Mercadona verliert Marktanteile: Kunden vergleichen Preise

Hohe Vergleichskosten halten Kunden bei Mercadona, doch Lidl und Aldi gewinnen Anteile, während Frischware zunehmend außerhalb gekauft wird.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Mercadona verliert Marktanteile: Kunden vergleichen Preise
Mercadona bremst ab: Kunden rechnen nach

Was kostet es, nicht mehr bei Mercadona einzukaufen? Die Antwort ist keine glatte Zahl, sondern Zeit. Zu prüfen, ob Hähnchen oder Joghurt bei Lidl, Aldi oder Alcampo besser sind, erfordert einen Aufwand, den viele Familien nicht leisten wollen. Diese Informationskosten erklären, warum der Rückgang der spanischen Kette kein Massenexodus, sondern ein langsames Abwandern ist. Und warum das Unternehmen von Juan Roig die jahrelang kostenlose Kundentreue nicht mehr als sicher betrachten kann.

Der versteckte Preis des Vergleichts von sieben Supermärkten

Das Argument treuer Kunden ist selten der Geldbeutel, sondern rationale Trägheit. Ein effizienter Vergleich zwischen sieben Ketten erfordert eine absurde Logistik; Schätzungen zufolge bis zu 56 Stunden pro Woche für die Suche nach Angeboten. Niemand investiert diese Zeit. Deshalb funktioniert die Eigenmarke Hacendado weiterhin als Garantie für mittlere Qualität, und die Kunden bleiben.

Bis sie Lidl und Aldi in unmittelbarer Nähe haben. In manchen Fällen entfällt bis zu 90 % des Familieneinkaufs auf die lokale Konkurrenz. Das eigentliche Problem sind Preise, die nach Ansicht vieler Kunden überproportional gestiegen sind.

Frischwaren: Die Lücke, die die Eigenmarke nicht schließt

Wo das Vertrauen bricht, sind Fleisch und Obst. Viele Verteidiger der Eigenmarken kaufen Frischwaren in lokalen Metzgereien und Gemüseläden, weil Mercadona dort einfach nicht konkurrenzfähig ist. Der Verlust entsteht nicht an der Kasse, sondern am Regal, wo die Qualität sofort sichtbar ist. Es ist eine stille, anhaltende Schwachstelle.

Sonntage, Feiertage und doppelte Standards

Mercadona hat den ganzen Sommer über sonntags und feiertags geöffnet, in Tourismusgebieten bis 15 Uhr und sogar in Städten wie Málaga, die keine Strandziele sind. Wenn eine Consum-Filiale in Valencia dies tut, gibt es kaum Kritik. Bei Mercadona hagelt es Vorwürfe. Der Supermarkt ist vom reinen Geschäft zum politischen Spielfeld geworden, auf dem jede Entscheidung im Kontext von Region und Politik gelesen wird.



Angesichts dieser Fakten könnte man meinen, Mercadona stehe vor dem Abgrund. Die Kette bleibt Marktführer. Doch das Joch – wie auch der Preis für Hähnchen – wird nicht mehr allein von ihr bestimmt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (23 Antworten).

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