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Saporischschja: Über 20 Leopard-Panzer laut Forum zerstört
In Saporischschja sind über 20 Leopard und zehn Bradley außer Gefecht gesetzt. Drohnen im Wert von 5.000 Euro treffen Panzer für 11 Millionen.
Ohne Luftunterstützung oder Artillerie: Über 20 Leopard laut Forenberichten zerstört
Eine Lancet-Drohne, geschätzt auf etwa 5.000 Euro, schaltet einen Leopard 2A4 aus, dessen Kosten auf 11 Millionen Euro beziffert werden – so die Videos, die in den Foren kursieren. Diese Szene wiederholt sich seit den Angriffen am 9. Juni in der Steppe von Saporischschja. Berichten zufolge wurden die Kolonnen westlicher Panzer gestoppt, bevor sie die erste russische Verteidigungslinie erreichten. Die strengsten Analysen sprechen von mehr als zwanzig verlorenen Leopard, bestätigt durch zwei Fotos, sowie von zehn US-Bradley-Panzern, die in einer einzigen Aktion vernichtet wurden. Ohne eigene Luftwaffe, mit knapper Artillerie und vorab bekannten Plänen. Für jeden, der eine Karte betrachtet hat, ist das Ergebnis wenig überraschend.
Was ist mit den Leopard und Bradley in Saporischschja passiert?
Der Ausgangspunkt ist ein unbequemes Bild: Ein Haufen zerstörter Bradley und Leopard 2 an einem Ort, gefolgt von weiteren Truppen, die denselben Weg für denselben Angriff nahmen. Auf dieser Grundlage entstand die Erzählung, dass der Großteil der ukrainischen Brigaden noch nicht im Einsatz war. Dieser Nuance mindert das Ausmaß der Katastrophe, eliminiert sie aber nicht: Die Angriffe scheiterten nacheinander, und keines der in der ersten Woche angekündigten Ziele wurde erreicht.
Die kursierende Bilanz ist drastisch. Ein Drittel des von der NATO gelieferten Materials soll bereits zerstört sein, bei Spezialfahrzeugen wie Minenräumpanzern und Pionierfahrzeugen bis zur Hälfte. Dies stammt nicht aus offiziellen Berichten und sollte mit Vorsicht behandelt werden, passt jedoch zu den Videoaufnahmen. Unter diesen Spezialfahrzeugen gehören die Leopard 2R, die zum Räumen eingesetzt werden, zu den am stärksten betroffenen Einheiten in den geteilten Zählungen.
Warum hält die Panzerung eines Leopard keine Drohne auf
Die Erklärung eines Teilnehmers ist einfach und verheerend. Ein Kampfpanzer konzentriert seinen Schutz an der Front: Wanne und Turm sind vorne dick, hinten und an den Seiten jedoch sehr dünn. Beim Leopard 2 beträgt die Dicke des Turmhecks nur etwa 3 Zentimeter Stahl, wo sich die Besatzung befindet. Jede Hohlladung, die von oben oder von der Seite trifft, erledigt die Arbeit.
Das Grundproblem liegt im Design. Diese Fahrzeuge wurden gegen Feinde entwickelt, die frontal angreifen, nicht gegen Sturzflugdrohnen oder intelligente Minen. Die Lancet hat diese Asymmetrie in eine brutale Gleichung verwandelt: 5.000 Euro gegen 11 Millionen. Es muss nicht einmal zerstört werden; es reicht, es kampfunfähig zu machen und die Besatzung zur Flucht ins Feld zu zwingen.
Kann man bereits vom Scheitern der ukrainischen Gegenoffensive sprechen?
Die Analyse spaltet sich in zwei Lager. Eine Strömung behauptet, das Scheitern sei offensichtlich: Wochen vergingen – bis zu 19 Tage gezählt –, ohne die Hauptverteidigungslinie zu erreichen, während sich die Verluste häuften und keine Luftunterstützung den Vormarsch deckte. Aus dieser Sicht wurde die Operation als eher sarracena als reales Spektakel verkauft und endete als blutiger Teststand für westliches Material. Die Phase der Überraschung, so heißt es, geht zu Ende.
Die andere Strömung relativiert dies und hat teilweise recht. Der Großteil der Brigaden ist noch nicht im Einsatz, Russland kämpft auf eigenem Boden mit logistischem Vorteil, und einige sehen das eigentliche Ziel nicht in der Eroberung von Territorium, sondern darin, den Gegner bis zum Punkt des No Return abzunutzen. Unter diesem Blickwinkel verwechselt man taktische Ergebnisse mit Strategie. Bleibt eine unbequeme Frage: Wenn es um Abnutzung geht, wer wird zuerst abgenutzt?
Die These des Wirtschaftskrieges: USA gegen europäische Industrie
Eine dritte Linie, eher wirtschaftlich als militärisch, argumentiert, dass der große Gewinner nicht die Ukraine sei. Der Konflikt habe dazu gedient, Deutschland zugunsten der USA zu deindustrialisieren, billiges russisches Gas, bezahlt in Euro, durch Energie ersetzt, gekauft in Dollar, und den Energieverbrauch des Kontinents zu kontrollieren. In diesem Rahmen würde die Demonstration des zerstörten deutschen Leopard in der Steppe dem Hersteller Prestige entziehen und den Weg für den amerikanischen Abrams ebnen.
Diese Hypothese erklärt Details, die sonst irritieren: die kalkulierte Verzögerung bei der Lieferung der Abrams, die Abwesenheit britischer Challenger im Schlamm von Saporischschja, die Zurückhaltung der Unternehmen. Niemand hat die Absicht bewiesen; es handelt sich um Verdachtsmomente. Für die Anhänger dieser These ist der Effekt – geschädigte europäische Konkurrenz, verdoppelte Energieabhängigkeit – der nachweisbare Teil.
Die diskutierten Zahlen: Material, Bevölkerung und Vormarsch
Die Materialbilanzen sind die sichtbarsten, aber nicht die einzigen. Bei der ukrainischen Bevölkerung gibt es eine Differenz von acht Millionen: die üblicherweise genannten 44 Millionen gegenüber den 36 Millionen, die aus den zitierten UN-Daten hervorgehen, nachdem die Gebiete unter russischer Kontrolle und die Millionen Vertriebenen nach Russland und in den Westen abgezogen wurden. Der Unterschied ist relevant, da davon abhängt, wie viele Menschen noch rekrutiert werden können.
Und an der Front ist die beunruhigende Zahl nicht die der von Raketen getroffenen Panzer. Von den verlorenen Leopard waren vier 2R-Minenräumpanzer, so berichtet ein Teilnehmer, und nicht alle fielen feindlichem Feuer zum Opfer: Einer fuhr in einen Graben und kam nicht mehr heraus, ein anderer blieb im Schlamm stecken. Ob dies ein Kampfeinsatzverlust oder eine Panne ist, entscheidet, ob der Panzer zurückkehrt oder nicht. An einer Front, an der jedes Fahrzeug zählt, ist dieser Unterschied fast akademisch.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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