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Forum debattiert, ob Spanien eine echte Demokratie ist
Ein Nutzer behauptet in einem Forum, Spanien sei eine „Parteienmonarchie“ und eine „Diktatur mit Wahlrecht“. Andere halten dagegen, dass der König nichts zu sagen hat und dass es eine…
Die Debatte über die demokratische Qualität des spanischen politischen Systems ist wieder auf dem Tisch. Die Eingangsthese lautet, dass wir nicht in einer Demokratie leben, sondern in einer „Parteienmonarchie“, in der wir alle vier Jahre den Verwalter wählen, während der Besitzer des Gutes erblich ist und von Franco eingesetzt wurde. Die These ist unmissverständlich: Alle Parteien, die zu Wahlen antreten, schwören, den Besitzer zu verteidigen, sodass es keine Möglichkeit gibt, ihn abzuwählen. Das, so das Fazit, sei keine Demokratie, sondern eine Diktatur mit Wahlrecht. Der Text stellt fest, dass weder Podemos, die republikanischste Partei, es wagt, das anzutasten, noch die PSOE, deren Felipe González mit Juan Carlos einen Deal schloss. Das Fazit ist bitter: Spanien ist eine Diktatur.
Der König als Deko-Figur
Ein Teil der Teilnehmer relativiert, dass der Monarch in den Parteien weder etwas zu sagen noch mitzubestimmen hat – die Parteien sind es, die das Sagen haben. Das System wird als eine Lehrbuch-Partitokratie mit einer Krone zur Zierde beschrieben. Andere meinen, der König sei ein Mittelsmanager von Ex-paña SA, eine exzellent bezahlte chinesische Vase ohne echte Macht. Die Diskussion verlagert sich auf den Nutzen der Monarchie als dekorative Institution.
Ist die Schweiz die einzige echte Demokratie?
Mehrere Teilnehmer behaupten, dass kein europäisches Land eine vollwertige Demokratie sei und dass Frankreich dabei sei, aufzuhören, eine zu sein. Als Ausnahme wird die Schweiz genannt, wo Gesetze per Referendum abgestimmt werden. Auch die USA werden erwähnt als starke Demokratie, in der Bürger ihre Gouverneure und Senatoren absetzen können. Der Kontrast zu Spanien ist offensichtlich: Hier gibt es weder die Abwahl von Amtsträgern noch direkte Demokratie.
Die Transición als Ursprung des Problems
Die Debatte führt zurück zur spanischen Transición. Es wird behauptet, die Verfassung sei eine freimaurerische Erfindung, die unter Zwang auferlegt wurde und rechtlich ungültig sei. Andere erinnern daran, dass Franco die monarchische Staatsform zweimal einem Referendum unterwarf: 1947 mit dem Nachfolgegesetz und 1967 mit dem Organischen Staatsgesetz. Die Diskussion über die Legitimität des Regimes von '78 bleibt offen.
Die Wirtschaft als Hintergrund
Der Thread driftet in Richtung Wirtschaft. Kritisiert wird, dass keine Millionen von billigen Wohnungen und billigen Autos mehr gebaut werden. Die fehlende Gewaltenteilung und mangelnde Repräsentativität werden erwähnt. Einige behaupten, die Demokratie sei gescheitert, weil alle Demokratien die Lebensqualität ihrer Bürger verschlechtern. Das Fazit: Es gibt ein Muster – das System funktioniert nicht für die Mehrheit.
Der Abschluss: Ratsdemokratie
Ein letzter Beitrag schlägt die Ratsdemokratie als die wahre Demokratie vor und kritisiert sowohl Rechte als auch Linke, weil sie vor der Freiheit mit Verantwortung davonlaufen. Die Debatte endet ohne Konsens: Manche halten Spanien für eine Diktatur, andere für eine unvollkommene Demokratie, wieder andere sehen das Problem im globalen Wirtschaftssystem. Die Diskussion bleibt offen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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