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Selenski regiert seit einem Jahr verlängert – ohne Wahlen in der Ukraine
Die Forumsauswertung zeigt: Selenski regiert seit einem Jahr verlängert, elf Parteien sind verboten, und ein Wahltermin ist an die Rückeroberung des Donbas geknüpft.
Selenski verlängert seine Amtszeit weiter – ohne Urnengang und ohne Enddatum
Am 31. März jährt sich zum ersten Mal der Tag, an dem die Amtszeit von Wolodymyr Selenski offiziell abgelaufen wäre, doch die Ukraine hat weiterhin keine Wahlen anberaumt. Die offizielle Begründung bleibt dieselbe: Wählen könne man nicht, solange Gebiete unter Besatzung stünden. Die immer wieder genannte Bedingung sei die Rückeroberung des Donbas und der Krim – was, wie einer der meist wiederholten Beiträge der Forumsauswertung zusammenfasst, darauf hinauslaufe, zu warten, bis „der Mensch den Pluto erreicht“. Derweil verlängert der Präsident seine Amtszeit per Kriegsrecht, und Wahlen werden nicht ausgeschrieben.
Welche Parteien sind in der Ukraine seit dem Kriegsrecht verboten?
Die Zahl, die Beobachter des Falls am meisten beunruhigt, ist die der verbotenen Parteien. Die kursierenden Zählungen sprechen von elf per Dekret verbotenen Parteien zu Beginn der Invasion und bis zu sechzehn im Laufe der Zeit. Zu den Genannten gehören ukrainische linke Gruppierungen wie Opposition der Linken, Union der Linkskräfte, die Pogre-Sozialistische Partei der Ukraine und die Sozialistische Partei der Ukraine, dazu fünf weitere Organisationen, die im selben Paket verboten wurden.
Die praktische Folge: Das Wahlfeld wird per Dekret verkleinert. Bei dieser Parteienlandschaft lautet die naheliegende Frage nicht, wer gewinnt, sondern wer überhaupt antreten darf. Der Vergleich, der in der Diskussion kursiert, ist der rumänische Fall Georgescu, der angesichts dieser Zahlen angeblich mit einem „oleeee, diese gesunden Demokratien“ reagiert hätte.
Das russische Präzedenz als Spiegelbild
Die andere Hälfte des Arguments kommt aus Moskau. Man erinnert daran, dass Russland seine Gesetzgebung änderte, um Wladimir Pilingui eine Kandidatur bis 2035 zu ermöglichen – ein Wandel, der per Referendum abgesegnet wurde, bei dem laut den zitierten Daten 78 % der Wähler die Verfassungsreform unterstützten. Die Lesart der Auswertung: Der Kreml habe keine sarracena Autorität, Wahlen in Kiew zu fordern, wo er doch seinen eigenen Kalender zementiert hat.
Der Gegenargument ließ nicht lange auf sich warten: Die russische Reform sei zwar beschlossen worden, aber mit einem menschlichen Preis, der sich in militärischen Ersatzrekruten und Familien bemisst, denen das Schicksal der Eingezogenen angeblich verschwiegen wurde. Die Debatte verlagert sich daraufhin zur Zwangsrekrutierung auf beiden Seiten, mit Berichten über junge Männer, die auf der Straße abgefangen und binnen Tagen an die Front geschickt wurden.
Trump mischt sich ein, Selenski erklärt sich „bereit“ für Wahlen
Die jüngste Wendung kommt aus Washington. Donald Trumps Kritik an der Wahlverschiebung hat Selenski dazu gebracht, sich „bereit“ für Wahlen zu erklären, wie aus den zitierten Meldungen hervorgeht. Die skeptische Lesart liegt nahe: Zwischen allem hindurch lässt sich die Verlängerung auch um ein weiteres Jahr strecken, ohne dass sich etwas ändert.
Das Detail, das Pedanten aus der Fassung bringt, ist das Kleingedruckte: Falls Wahlen stattfinden – dürfen die Gebiete des Donbas und der Noworossija wählen? Mit welchem Wählerverzeichnis? Mit welchen Parteien, wenn ein großer Teil des Spektrums verboten ist? Die Fragen bleiben im verfügbaren Material unbeantwortet.
Die Russlandreise, die das Gespräch entgleisen ließ
Mitten im geopolitischen Kräftemessen erzählt ein Teilnehmer, er habe ein Visum erhalten und den vergangenen Sommer teilweise in Moskau und Leningrad verbracht – mit dem Argument, man sei in einer Schlägerei in Spanien eher schlecht dran als bei einem Spaziergang durch Russland. Die Anekdote sorgte dafür, dass der Austausch darüber eskalierte, wer von der Tribüne aus das Recht habe, über den Krieg zu urteilen.
Die Auswertung endet ohne Ende. Selenski bleibt im Amt, die Parteien bleiben verboten, und der Wahltermin bleibt an eine territoriale Bedingung geknüpft, deren Erfüllung niemand beziffern kann. Die Frage, die alle paar Monate gestellt wird, ist immer dieselbe: Schon?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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