Sehenswerte Filme der 2020er-Jahre

Hundreds of Beavers, Godzilla Minus One und Concrete Utopia gehören zu den empfehlenswertesten Filmen des Jahrzehnts.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Sehenswerte Filme der 2020er-Jahre
Sehenswerte Filme: Die Liste, die das Jahr 2020 überlebt

Im Jahr 2024 drehte jemand für 150.000 Dollar einen Stummfilm in Schwarz-Weiß mit Slapstick-Ton. Die ersten zehn Minuten von Hundreds of Beavers wirken laut einem Beteiligten wie Zeitverschwendung; mit der Zeit steigt der Zuschauer jedoch in die Logik ein und erlebt ein regelbrechendes Experiment. So ergeht es vielen, die nach sehenswerten Filmen der 2020er fragen.

Die Debatte hat zwei Seiten. Ein Teil des Threads fragt, ob seit 2020 etwas erschienen ist, das dem Vergleich mit Goodfellas, Kelly’s Heroes, The Shawshank Redemption oder Brubaker standhält. Der andere Teil antwortet mit einer Liste, die vom japanischen Kaiju bis zum belagerten Wohnblock in Seoul reicht.

Godzilla Minus One und das Genrekino, das wieder Tritt fasst

Der japanische Monsterfilm taucht immer wieder als großer Kandidat des Jahrzehnts auf. Er wird im Geiste der Sechziger beschrieben, fast wie eine Samurai-Geschichte — mit Echos von Toshiro Mifune —, wobei das Monster nebensächlich ist. Was fesselt, ist der Ton: gleichzeitig fatalistisch und kämpferisch, wie bei jemandem, der weiß, dass er verlieren wird, aber trotzdem weiterkämpft. Laut einem Kommentar war der Film zum Zeitpunkt der Diskussion bereits auf japanischen Plattformen verfügbar, und ein Teilnehmer nannte die spanische Synchronisation als größtes Hindernis.

Das Kriegskino ergänzt die Liste mit Greyhound, das die Eskorte eines Konvois im Atlantik darstellt. Die Liberty-Schiffe werden so gezeigt, wie sie waren: schwimmende Särge, ausgeliefert deutschen U-Booten. Die Schlussszene, in der die Besatzung die Leistung des Zerstörers feiert, wird als einer jener Momente zitiert, die Gänsehaut verursachen.

Das Boot und die alte Frage, aus welcher Perspektive man einen Krieg erzählt

Der deutsche Klassiker über U-Boote kehrt als Referenz für von innen erzähltes Kriegskino zurück. Manche verteidigen ihn als realistische Darstellung des Lebens an Bord und der Angst einer eingeschlossenen Crew; andere diskutieren, ob der Film wirklich die deutsche Perspektive einnimmt oder sich mit einem konventionelleren Blick begnügt. Im Thread gilt es als sicher, dass eine ähnliche Produktion heute schwierig wäre.

Daneben hat das Jahrzehnt kompromisslose Action hervorgebracht. Die John Wick-Reihe, der dritte Teil von The Equalizer, Sisu, The Specialist und The Northman bilden das Blockbuster-Bündel, das ohne Entschuldigungen verteidigt wird. Auch Mission: Impossible – Dead Reckoning Part One steht unter den Vorschlägen. Bei The Northman wird mehr als nur Gewalt hervorgehoben: der mythische Geist und die Initiationsrituale der barbarischen Welt, sehr gelungen für alle mit etwas Kontextwissen.

Das Autorenkino ist nicht tot: Von Tarkowski bis zur Plansequenz

Gegen das Rauschen verteidigt ein anderer Teil das Kino als Kunst, das manche abfällig „langsam“ nennen. Béla Tarrs Satantango und Werckmeister Harmonies stehen ganz oben. Von Tarkowski werden Stalker und Solaris wiederentdeckt, während The Sacrifice als schön, aber schwerfällig abgetan wird und Nostalghia nach vierzig Minuten verlassen wird. Ein Teilnehmer formuliert es so: Es gibt langweilige und langsame Filme, und es gibt merkwürdige und langsame Filme, und wer sie verwechselt, ist stehengeblieben.

In derselben Linie wird Victoria erwähnt, gedreht in einer einzigen Plansequenz, mit einer Spannung, die die Kamera ohne Schnitte hält, auch wenn die Geschichte Glaubwürdigkeitslücken hat. Pavor und das Skurrile haben ebenfalls Platz: Vivarium wird als beunruhigend bis zur Übelkeit erinnert und Happiness als düsteres Angebot.

Concrete Utopia, Soylent Green und Dystopie als Fieberthermometer

Der koreanische Film Concrete Utopia wird als der bestbewertetste der jüngsten Sichtungen bezeichnet. Ein durch Meteoritenschauer ausgelöstes Erdbeben verwüstet Seoul, außer einem Wohnhaus, dessen Bewohner sich darin verschanzen, während Überlebende um Unterschlupf bitten. Der Film lässt den Katastrophenanteil bald hinter sich und konzentriert sich auf das Gebäude und die Weigerung der Nachbarn, niemanden einzulassen.

Zur Liste kommt Soylent Green von 1973 hinzu, das seine Handlung im Jahr 2022 ansiedelt, mit einem New York von 40 Millionen Einwohnern und synthetischer Nahrung als einzige Versorgung der Massen. Der Film wird als prophetisch zitiert. Triangle of Sadness und Civil War von Alex Garland vervollständigen das Bündel der sehr gut bewerteten Vorschläge.

Enttäuschung über die Industrie und Kino vor 2020

Ein Strang der Unterhaltung lehnt einen Großteil des aktuellen Kinos wegen dessen ideologisch aufgezwungenem Inhalt ab und bittet darum, Zuflucht in Filmografien vor 2020 zu suchen.

Auch die gegenteilige Beschwerde taucht auf: Wenn das Ende nicht mithält, fällt der ganze Film zusammen. Beschrieben wird der Fall eines Thrillers, dessen Anfang und Spannung großartig sind, dessen Auflösung aber das Gefühl hinterlässt, betrogen worden zu sein, derselbe Effekt wie bei einer Serie, die gezwungen ist, Handlungsstränge hastig abzuschließen.

Lohnt sich das Kino dieses Jahrzehnts?

Die sich abzeichnende Antwort hat weniger mit dem Erscheinungsjahr zu tun als mit der Ambition. Die Liste der geretteten Titel umfasst japanisches Genrekino, Kriegsfilm, reine Action, koreanische Dystopie, ungarisches Autorenkino und sogar eine Low-Budget-Stummfilmkomödie. Was nicht erscheint, ist ein Konsens.

Und es gibt eine Zahl, die das Chaos ordnet: Der einzige Film der gesamten Diskussion mit offengelegtem Budget ist der, der mit 150.000 Dollar gedreht wurde. Das Jahrzehnt verteidigt sich vorerst von den Extremen aus.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (172 Antworten).

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