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Sammelaktion im Iran: 10.000 Schafe für die Gesundheit des obersten Führers
Regimetreue iranische Kleriker haben eine Spendenaktion über 1,5 Millionen Euro gestartet, um 10.000 Schafe für die Gesundheit des obersten Führers zu schlachten. Skepsis macht sich schnell breit.
Die Gesundheit des obersten Führers des Iran: 10.000 Schafe und 1,5 Millionen Euro
Regimetreue iranische Kleriker haben eine Spendenaktion gestartet, um die Schlachtung von 10.000 Schafen für die Gesundheit des obersten Führers zu finanzieren. Laut am 21. August veröffentlichten Informationen würde das Ritual rund anderthalb Millionen Euro kosten – vorausgesetzt, das Geld wird tatsächlich für den versprochenen Zweck verwendet. Die Initiative, unter anderem vorangetrieben von Abdulkarim Abedini, der zehn Jahre lang offizieller Vertreter des obersten Führers in der Provinz Qazvin war, hat in den sozialen Medien und im digitalen öffentlichen Raum erhebliche Skepsis ausgelöst.
Die Kosten der Schlachtung liegen, sofern die Gelder wie versprochen verwendet werden, bei rund 150 Euro pro Schaf – eine Summe, die in scharfem Kontrast zu den wirtschaftlichen Bedürfnissen eines Landes steht, das unter internationalen Sanktionen leidet und dessen Inflation die Kaufkraft der Iraner unaufhörlich aushöhlt. Derweil präsentieren die Organisatoren die Sache als Akt der Hingabe, der zur Erhaltung der Gesundheit des obersten Staatsoberhaupts erforderlich sei – ein Argument, das an eine lange Tradition ritueller Schlachtungen in der Region anknüpft.
Die sich unausweichlich stellende Frage ist, ob eine solche Ausgabe aufrichtigem Glauben entspricht oder ob es sich um einen Mechanismus zur Mobilisierung der Bevölkerung handelt, der in der Praxis letztlich die Launen der Theokratie finanziert. Analysen, die im Netz kursieren, weisen darauf hin, dass die Kosten für die 10.000 Tiere den Haushalt für Grunddienstleistungen über Monate hinweg decken könnten – ein Argument, das die Initiatoren des Rituals als Einmischung in religiöse Angelegenheiten zurückweisen.
Die Spendenaktion läuft dennoch weiter, und bisher sind keine offiziellen Zahlen über die gesammelten Beträge bekannt. Klar ist: In einem Land, in dem die Prioritäten des Regimes Schlagzeilen machen, ist die Schlachtung einer ganzen Herde für die Gesundheit einer einzigen Person ein Vorgang, der – von außen betrachtet – die Grenze zwischen dem Kuriosen und dem Bedauerlichen strapaziert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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