Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Sánchez in der Opposition: vier Jahre oder ein internationaler Posten?
Die vorherrschende Analyse besagt, dass Sánchez vier Jahre in der Opposition nicht durchhalten würde: Er hätte einen internationalen Posten sicher oder würde abwarten und die Fäden aus…
Sánchez würde vier Jahre in der Opposition nicht durchhalten, so die kursierende Rechnung
Bleibt Pedro Sánchez vier Jahre in der Opposition und sieht zu, wie sich die Korruptionsfälle der anderen häufen? Das ist die Frage, mit der das Thema eröffnet wird, und die Antwort, die in der Analyse vorherrscht, ist nicht die, die er sich wünschen würde. Die Ausgangsthese lautet: Wenn er die Wahl verliert, wird er sich nicht mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Er hätte bereits einen Posten bei einer internationalen Organisation sicher und würde von der nationalen Bühne verschwinden. Dieser Zweifel schwebt seit Monaten über der spanischen Politik und spaltet diejenigen, die den Vorsitzenden des PSOE (spanische sozialistische Arbeiterpartei) als professionellen Widerstandskämpfer sehen, von denen, die in ihm einen vorübergehenden Mieter sehen.
Ausgangspunkt der Analyse ist weniger die Frage, was Sánchez tun würde, als vielmehr, was bei der Wahl passieren wird. Die Mehrheitsmeinung besagt, dass er nicht gewinnen wird: Sowohl die PP als auch die PSOE würden die Wahl durch eigene Fehler verlieren, was die Frage in der Schwebe lässt. Ohne Wahlsieg gibt es keine Opposition zu bewältigen. Und ohne Opposition wird die Debatte über seine Widerstandskraft zu einer Übung in Zukunftsdeuterei.
Das Szenario des internationalen „Postleins“
Die Hypothese eines Postens bei einer internationalen Organisation ist kein isolierter Einfall. Sie passt zu einem Profil, das in dieser Lesart keine berufliche Laufbahn außerhalb der Politik hat, einen beschädigten internationalen Ruf und nicht die nötige Demut, sich in die zweite Reihe zurückzuziehen. Manche fügen eine noch unangenehmere Nuance hinzu: Sein Verbleib hinge davon ab, dass ein externer Sponsor ihm ein anderes Ziel zuweist. Politik als Sprungbrett, nicht als Berufung zum Widerstand.
Gegenüber dieser Version zeichnet eine andere Strömung ein Bild von Sánchez, der tatsächlich bleibt, aber nicht für eine ruhige Opposition. Die These lautet: Er würde in der Opposition warten und aus der Ferne einen urbanen Guerillakrieg steuern, mit Straßenagitation als Verschleißinstrument. Die Rechnung hat ihre Logik: Die Straße als alternatives Parlament, wenn man den Parlamentssitz nicht kontrolliert.
Die Straße als Waffe und das Risiko, dass es schiefgeht
Das Szenario der urbanen Guerilla hat eine Kehrseite, die ihre Befürworter selten erwähnen. Wenn die Agitation eskaliert, kann die Reaktion des Innenministeriums hart ausfallen: Massenverhaftungen und Vorführung vor dem Richter. Mit der Aussicht auf sich häufende rechtskräftige Urteile würden professionelle Aktivisten es sich zweimal überlegen. Die Krawalle würden eine Stunde dauern und nicht viel länger, so diese Analyse, denn die Kosten-Nutzen-Rechnung, vor einem Gericht zu landen, geht nicht auf.
Die Angelegenheit des Protestlagers am Sol erscheint als Beispiel für diese Spannung. Manche schlagen vor, dass die Händler der Puerta del Sol gemeinsam klagen gegen den Regierungsdelegierten in Madrid erheben, damit er mit seinem eigenen Vermögen für die Schäden haftet, die durch eine als passiv und komplizenhaft bezeichnete Haltung entstanden sind. Straßenpolitik hat konkrete wirtschaftliche Folgen für den, der den Laden darunter besitzt.
Der Kalender, den niemand kontrolliert
Die Analyse verstrickt sich in ein breiteres Szenario: ein angeblich über Jahrzehnte geschmiedeter Plan, ein zerbrochenes Europa und ein Thron, den die Herren für einen bestimmten Mieter wollen. Das sind Verschwörungsdeutungen ohne Belege, die sich aber mühelos in der öffentlichen Debatte verbreiten. Verankert ist hingegen der Verdacht, dass der interne Gegner vier Jahre ohne Luft zum Atmen nicht durchhalten würde: Der Verschleiß der Opposition verschleißt auch den, der sie ausübt.
Die Grundfrage bleibt unbeantwortet. Wenn er verliert, bleibt er? Die ehrlichste Antwort lautet: Niemand weiß es, und wer das Gegenteil mit Bestimmtheit behauptet, verkauft eine Hypothese als Gewissheit. Das Einzige, was klar ist: Das Szenario des internationalen Postens ist angenehmer vorstellbar als das von vier Jahren Opposition, in denen man zusehen muss, wie die Korruptionsfälle der anderen auftauchen. So ist die Politik: Manchmal ist der goldene Rückzug der einzig würdevolle Ausweg.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (27 Antworten).
Pedro Sánchez erklärt, er werde 'so oder so' vier weitere Jahre im Amt bleiben. Die spanische Opposition sucht nach einem Plan B, den es nach vorherrschender Einschätzung gar nicht gibt.
Eine Minderheit des galizischen Nationalismus nutzt das Motto 'fogar, raza, língoa' und beruft sich auf die Ultreya von 1932. Triskele-Camps und soziale Medien.
Der Fall gegen Spaniens Ex-Regierungschef Zapatero wackelt: US-Beweise könnten für ungültig erklärt werden. Gefängnis droht wohl nicht, doch der Rufschaden könnte…
Pedro Sánchez setzt das Zieljahr 2031 und fordert Mut von der spanischen PSOE – mitten in einer Welle von Skandalen, während das Enkelgesetz monatlich 16.000 neue Wähler bringt.
Miriam González, die Ehefrau von Nick Clegg, führt Democracia21 an, eine europäisch unterstützte liberale Partei, die die Lücke von Ciudadanos füllen will. Kann das…