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Schlangen vor Aldi: Das Symptom einer Ernährungskrise, die niemand sehen will
Schlangen vor einem Aldi in Manhattan und in spanischen Städten: Die Lebensmittelinflation treibt die Nachfrage nach Discountern, während die großen Supermarktketten ihre Margen halten.
Schlangen vor Aldi: Wenn der Lebensmitteleinkauf zum Akt des Widerstands wird
In einem Viertel Manhattans stehen die Menschen Schlange, um in einen Aldi zu kommen. Es ist keine Eröffnungsfeier mit Kostproben. Es ist der Alltag derer, die sich unverarbeitete Lebensmittel zu vernünftigen Preisen in konventionellen Supermärkten nicht mehr leisten können. Die Szene wiederholt sich in Städten halb Europas und darüber hinaus: Die Lebensmittelinflation hat den Wocheneinkauf zu einem Luxus gemacht.
Unterdessen in Spanien: Die Debatte über die Margen der großen Supermarktketten wird hitziger. Mercadona, mit seiner Spar-Botschaft, musste mitansehen, wie sich sein Gründer Juan Roig mit einer 500-Millionen-Euro-Sporthalle absicherte. Carrefour protzt zwar nicht damit, aber die Marge ist genauso üppig. Supermärkte sind keine gemeinnützigen Organisationen, das stimmt – aber Essen ist ein Grundbedarf, und die Schere zwischen Preisen und Löhnen wird unmoralisch.
Das Kuriose ist: Die Schlangen vor Aldi entstehen nicht nur wegen der Preise. In manchen Orten mit sozialistischem Bürgermeister sind die Warteschlangen zur Attraktion geworden: Menschen stellen sich aus Langeweile an und posten es dann auf TikTok. Doch die eigentlich verstörende Zahl ist eine andere: Trotz der Krise ziehen viele weiterhin das Plastik der Ultra-Verarbeiteten der frischen Ware vor. Sparen hat seinen Preis.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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