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Sagrada Família: Abriss von zwei Häuserblöcken in Barcelona
Der Plan für die Treppe der Sagrada Família erfordert den Abriss von 3.000 Wohnungen im Eixample-Viertel.
Sagrada Família: Abriss von zwei Häuserblöcken in Barcelona
Das Projekt für die große Zugangstreppe zur Gloria-Fassade ist nicht neu, aber nie zuvor so konkret gewesen. Die Baukommission (Junta Constructora) des Tempels hat Gaudís ursprünglichen Plan wiederbelebt, was den Abriss von zwei kompletten Häuserblöcken im Eixample-Viertel bedeutet. Insgesamt müssten 3.000 Wohnungen und 1.000 Geschäftsräume an den Straßen Mallorca, Aragón, Valencia, Cerdeña und Marina verschwinden. Für die aktuellen Eigentümer kam diese Nachricht wie ein kalter Schock. Doch im Kleingedruckten des Stadtbebauungsplans wussten viele bereits, dass dies passieren könnte.
Der Kernkonflikt: Originalplan oder Neudeutung?
Die Baukommission behauptet, dass die Treppe und der Platz in Gaudís ursprünglichen Plänen enthalten waren, die während des Bürgerkriegs bei einem Brand zerstört wurden. Dies hat eine Debatte über die Treue des aktuellen Projekts ausgelöst. Einige Kritiker weisen darauf hin, dass 90 % des heutigen Tempels das Werk späterer Architekten sind, und dass die Treppe eher eine städtebauliche Lizenz als eine historische Notwendigkeit sein könnte. Dennoch wiegt die rechtliche Kraft des Plans von 1916, der diese Grundstücke reservierte, schwerer als dokumentarische Zweifel.
Der Überraschungsfaktor: Wer kaufte mit Vorwissen?
Ein Teil der wirtschaftlichen Analyse zeigt, dass diejenigen, die diese Wohnungen erwarben, sie mit Rabatt und in Kenntnis der Lage kauften. Nach verschiedenen Berichten enthalten die Kaufverträge eine Klausel, die vor der zukünftigen Enteignung warnt. Es wird von Verkäufen zu Preisen unter dem Marktwert gerade wegen dieser Unsicherheit gesprochen. Jetzt, da der Zeitpunkt näher rückt, fordern die Betroffenen Entschädigungen zum Marktpreis, nicht nach dem Steuerwert von vor Jahrzehnten. Die lokale Verwaltung steht ihrerseits vor einer Millionenzahlung, wenn sie sich entscheidet, den aktuellen Wert der Immobilien zu erstatten.
Der beschleunigte Zeitplan: Von 2100 auf 2025
Als diese Gebäudeblocks zwischen den 50er und 70er Jahren errichtet wurden, sagten die Prognosen voraus, dass die Treppe erst um das Jahr 2100 gebaut werden würde. Gaudí selbst hatte 1910 eine Dauer von 200 Jahren für das gesamte Werk berechnet. Aber technischer Fortschritt und touristischer Druck haben die Arbeiten beschleunigt. Der Tempel widersteht bereits Erdbeben bis zu 8-9 Grad Richter, und die Gloria-Fassade ist für die nächsten Jahre geplant. Die Diskrepanz zwischen der ursprünglichen Stadtplanung und der baulichen Realität hat Tausende von Familien in die Schwebe gebracht.
Wirtschaftliche und menschliche Auswirkungen
Über das architektonische Erbe hinaus wirkt sich die Unsicherheit sofort auf den Immobilienmarkt der Umgebung aus. Transaktionen in den betroffenen Blocks sind bereits eingefroren. Geschäftsräume, viele davon auf Tourismus ausgerichtet, sehen ihre Zukunft schwinden. Auf der anderen Seite stehen jene, die die Treppe als notwendiges Highlight zur Vollendung von Gaudís Werk verteidigen und die sozialen Kosten mit denen anderer großer europäischer Projekte vergleichen, wie dem Bau der Pariser Oper oder der Erweiterung Berlins. Der Unterschied ist, dass hier öffentliches und privates Geld vermischt werden und die Betroffenen keine Großgrundbesitzer, sondern langjährige Anwohner sind.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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