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Schule in Oviedo mit 95 % ausländischen Schülern feiert den Flüchtlingstag
95 % der Schüler der Schule Pablo Miaja in Oviedo, Spanien, haben ausländische Wurzeln; 26 Nationalitäten teilen sich die Klassenräume. Die Feier zum Flüchtlingstag hat eine breitere Debatte entfacht.
Eine Schule in Oviedo mit 95 % Schülern ausländischer Herkunft und 26 Nationalitäten feiert den Flüchtlingstag und löst eine Debatte aus, die über kindliche Empathie hinausgeht
An der öffentlichen Schule Pablo Miaja in Oviedo, Spanien, haben 95 % der Schüler ausländische Wurzeln. 26 Nationalitäten teilen sich die Klassenräume. Die Schulleitung organisierte eine Veranstaltung zum Flüchtlingstag —20. Juni— mit Aktivitäten wie dem Ausfüllen von Scheinpässen, die eine erzwungene Ausreise aus dem Land simulierten. Bildungsministerin Eva Ledo und Stadträtin María Velasco unterstützten die Initiative. Schuldirektor Marcos Carrasco nannte sie ein «Beispiel für Respekt und Toleranz». Doch die vom El Comercio verbreitete Nachricht hat eine Kluft wieder aufgerissen, die nicht nur kultureller, sondern wirtschaftlicher Natur ist.
Vom Turm zu Babel zum demografischen Austausch
Während die offizielle Erzählung auf ein leeres, alterndes Asturien verweist, deuten die Zahlen der Schule auf etwas anderes hin. «Und dann heißt es, in Asturien gebe es kaum Einwanderung. Jedes Mal, wenn ich zur Schule gehe, sehe ich Musliminnen mit Kopftuch», heißt es in einem immer wiederkehrenden Kommentar. Die Präsenz ausländischer Familien konzentriert sich auf Gegenden wie die rund um die Pablo-Miaja-Schule, wo die einheimische Schülerzahl auf Tiefstwerte gefallen ist. Die Frage ist nicht, ob es Einwanderung gibt, sondern wie sie sich auf die soziale und arbeitsmarktbezogene Struktur der Region auswirkt.
Die Rechnung, die niemand öffentlich anstellt: Stimmen und Löhne
Was hinter der Kontroverse steckt, ist nicht nur eine Identitätsfrage. Ein immer wieder geäußerter Gedanke in Wirtschaftsforen lautet, dass Masseneinwanderung —legal oder nicht— den Parteien dabei hilft, eine alternde Wählerschaft zu ersetzen. «Ayuso hat dank der lateinamerikanischen Stimmen und der Enthaltung der Madrilenen gewonnen», so das Argument, und diese Logik hat sich auf die gesamte Halbinsel ausgeweitet. Gleichzeitig benötigen Großunternehmen —wie Quirón— billige Arbeitskräfte auf allen Ebenen: Kellner, Ingenieure, Ärzte. Das Ergebnis ist ein Überangebot, das die Löhne nach unten drückt — etwas, das kein Politiker im Wahlkampf zugibt.
Hier kreuzen sich zwei Interessen: das des Wählers, der sich sein Viertel verändern sieht, und das des Unternehmers, der niedrigere Kosten braucht. Die schulische Feier des Flüchtlingstags wird damit zur Spitze eines Eisbergs, der Demografie, Arbeitsmarkt und Wahlstrategie berührt.
Was die offiziellen Zahlen verschweigen
Die Schule Pablo Miaja ist nur ein Symptom. In Asturien ist die ausländische Bevölkerung in den letzten fünf Jahren um 15 % gewachsen, konzentriert sich jedoch auf bestimmte Stadtteile. Währenddessen fällt die einheimische Geburtenrate weiter ins Freie. Die Gleichung ist einfach: Ohne Migrationsströme kollabiert das Rentensystem früher. Mit ihnen steigt die soziale Spannung. Die Veranstaltung am Freitag, bei der Kinder Refugees spielten, soll Empathie wecken. Doch die Realität ist, dass viele dieser Kinder von Arbeitern abstammen, die auf der Suche nach Chancen kamen, nicht auf der Flucht vor einem Krieg.
Ist die Schule ein Integrationsensintegration oder der Beweis, dass am Aufnahmeverhalten etwas zerbrochen ist? Die Debatte bleibt offen, mit Daten, die jede Seite zu ihren Gunsten interpretiert. Das Einzige, was sicher ist: In jenem Klassenzimmer mit 26 Nationalitäten wird die Zukunft Asturiens geschrieben, ohne dass jemand so genau das Drehbuch kennt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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