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Sánchez kündigt staatliches Wohnungsunternehmen an
Sánchez plantet ein neues Staatsunternehmen für Wohnungsbau, obwohl bereits 150 öffentliche Stellen nur 1 % des Bestands verwalten.
Staatliches Wohnungsunternehmen: Es gibt bereits 150 – sie verwalten nur 1 %
Was bringt ein neues staatliches Wohnungsunternehmen, wenn es bereits 150 solcher Einheiten gibt und diese zusammen kaum 1 % des gesamten Wohnungsbestands verwalten? Die Frage beantwortet sich selbst anhand der vorliegenden Daten. Pedro Sánchez hat die Gründung eines öffentlichen Unternehmens für den Bau von Wohnungen angekündigt, laut einer Meldung der Nachrichtenagentur EFE. Die im Kontext als „großes staatliches Wohnungsunternehmen“ präsentierte Ankündigung enthielt zumindest in den veröffentlichten Debattenbeiträgen kein Gründungsdatum, keine Haushaltsmittelzuweisung und keine konkrete Anzahl zugesagter Bauprojekte.
Was genau hat die Regierung angekündigt?
Der verfügbare Inhalt beschränkt sich auf eine Idee: eine öffentliche Gesellschaft zum Errichten von Wohnraum. In dem gesammelten Material taucht kein Dokument mit Fristen oder einem wirtschaftlichen Konzept auf. Die zuständige Ministerin trat bei RTVE auf und konnte laut einem Kommentar im Thread nicht vom Skript abweichen: ohne Investitionsvolumen, ohne Anzahl der Projekte und ohne Erklärung, woher das Bauland kommen soll, so derselbe Kommentar. Der Rahmen hilft auch nicht weiter, da die Nachricht mitten in einer internen Parteiveranstaltung lanciert wurde, wo eine Schlagzeile dieser Art gegen die Hintergrundgeschichten konkurriert. Es bleibt das Gefühl einer Ankündigung ohne technisches Fundament, eher ein Plakat als ein Projekt.
Wie viele der versprochenen Wohnungen wurden gebaut?
Keine einzige, lautet der häufigste Vorwurf. In der Debatte wird daran erinnert, dass die Exekutive 160.000 öffentliche Wohnungen für diese Legislaturperiode angekündigt hatte. Später kam die Ankündigung von 184.000 Sozialwohnungen hinzu, formuliert mehr als ein Jahr vor der Präsentation der neuen Gesellschaft. Das sind 344.000 angesammelte Versprechen und, nach dieser kritischen Zählung, kein einziges abgeschlossenes Bauprojekt. Zum Zeitpunkt dieser Diskussion liegt kein öffentlicher Bericht vor, der diese Bilanz widerlegt.
Und das ist kein Detail am Rande: Wenn es nur um Schlagzeilen ginge, wäre jede Ankündigung wertlos. Die Glaubwürdigkeit solcher Maßnahmen bemisst sich an übergebenen Schlüsseln, nicht an Pressemitteilungen.
Die bereits existierenden 150 öffentlichen Stellen und ihr Anteil von 1 % am Bestand
Hier kommt die verwirrende Zahl ins Spiel. Spanien verfügt bereits über 150 öffentliche Wohnungsunternehmen: 17 auf regionaler Ebene und der Rest auf kommunaler Ebene. Zusammen verwalten sie etwa 300.000 Wohnungen, das entspricht ungefähr 1 % des Gesamtbestands. Diese Zahl stammt aus einer Information der Zeitung Público, die in der Diskussion aufgegriffen wurde, und erklärt, warum die Hälfte Spaniens die Ankündigung mit Gähnen zur Kenntnis nahm.
Eine weitere staatliche Gesellschaft zu dieser Liste hinzuzufügen, schafft nicht automatisch Wohnraum. Sie schafft Struktur. Und Struktur hat, wenn bereits 150 Organisationen an derselben Sache arbeiten, Koordinationskosten, die noch niemand detailliert beziffert hat.
Die Regionen haben das letzte Wort
Wie ein Kommentar im Thread anmerkt, gibt es eine Kompetenzgrenze, die die Ankündigung nicht löst: Wenn der Staat tatsächlich bauen und vermieten wollte, müsste er dies bei den Autonomen Gemeinschaften beantragen, die für Stadtplanung und einen Großteil des öffentlichen Bodens zuständig sind. Siebzehn Regelwerke, siebzehn Geschwindigkeiten und siebzehn Kriterien für die Bodenabgabe.
Daraus ergibt sich die unbequemste Kritik: Das Modell der öffentlich-privaten Partnerschaft wurde bereits bei Infrastrukturprojekten getestet, mit dem Beispiel der radialen Autobahnen um Madrid, heißt es aus dem Thread. Die Wiederholung dieses Modells im Immobiliensektor lässt eher an Kostenüberschreitungen denken als an Mieter.
Die Angst vor dem „Filz“: Gehälter vor Wohnungen
Die in der Diskussion kursierende Berechnung weist der neuen Gesellschaft ein Budget von 500 Millionen Euro zu, von denen etwa 480 Millionen für Personal und Strukturkosten ausgegeben würden, was nur Peanuts für den Bau und den Kauf von Grundstücken übrig lässt. Es ist keine offizielle Zahl, aber sie fasst die Angst zusammen: Dass die Behörde dazu dient, Posten zu vergeben und laufende Ausgaben aufzublähen.
Es wird sogar spekuliert, dass Teams aus Dutzenden Generaldirektoren, stellvertretenden Direktoren und Büroleitern in fünf Jahren nur eine Handvoll Wohnungen produzieren könnten. Die berechtigte Zweifelfrage ist nicht, ob es ein Büro geben wird, sondern wie viele Wohnungen daraus hervorgehen werden.
Von Franco bis zum Mietstreik: Der unbequeme Vergleich
Der Name des Großvaters ist wieder im Gespräch. Mehrere Kommentare erinnern daran, dass das Instituto Nacional de la Vivienda (Nationales Wohnungsamt) aus der Franco-Ära bereits Häuser unter Arbeitern verteilte und dass es damals ein Wohnungsbauministerium gab. Die Ironie, auf die jene hinweisen, die diesen Vergleich ziehen, ist offensichtlich: Wer den Franquismus täglich als Beleidigung brandmarkt, schlägt nun eine staatliche Nachbildung dieses Modells vor, so ihre Argumentation.
Parallel sehen einige Kommentare die Maßnahme als vorbeugende Antwort auf einen Mietstreik, der sich unter Mietern mit wenig zu verlieren abzeichnet. Und hinsichtlich des Marktes deutet die am häufigsten wiederholte Prognose im Thread in die entgegengesetzte Richtung dessen, was die Regierung verspricht: Der Aufkauf von Grundstücken und Wohnungen durch den Staat könnte die Preise, die ohnehin auf Höchstständen liegen, noch weiter in die Höhe treiben.
Mit diesem Material wirkt das Versprechen zu bauen wie eine Baustellenankündigung ohne Budget, ohne Grundstück und ohne Starttermin. Es fehlt nur noch das Schild demnächst.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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