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Spaniens Arbeitsamt SEPE betreute 1,1 Millionen Personen im Januar und Februar
Laut einer im Streit zitierten internen Quelle hat das spanische Arbeitsamt (SEPE) im Januar und Februar 1.111.000 Personen persönlich betreut, wobei 75 % des Personals vor Ort waren.
Terminpflicht und Homeoffice: Das Rezept für den Zusammenbruch der Verwaltung
Seit der Pandemie leidet die spanische öffentliche Verwaltung unter einem Verfall, der sich von der Justiz bis zum Gesundheitswesen erstreckt. Der Text, der diese Diskussion auslöste, beschreibt es schonungslos: Anwälte und Gerichtsvollzieher gehen zu den Gerichten und finden heraus, dass der zuständige Beamte im Homeoffice arbeitet – ein Euphemismus, der laut Bericht bedeutet, dass er zu Hause ist und nicht erreichbar. „Als wäre er auf den Mars gezogen“, fasst ein Anwalt zusammen. Die von Bolaños vorangetriebene Prozessreform fügt einem System, das von Richtern und Anwälten scharf kritisiert wird, weitere Komplexitätsebenen hinzu.
Die Terminpflicht, eine weitere Erfindung aus der Corona-Zeit, ist zu einem Flaschenhals geworden. Nicht nur bei Ausländerbehörden, sondern auch bei Polizeistationen, Straßenverkehrsämtern oder dem SEPE. Bürger, die keinen Termin bekommen, erscheinen in den Büros und filmen fast leere Räume mit verlassenen Schreibtischen. Die offizielle Antwort lautet, dass die Abwesenden im Homeoffice arbeiten. Aber worin besteht das Homeoffice von jemandem, der physisch präsent sein muss?
SEPE: 1.111.000 persönliche Beratungen in zwei Monaten
Die Daten widerlegen die einfachste Version. Laut einer im Streit zitierten internen Quelle hat der SEPE im Januar und Februar insgesamt 1.111.000 Personen persönlich betreut. Das Problem wäre nicht die Terminpflicht selbst, sondern die Explosion der Verfahren: Seit der Pandemie haben Sozialleistungen und die Einführung des Existenzminimums (IMV) die Nachfrage stark erhöht. Die vorgeschlagene Lösung ist unpopulär: Kürzung von Beihilfen und Abschaffung des IMV zur Reduzierung der Verwaltungslast.
Beim SEPE sind 75 % des Personals in den Leistungsstellen vor Ort. Bei der Sozialversicherung gibt es schlicht kein Personal, daher sieht man leere Schreibtische. Nach dieser Darstellung ist Homeoffice praktisch nicht existent. Ende 2024 wurden Vorschriften geändert und ein neues Programm eingeführt, das schlechter funktioniert, schwere Störungen aufweist und dazu zwingt, mit zwei verschiedenen Systemen zu arbeiten. Verlängerungen wurden von sechs auf drei Monate reduziert, und ein automatischer Beschäftigungszuschuss verbraucht nun Tage der Arbeitslosenunterstützung.
Homeoffice ohne VPN: Beamte, die nicht einmal ins System können
Schlecht umgesetztes Homeoffice führt zu absurden Szenen. Ein Trainer für regionale Beamte berichtet, dass in jedem Kurs Teilnehmer sagten, sie könnten ihre Arbeit nicht erledigen, weil sie im Homeoffice seien und kein VPN für den Zugriff auf das Netzwerk des Bundeslandes hätten. Was für ein Homeoffice ist das, wenn man weder ins System noch auf Repositories zugreifen kann?
Die häufigste Kritik richtet sich nicht gegen das Homeoffice selbst, sondern gegen dessen Management. Einige befürworten ein duales System: Termine für diejenigen, die sie wollen, und offene Sprechzeiten für diejenigen, die lieber Schlange stehen. Andere schlagen vor, das Personal rotieren zu lassen, damit nicht alle gleichzeitig im Homeoffice sind. Das Grundproblem, so einige Kritiker, war die großzügige Gewährung von Homeoffice während der Pandemie, ohne das daraus entstandene Chaos je zu lösen.
Gesundheitswesen: Ärzte-Streik, leere Wartezimmer und unkalkulierte Universalisierung
Im Gesundheitswesen ist das Bild ebenso düster. Der Originaltext wirft Gesundheitsministerin Mónica García vor, sie habe die Entscheidung getroffen, das öffentliche Gesundheitssystem zu universalisieren, ohne zu berechnen, wie viele sich anmelden würden. Keine Sondermaßnahmen, keine Folgenabschätzung. Die vorhersehbare Konsequenz sei laut Bericht der endgültige Kollaps des Systems und die Stärkung des privaten Gesundheitswesens.
Währenddessen streiken die Ärzte. Der Text fordert die Mediziner auf, Patienten zu warnen, damit sie nicht umsonst kommen, und Lärm zu machen. In den Gesundheitszentren kontrastieren leere Wartezimmer mit Verwaltungsangestellten, die über Rezepte plaudern. In den Krankenhäusern führen Krankenschwestern Tests durch, weil Ärzte keine Sprechstunden abhalten.
Das Termin-Geschäft: Bots, die Termine horten und weiterverkaufen
Das Terminsystem hat einen Schwarzmarkt geschaffen. Laut Text nutzen einige Unternehmer Bots, um alle Termine sofort nach Veröffentlichung zu ergattern und sie dann weiterzuverkaufen. Es begann bei Ausländerbehörden, dehnte sich aber auf Straßenverkehrsämter, den SEPE und Meldeämter aus. Die Polizei, so der Vorwurf, könne nichts tun.
Die Debatte wandte sich der Produktivität der Beamten zu. Einige fordern eine strenge Überwachung, besonders im Gesundheitsbereich. Andere erinnern daran, dass auch die Privatwirtschaft kein Paradies sei: Fabriken, die früher Schrotthändler waren, sind jetzt Misthaufen, in denen nichts funktioniert. Die häufigste Schlussfolgerung ist, dass in Spanien weder das Öffentliche noch das Private gut funktioniert und das Problem eher in Mentalität und Anreizen als im Eigentumsverhältnis liegt.
Glaubt wirklich jemand, dass sich das System von selbst repariert, wenn die jetzigen Mitarbeiter in Rente gehen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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