Sánchez-Regierung: Skandale, Urteile und Kontroversen

Das Oberste Gericht verurteilte Ábalos und Koldo im Jahr 2026 und hob zwei Alarmzustände teilweise auf. Ein Rückblick auf die Affären der Legislaturperiode.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Legislaturperiode von Pedro Sánchez ist geprägt von rechtskräftigen Verurteilungen wie jener gegen José Luis Ábalos und Koldo García wegen Maskendeals, teilweisen Aufhebungen zweier Alarmzustände durch das Verfassungsgericht sowie laufenden Ermittlungen zur Rettung von Air Europa. Kein laufendes Verfahren bedeutet automatisch eine Verurteilung.

Seit Beginn der Legislaturperiode im Jahr 2018 haben sich zahlreiche gerichtliche Akten, Entscheidungen des Verfassungsgerichts und Managementkontroversen angesammelt, die chronologisch und faktisch einzuordnen sind. Nicht jede Untersuchung führt zu einer Verurteilung, und nicht jede Verurteilung ist endgültig.

## Die Maskenaffäre und Netzwerke bei öffentlichen Aufträgen

Die Zentrale Operative Einheit der Guardia Civil datiert den Beginn einer mutmaßlichen Provisionsschmiede im Zusammenhang mit Vergaben öffentlicher Bauaufträge auf **2018** bis **2019**. In diesem Kontext taucht der Name **Santos Cerdán** auf, der weiterhin Gegenstand von Ermittlungen ist, aber noch nicht verurteilt wurde.

Der Durchbruch in der öffentlichen Wahrnehmung gelang jedoch über die Maskenverträge während der Pandemie. Das Verfahren führte zu einem Urteil: Im Jahr **2026** verurteilte das Oberste Gericht **José Luis Ábalos**, Koldo García und Víctor de Aldama wegen Maskenverträgen, Provisionen und anderer irregulärer Auftragsvergaben.

Hinzu kommt die Gesundheitsverwaltung im Krisenmodus. Defekte Tests mussten ersetzt werden, und der **Rechnungshof** stellte später Mängel bei verschiedenen Notfallverträgen fest. Dies ist eine buchhalterische Rüge, keine strafrechtliche Verurteilung.

## Zwei teilweise aufgehobene Alarmzustände

Das **Verfassungsgericht** hob Teile der Maßnahmen des ersten Alarmzustands auf, da bestimmte Beschränkungen den zulässigen Rahmen dieser Rechtsfigur überschritten hätten. Die Entscheidung kassierte nicht das Instrument als Ganzes, sondern nur die verfassungswidrigen Aspekte.

Beim zweiten Alarmzustand verlief es ähnlich. Das Verfassungsgericht erklärte verschiedene Bestimmungen für nichtig, darunter die Art und Weise, wie die sechsmonatige Verlängerung festgelegt wurde, sowie Teile der Kompetenzübertragung.

Parallel dazu hob das **Oberste Gericht** die Absetzung des Colonels **Diego Pérez de los Cobos** als Chef der Guardia-Civil-Kommandantur in Madrid auf. Eine Verwaltungsentscheidung, die gerichtlich korrigiert wurde.

## Staatliche Rettungsaktionen unter richterlicher Lupe

Die Regierung gewährte **Air Europa** **475 Millionen Euro**. Im Jahr **2026** wurde eine gerichtliche Untersuchung zur Abwicklung der Rettungsaktion und möglicher Rechtsbeugung eingeleitet. Es liegt keine Verurteilung vor.

Auch die Rettung von **Plus Ultra** in Höhe von **53 Millionen Euro** landete vor Gericht. Im Jahr 2026 erreichten die Ermittlungen den ehemaligen Präsidenten **José Luis Rodríguez Zapatero** wegen mutmaßlicher Einflussnahme im Zusammenhang mit der Rettungsaktion. Auch hier gibt es kein Urteil.

Der Fall **Tubos Reunidos** eröffnet eine weitere Front: Eine Rettung in Höhe von **112,8 Millionen Euro** über die SEPI (Spanische Staatsbeteiligungsgesellschaft). Im Rahmen der Leire-Affäre wird ermittelt, ob es irreguläre Vermittlungen oder mögliche Provisionen im Zusammenhang mit dem Geschäft gab.

## Ceuta, Begnadigungen und La Palma

Nachdem etwa **12.000 Menschen** nach Ceuta eingedrungen waren, erklärte das Oberste Gericht die anschließenden Zurückschiebungen von Minderjährigen für illegal. Im Jahr **2025** wurden die ehemalige Regierungsdelegierte in Ceuta und die ehemalige Vizepräsidentin der Stadt wegen Rechtsbeugung zu **9 Jahren Amtsenthebung** verurteilt. Das Urteil war anfechtbar.

Im territorialen Bereich wechselte die Regierung ihre Haltung: Während sie **2019** die „vollständige Einhaltung“ des Urteils im Katalonien-Prozess forderte, gewährte sie im **Juni 2021** neun inhaftierten Verurteilten teilweise Begnadigungen. Damit entfielen ihre Haftstrafen, die Amtsenthebungen blieben jedoch bestehen.

Das Management des Vulkanausbruchs auf **La Palma** ist auch fünf Jahre später noch nicht abgeschlossen. Im **September 2026** waren weiterhin **60 modulare Holzhäuser** belegt, die als Notlösung errichtet worden waren, und rund **40 Familien** lebten noch immer in Containerwohnungen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (10 Antworten).

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