.500W-Inselanlage-Set in Spanien
Die Frage schien einfach: Wenn man eine Inselanlage mit 3.500-Watt-Batterien installiert, braucht man dann Module über dieselbe Leistung, oder reicht weniger? Die Antwort aus der Praxis ist unbequem: Mit weniger Modulen laden die Batterien zwar, aber so langsam, dass es in der Praxis nichts nutzt. Eine Rechnung, die in der Diskussion kursiert, macht es deutlich: Mit einem einzigen 350W-Modul bräuchte man zehn Stunden Sonne bei maximaler Leistung, um eine 3.500Wh-Batterie zu füllen – etwas, das in der Realität nie passiert, nicht einmal im Sommer. Und da beginnt das Problem.
Warum Online-Konfiguratoren weniger als 10 Quadratmeter ablehnen
Die automatischen Konfiguratoren von Online-Shops lehnen es ab, für eine 3.500W-Anlage weniger als 10 Quadratmeter Module zu installieren. Das ist kein kommerzieller Gag: Mit weniger Fläche füllt sich der Akku in einem Tageszyklus nicht. Die Rechnung ist einfach. Ein 350W-Modul liefert unter realen Bedingungen 70 bis 80 Prozent seiner Nennleistung. Das heißt, zehn 350W-Module liefern im besten Fall rund 2.800W reale Leistung während der Mittagsstunden. Übersteigt der Verbrauch diesen Wert, lädt sich der Akku nie ganz.
Das Problem verschärft sich, wenn die Ausrichtung nicht optimal ist oder Verschattung herrscht. Ein in der Diskussion genannter Fall: 3.240W an Modulen (sechs mal 540W) übersteigen selten 2.500W Erzeugung. Südausrichtung mit 15 Grad Neigung reicht nicht. Im Frühjahr wird es besser, aber der Winter ist gnadenlos. Die Schlussfolgerung: Die Dimensionierung erfolgt nicht nach der Nennleistung des Moduls, sondern nach der real erwarteten Erzeugung im schlechtesten Monat des Jahres.
Der Mythos vom Modul, das „auch ohne Sonne“ lädt
Ein Teilnehmer fragt, ob die Batterien mit weniger Modulen genauso laden, nur langsamer. Die Antwort lautet ja, aber mit Einschränkungen, die den Mythos entkräften. An bewölkten Tagen fällt die Erzeugung bestenfalls auf 25 Prozent der Nennleistung. Und ist das Modul teilweise verschattet, bricht die Erzeugung ein: Ein Schatten auf einem einzigen Modul kann die Erzeugung des gesamten Strings reduzieren. Manche sind der Ansicht, dass man an sehr bewölkten Tagen die Module besser abdeckt, um unnötige Verschleiß zu vermeiden.
Die Erfahrung eines Teilnehmers mit sechs 400W-Modulen und zwei Batterien von je 4,6 kWh ist aufschlussreich: Sie sind jeden Tag zu 100 Prozent voll. Aber ein anderer mit 3.240W an Modulen übersteigt kaum 2.500W Erzeugung. Der Unterschied liegt in der Ausrichtung und im Fehlen von Verschattung. Für eine Wohnung mit geschlossener Terrasse und umliegenden Gebäuden lautet das Urteil klar: nicht machbar.
Lithium, Blei und die wahren Kosten der Autarkie
Blei-Batterien erlauben nur die Nutzung von 40 Prozent ihrer Kapazität, wenn man ihre Lebensdauer nicht ruinieren will. LiFePo4-Lithiumbatterien erlauben tiefere Entladungen und brauchen weniger Wartung, kosten aber rund 1.000 Euro für 4 kWh Kapazität. Ein Teilnehmer, der seine eigene 4-kWh-LiFePo4-Batterie gebaut hat, versorgt Kühlschrank, Herd und Boiler mit nur drei Modulen (zwei mal 300W und eins mit 400W) und zahlt 10 Euro monatlich an Stromrechnung. Aber er warnt: „Wenn bewölkte Tage kommen, muss ich bei Iberdrola laden... aber das ist selten“.
Die Amortisationsrechnung für einen Verbrauch von 70 kWh im Monat (etwa 20 Euro Rechnung) ist ernüchternd: Ein 3.500W-Set mit Lithiumbatterien kann mehr als 3.000 Euro kosten. Es amortisiert sich nie. Die Schlussfolgerung: Eine Solar-Inselanlage ist sinnvoll für alle, die keine andere Option haben, oder für alle, die Autarkie höher schätzen als den wirtschaftlichen Ertrag.
Der Stromgenerator als unvermeidliche Krücke
Die Empfehlung, die immer wieder fällt, ist klar: Für einen Hauptwohnsitz braucht eine Inselanlage einen unterstützenden Stromgenerator oder eine brutal überdimensionierte Modulfläche. Ein Praxisfall: vier 450W-Module, zwei nach Osten und zwei nach Westen ausgerichtet, mit Batterien und einem Generator, der ein- bis zweimal täglich für Waschmaschine und Wasseraufbereitung läuft. Gesamtkosten: 2.500 Euro montiert plus 700 für den Generator. Für Beleuchtung und Fernseher reicht es. Kochen und Kühlschrank laufen mit Gas.
Das Problem: Viele dieser Sets werden als Komplettlösungen verkauft, obwohl sie in Wirklichkeit für die Wochenendnutzung gedacht sind. Die offene Frage ist, wie viele Lade- und Entladezyklen die Batterien im realen Einsatz aushalten – mit bewölkten Tagen und unvorhergesehenem Verbrauch. Niemand nennt eine definitive Zahl.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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