Sánchez plant 240.000 Mietwohnungen vor Wahlkampf

Die Regierung mobilisiert 240.000 Wohnungen, größtenteils aus der Bad Bank SAREB. Steuererhöhungen bei Einkommensteuer und Grundsteuer werden erwartet.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Sánchez plant 240.000 Mietwohnungen vor Wahlkampf
Sánchez plant 240.000 Mietwohnungen vor Wahlkampf

240.000 Wohnungen zur Vermietung. Der Plan der Regierung stützt sich weitgehend auf einen Immobilienbestand, der seit über einem Jahrzehnt ungenutzt blieb und nun kurz vor einer weiteren Wahl aktiviert wird. Neben dem Hauptziel sehen Forennutzer auch eine Erhöhung der Einkommensteuer (IRPF) und der Grundsteuer (IBI) sowie eine staatliche Bürgschaft für 20 % des Eigenkapitals voraus. Die Ankündigung wurde mit mehr Skepsis als Jubel aufgenommen, selbst von denen, die ein Vorgehen gegen Vermieter befürworten.

240.000 Wohnungen, davon zehntausende bereits gebaut

Etwa 50.000 dieser Einheiten stammen aus den Beständen der SAREB, der sogenannten Bad Bank, die nach dem Platzen der Immobilienblase die toxischen Assets der Sparkassen übernommen hat. Einige berufen sich auf Lacalle und behaupten, dass rund 15.000 dieser Objekte in angespannten Märkten liegen, wo Mieten zum Luxusgut geworden sind.

Die Frage im Sektor ist nicht, wie viele Schlüssel versprochen werden, sondern woher sie kommen. Viele Assets der Bad Bank sind unfertige Projekte, Wohnungen in schlecht erschlossenen Gebieten oder Objekte, die Heuschrecken-Fonds gemieden haben. Wenn niemand sie wollte, als der Markt besser lief, stellt sich die Frage, was sie jetzt attraktiv macht.

Wer zahlt, wenn die 20 %-Bürgschaft schiefgeht?

Hier liegt der wunde Punkt. Würde der Staat nur bürgen, wäre die Debatte anders gelagert. Das Problem entsteht laut Thread, wenn der Staat die 20 % Eigenkapital an die Bank vorstreckt und Käufer ohne Ersparnisse sich verschulden, weil sie nichts zu verlieren haben: Geht es schief, kostet die Zwangsvollstreckung kaum mehr als die monatliche Rate, den Rest decken die Steuern aller. Dieser Anstieg insolventer Käufer ist genau das Szenario, das einige als Treiber einer neuen Blase von unten sehen.

Das Kleingedruckte: Die Miethöhe

Im Forum geht man davon aus, dass das Steuerpaket die Eigentümer treffen wird: höhere Einkommensteuer auf Mieterträge und mehr Grundsteuer, wobei kleine Vermieter wie professionelle Spekulanten behandelt werden. Die kursierenden Preise für öffentliche Mietwohnungen lauten:

  • 1 Zimmer: 500 € pro Monat
  • 2 Zimmer: 700 € pro Monat
  • 3 Zimmer: 1.000 € pro Monat

Hinzu kommen Hausgeld und Grundsteuer, die der Mieter trägt, bei Verträgen von mindestens zwei bis maximal sieben Jahren. Die Aufschlüsselung zeigt eine Differenz zwischen Ankündigung und tatsächlicher Belastung, die genauestens geprüft werden sollte.

Wohnungen, die keiner kaufen wollte

Es gibt eine weniger heroische Erklärung für die Operation. Wie ein Nutzer anmerkt, müssen Banken aufgrund von Basel III ihre toxischen Bilanzpositionen abbauen, und unbewegliches Ziegelstein-Investment ist dabei am unbequemsten. Der Verkauf an Heuschrecken-Fonds lohnt sich nicht mehr; die Übertragung an eine öffentliche Gesellschaft für Sozialmieten löst das Problem in den Büchern auf Kosten der öffentlichen Hand. Dasselbe Manöver unter anderem Deckmantel wurde in anderen Verwaltungen gesehen, die ganze Gebäudekomplexe, die niemand wollte, aufkauften, um sie in Sozialmietwohnungen umzuwandeln.

Von Versprechen zu Skepsis in vier Jahren

Die Ankündigung folgt auf Jahre ähnlicher Verpflichtungen, die nie zu Baukränen führten. Kritiker erinnern daran, dass die Regierung lange genug an der Macht war, um das Problem nicht erst im Vorwahlkampf anzugehen, und dass Maßnahmen stets mit derselben Dringlichkeit aktiviert werden: kurz vor der Wahl. Die Historie hilft nicht: Wohnraum war das wiederkehrende Versprechen jedes Wahlzyklus, und die runden Zahlen – erst eine Million Häuser, jetzt 240.000 – tauchen je nach Bedarf der Erzählung auf und wieder ab.

Andere hingegen geben zu, dass das Vorgehen gegen Vermieter logisch ist und die Mobilisierung des Bestands der Bad Bank, wenn auch widerwillig, besser ist als ihr Verfall.

Angesichts der Zahlen: Glaubt wirklich jemand, dass 240.000 Schlüssel vor der nächsten Wahl auf den Markt kommen?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (385 Antworten).

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