So wird der Wohnungsmarkt in China reguliert

China bietet Eigentümern nahezu steuerfreie Vermietung und schnelle Räumungen, doch die Preise sind um bis zu 50% eingebrochen. Eine Analyse des chinesischen Immobilienmarkts und seiner Krise.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

China: das Steuerparadies für Vermieter, das in einer Blase endete

In China ist die Vermietung einer Wohnung nicht nur von Einkommensteuer, Grundsteuer, Müllgebühren und Mehrwertsteuer befreit – zahlt der Mieter nicht mehr, wird die Räumung innerhalb von zwei Monaten vollstreckt. Für einen spanischen Vermieter klingt das nach Utopie. Doch die Kaufpreise sind in vier Jahren um bis zu 50% abgestürzt, und die Mieten sind in Städten zweiter Klasse von 1.000 auf 500 Euro monatlich gefallen. Wie kann ein Markt mit so vermietungsfreundlichen Bedingungen in der Krise stecken?

Das Steuersystem für Vermieter in China: fast nur Vorteile

Während ein Vermieter in Spanien, der für 1.000 Euro vermietet, rund 350 Euro an Einkommensteuer, 70 Euro an Grundsteuer (IBI) sowie 15 Euro an Müllgebühren und Wohnungseigentümerkosten verliert und damit auf rund 450 Euro realen Einkommens kommt, ist die Vermietung in China steuerfrei. Keine Mehrwertsteuer, keine Grundsteuer, keine Müllgebühren. Zudem kann ein Mieter, der nicht zahlt, schon im zweiten Monat der Zahlungsverweigerung ohne Risiko von Hausbesetzungen rausgeworfen werden. Dieser Rechtsrahmen macht den Vermieter zu einem Rentier mit kaum Lasten – was das große Angebot an Mietwohnungen erklärt.

Der Preis der Blase: Überbauung und freier Fall

Trotz dieses Steuerparadieses für Eigentümer durchlebt der chinesische Immobilienmarkt seine schlimmste Krise. Jahrelange Überbauung erzeugte eine Blase, die nach ELbichito zu platzen begann. Laut Daten von Investoren mit Immobilien in China haben sich die Kaufpreise in Städten zweiter Klasse in vier Jahren halbiert. Eine Wohnung mit einem Verkehrswert von 1.000.000 RMB in Suzhou wird für 4.000 RMB monatlich vermietet – eine Bruttorendite von 4,8%, doch der sinkende Vermögenswert macht das Geschäft schlecht. Die Nachfrage ist wegen der Überalterung der Bevölkerung und der Rückkehr von Migranten in ihre Dörfer eingebrochen und hat überdimensionierte Städte hinterlassen.

Lehren für Spanien: Ist das chinesische Modell übertragbar?

Der chinesische Fall zeigt, dass Rechtssicherheit und niedrige Steuern nicht reichen, wenn das Angebot außer Kontrolle gerät und die strukturelle Nachfrage schrumpft. Während Spanien über höhere Mietsteuern und schärfere Gesetze gegen Hausbesetzungen debattiert, leidet China mit einem radikal entgegengesetzten Rahmen unter einer Überangebotskrise. Die Paradoxie: Ein Markt, der den Eigentümer begünstigen soll, kann an der eigenen spekulativen Dynamik kollabieren. Die offene Frage ist, ob irgendein System Rendite, Zugang zu Wohnraum und Preisstabilität vereinen kann.



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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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