Sánchez erklärt Begoña Gómez beim Bundeskomitee seine Liebe

Pedro Sánchez erklärt Begoña Gómez beim Bundeskomitee der PSOE unter Jubelrufen wie "wie schön" seine Liebe. Die Geste löst Kritik aus, weil Privates und Öffentliches vermischt werden und…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Sánchez erklärt Begoña Gómez beim Bundeskomitee seine Liebe
Sánchez erklärt Begoña Gómez vor dem Bundeskomitee seine Liebe

Ein Tweet von @HerQles hält den Moment fest: Pedro Sánchez nimmt seine Frau Begoña Gómez mit zum Bundeskomitee und erklärt ihr unter Rufen von "wie schön" seine Liebe. "Danke, dass du meine Ehefrau bist, die Mutter meiner Töchter und meine Frau. Das soll jeder laut und deutlich hören: Ich liebe dich", heißt es in der Nachricht. Die Szene bleibt nicht unbemerkt, sondern hat eine Debatte darüber entfacht, wie weit das Privatleben des Ministerpräsidenten die Bühne einer Partei einnehmen darf.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Manche sehen in der Geste schlecht inszeniertes Theater, andere deuten sie direkt als Manöver ab, um andere Themen zu überdecken. "Was für ein schlechtes Theater. Ist sie seine Frau oder nicht?", fasst eine der ersten Antworten zusammen. Eine andere geht weiter und vergleicht es mit der venezolanischen Politik: "Es fehlt nur noch der Trainingsanzug. Das ist inzwischen Venezuela." Die Bandbreite der Kritik reicht von fremder Scham bis zum Verdacht, der Auftritt sei Teil einer kalkulierten Emotional-Kampagne.

Vom "Ich liebe dich" zur Strafstimme

Der Thread driftet schnell Richtung Wahlabsicht ab. "Ihr zwingt mich bald, VOX zu wählen, um diese Scheißlinke aufzuhalten", schreibt einer der Teilnehmer. Der Satz bündelt den Unmut derjenigen, die finden, dass die PSOE (Spaniens sozialistische Partei) eine Grenze überschritten hat, indem sie ein internes Gremium zur Ehegeschenksveranstaltung macht. Ironie mischt sich mit Empörung: "PSOE-Kundgebungen sollten mit Hello-Kitty-Luftballons und Statisten als Amor abgehalten werden".

Aber nicht alle Nachrichten gehen in dieselbe Richtung. Manche räumen ein, dass die Szene, so kitschig sie auch ist, mobilisierend wirkt: "Vergleicht man ihn mit dem langweiligen und mürrischen Feijóo oder mit Abascals Borderline-Auftritt, dann verdammt, bekommt man Lust, ihn zu wählen... hahaha". Es ist die Erkenntnis, dass die Show, so plump sie auch wirkt, auch als Köder für einen Teil der Wählerschaft funktionieren kann.

Der wiederkehrende Einwand: "Ich bezahle dich, um meine Probleme zu lösen"

Das am häufigsten geäußerte Argument betrifft nicht so much den Inhalt der Botschaft wie ihren Zeitpunkt. "Ist mir egal, ob du deine Frau liebst. Verpiss dich", poltert ein Teilnehmer. Ein anderer führt aus: "Das ist ein Witz in der Politik. Er sagt, dass er seine Frau sehr liebt. Ich habe gehört, dass ich Sie bezahle, um meine Probleme zu lösen, nicht für Ihre Liebschaften." Die Kritik zielt auf die Vermischung von Öffentlichem und Privatem und auf das Gefühl, dass der Ministerpräsident seine Intimität als Schild oder politische Waffe einsetzt.

Der Schatten des Ermittlungsverfahrens liegt über der Angelegenheit. Der ursprüngliche Tweet bezeichnet Begoña Gómez als "imputada" (formal beschuldigte Person), ein Begriff, der in den Nachrichten nicht weiter erläutert wird, aber über der Diskussion schwebt. Die Liebeserklärung wird in diesem Zusammenhang von manchen als Ablenkungsmanöver gelesen. "Arme Begoña ist dank der Saunas schon reich und wollte Professorin werden, nachdem sie Grundschule unterrichtet hat, um sich verwirklicht zu fühlen", heißt es in einer Nachricht, die Spott und Verdacht vermischt.

Der Tanz, der die Kontroverse begleitet

Die Diskussion endet mit einer unerwarteten Wendung: Ein Tweet von El HuffPost zeigt Sánchez, wie er zu Rusowsky neben Begoña Gómez und Óscar Puente tanzt. "In die Fußstapfen des Meisters Nicolás Maduro tretend, tanzt er jetzt sogar", kommentiert ein Teilnehmer. Die Szene bestärkt die These derjenigen, die in diesen Gesten eine Kommunikationsstrategie sehen, die auf Emotion und Spektakel statt auf Regierungstätigkeit basiert.

Das Verstörende ist nicht das "Ich liebe dich", sondern die Feststellung, dass eine Parteiveranstaltung zu einem Fernsehstudio geworden ist. Und dass es Wähler gibt, die sich statt zu empören eingestehen, dass sie Lust haben, ihn zu wählen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (27 Antworten).

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