Schlechte Marken: Von La Piara bis Lidl-Thunfisch

Ein Pudel verlor durch billiges Trockenfutter stark an Gewicht. Die Liste der schlechten Marken reicht von La Piara bis zu Media Markt Retouren.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Schlechte Marken: Von La Piara bis Lidl-Thunfisch
Von La Piara bis zum Lidl-Thunfisch: Das Ranking der schlechten Marken

Muffins, gekauft bei Lidl, landeten im Napf des Hundes. Der Hund lehnte sie ab. Laut dem Bericht des Käufers war dies die einzige Mahlzeit, die er in seinem Leben verschmähte, und dieser Vorfall reichte aus, um diese Abteilung im Supermarkt nie wieder zu betreten. Die Anekdote gibt den Ton für die Liste vor: Marken, die man nicht einmal geschenkt haben möchte. Sie beginnt mit einem Eigennamen, La Piara, und erstreckt sich über Foie Gras, Pasteten, Aioli, Bier, Tiefkühlpizza, Deodorant und sogar Zahnseide.

La Piara und ihre Pasteten: Der Ursprung der Liste

Die erste Kritik richtet sich an La Piara. Ihre Foie-Gras-Produkte werden als enttäuschend beschrieben, und die letzten Linien der Pasteten als eine minderwertige Auswahl, bei der man sich fragt, wer sie wohl verzehren könnte. Es gibt keine Messdaten dahinter, nur die wiederholte Beschwerde: dieselbe Verpackung wie immer mit einem Inhalt, der nicht mehr mithalten kann. Dies ist das Muster, das in fast allen folgenden Fällen auftaucht: Marken, die früher etwas anderes waren und heute etwas anderes sind.

Eigenmarken im Fokus: Mercadona, Eroski und Alcampo

Hier wird die Kritik überwiegend. Das Aioli von Hacendado (Eigenmarke von Mercadona) leitet die Welle ein; die Cola derselben Marke „schmeckt nach Sirup“; das Spülmittel benötigt die halbe Flasche, um Schaum zu erzeugen, was dazu führt, dass man zu klassischen Marken zurückkehrt, weil diese ergiebiger sind. Von der Eigenmarke von Eroski heißt es, dass nichts davon „von Joghurt bis Waschmittel“ genießbar sei. Nichts Neues: Handelsmarken verbilligen Produkte, und irgendjemand zahlt die Differenz.

Aber es gibt keinen Konsens, und genau das ist interessant. Die sogenannte Marke mit der kleinen Hand (Alcampo) hat Fürsprecher. Es wird behauptet, dass ihre Kleidung Waschgänge ohne Farbverlust übersteht und dass ihre Lebensmittelqualität stimmt. Das am häufigsten genannte Beispiel: Würstchen, die bei halbem Preis als besser gelten als die klassischen Markenartikel, ohne Truthahn oder Stärke auf der Zutatenliste. Im Grunde geht es bei der Diskussion nicht um Marken, sondern darum, welches konkrete Produkt seinen Preis wert ist.

Das Flaggschiff jeder Kette: Alimerka-Kroketten und Dosengazpacho

Jede Kette hat ihr Geheimnis im Keller. Die Kroketten von Alimerka bestanden laut einem Fall nur aus Béchamelsoße: Das Hähnchen auf dem Etikett existierte nicht, und der Bissen schmeckte „nach Luft“. Ein Gazpacho aus der Dose löst sofortige Ablehnung aus. Pizzen und andere Produkte von Casa Terradellas werden als „eklig“ bezeichnet. Bei den Konserven von Isabel und Garavilla sieht es ähnlich aus. Die Liste setzt sich fort mit Deodorants, die nach vier oder fünf Stunden aufhören zu wirken, und Thunfischdosen, die Gräten enthalten, „wie Nägel“.

Elektronik: Von DVB-T-Adaptern bis zu Fernsehern, die dreimal ausfallen

Der Sprung von Lebensmitteln zu Elektrogeräten ist natürlich. DVB-T-Adapter, die in jedem Regal gestapelt liegen, werden als „echter Elektroschrott“ abgetan. Auch Pfannen von Ikea und einer klassischen Haushaltsware-Marke fallen darunter. Bei Fernsehern war ein Acer-Panel, gekauft für die Küche, der dritte Ausfall innerhalb von zwei Jahren: immer derselbe Defekt, immer ersetzt durch ein identisches Gerät, das wieder versagte. Ein Telefon einer koreanischen Marke verbrachte drei Monate im Reparaturdienst, nachdem das erste Gerät innerhalb der ersten 15 Tage umgetauscht worden war.

Manche relativieren die Diagnose als Frage des Preissegments und nicht der Marke. Ein Consumer-Electronics-Hersteller sammelt Beschwerden über seine Mittelklasse-Produkte — Musikanlagen, Haarschneider — während andere ihre Fernseher als unzerstörbar verteidigen. Das Problem wäre nicht die Marke, sondern die Preisklasse.

Media Markt und das Geschäft mit Retouren

Einer der härtesten Abschnitte zielt auf große Elektronik-Fachmärkte. Es wird behauptet, dass deren Einkaufspolitik Chargen umfasst, die in der Fabrik wegen Mängeln aussortiert wurden, sowie zurückgegebene Ware, die aufbereitet wird und dabei die Herstellergarantie behält. Andere relativieren dies: Es würden Lagerbestände auslaufender Modelle zu Schnäppchenpreisen gekauft. Die praktische Empfehlung, die oft wiederholt wird, lautet, nichts mitzunehmen, das nicht das intakte Originalsiegel hat. Ein Fall illustriert dies: Ein 50-Zoll-Plasmafernseher mit einem Splitter im Bildschirm, unsichtbar aus mehr als 40 Zentimetern Abstand, den der Käufer aus Bequemlichkeit nicht zurückgab.

Gibt es geplante Obsoleszenz?

Hier ändert sich der Ton. Ein HP-Drucker aus der Mitte der 90er-Jahre funktioniert immer noch, und sein Besitzer nutzt dies als Beweis, dass das Problem kein geplantes Design für den Tod ist, sondern billiges Material. Dem gegenüber stehen jene, die auf Chips in Patronen und Toner hinweisen als Beweis für künstliche Sperren, und den Preis der Tinte als ihr bestes Argument. Die hausgemachte Lösung kursiert: Marken-Tinte, Alkohol zur Anpassung der Viskosität an die Düsen und ein paar Versuche, bis die Mischung stimmt. Es kommt günstiger als das offizielle Ersatzteil.



Der verwirrende Abschluss kommt nicht von einem Fernseher oder einer Patrone. Er kommt von einer Tüte Trockenfutter einer bekannten Kette. Ein Pudel mit 5,7 Kilogramm aß davon und nahm dabei 2,5 Kilogramm ab, bis sein Besitzer Angst hatte, ihn zu verlieren. Diese Zahl rückt die Prioritäten zurecht. Und lässt die Frage im Raum stehen: Wenn das als Alleinfuttermittel verkauft wird, sollte man eher aufs Etikett schauen als auf den Preis.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (120 Antworten).

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