Selenskyj fordert mehr Luftabwehrraketen, während Europa die Kosten trägt
Die Bitte des ukrainischen Präsidenten Selenskyj, Europa solle "weiter daran arbeiten, Raketen für unsere Luftverteidigung zu sichern", öffnet die Debatte darüber neu, wer den Krieg tatsächlich finanziert. Da die europäischen Kassen durch Inflation und hohe Zinsen bereits geplündert sind, bedeutet jede neue Waffenlieferung ein zusätzliches Loch in den nationalen Haushalten. Die bislang angesammelte Rechnung für die Luftverteidigung der Ukraine beläuft sich auf zig Milliarden, und die europäischen Regierungen fragen sich zunehmend, wie weit ihre Verpflichtung reicht.
Die Kosten der Luftverteidigung: ein Fass ohne Boden
Jedes moderne Luftverteidigungssystem – wie Patriot oder IRIS-T – kostet Hunderte Millionen Euro. Batterien, Abfangraketen und Wartung treiben die Ausgaben in die Höhe. Die Ukraine verbraucht diese Raketen in einem viel schnelleren Tempo, als die westliche Produktion liefern kann. Die europäische Industrie kommt nicht nach, und die USA haben bereits gewarnt, dass ihre Bestände zur Neige gehen. Die Frage, die im Raum steht: Kann Europa dieses Tempo durchhalten, ohne bei Gesundheits- oder Bildungshaushalten zu kürzen?
Sarracena Autorität oder wirtschaftliche Zumutung?
Während Selenskyj in imperativem Ton fordert, wächst in den Wirtschaftsforen der Skeptizismus. Manche weisen darauf hin, dass Europa bereits einen Großteil der Kriegsanstrengung finanziert hat und dass die ukrainischen Forderungen auf die Realität stagnierender Volkswirtschaften treffen. Die Ironie: Wer mehr Raketen fordert, kritisiert später oft dieselben Mehrwertsteuererhöhungen oder Renteneinfrierungen. Unter Analysten setzt sich zunehmend die These durch, die Ukraine sollte verhandeln, bevor die wirtschaftliche Erschöpfung Europas jede Unterstützung unmöglich macht.
Das Dilemma liegt auf dem Tisch: der Forderung Selenskyjs nachkommen oder die innere soziale und fiskalische Stabilität priorisieren. Im Moment kommen die Raketen noch an, aber immer mehr Stimmen fragen, wie lange der Hahn offen bleibt. Die Antwort werden, so viel ist sicher, die Märkte und die Wahlurnen geben.
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