Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Russland meldet Vernichtung von 45.000 Tonnen NATO-Munition
Russland gibt die Zerstörung von 45.000 Tonnen NATO-Munition in Mykolajiw an, eine nicht verifizierte Zahl, die über 600 Waggons entspricht.
Russland meldet Vernichtung von 45.000 Tonnen NATO-Munition
Ein Standard-Güterwagen fasst 70 Tonnen Nettoladung. Um 45.000 Tonnen zu transportieren, sind mehr als 600 voll beladene Waggons nötig – ein Zug von mehreren Kilometern Länge. Das ist die Dimension der Ankündigung des russischen Verteidigungsministeriums: Die Luftwaffe, Raketentruppen und Artillerie hätten ein Arsenal mit Munition zerstört, das die NATO an Kiew geliefert hatte, in der Region Mykolajiw. Sprecher Igor Konaschenkow fügte hinzu, dass auch ein Buk-M1-Luftabwehrsystem nahe Tschassiw Jar im Gebiet Donezk sowie fünf weitere Lagerstätten getroffen wurden.
Das Bemerkenswerte ist nicht der Angriff selbst. Es ist die Zahl. Fünfundvierzigtausend Tonnen.
Was bedeuten 45.000 Tonnen Munition?
Ein einzelnes Mehrfachraketenwerfersystem vom Typ GRAD wiegt leer 14 Tonnen. Jedes Projektil im Kaliber 122 Millimeter wiegt rund 36 Kilogramm. Mit diesen Referenzwerten wird die abstrakte Zahl zu einem logistischen Problem: Ein Volumen, das eine Anlage von mehreren hundert Hektar erfordern würde, mit voneinander getrennten Bunkern, um bei einem ersten Einschlag nicht alles in die Luft zu jagen.
Es gibt gute Gründe für Skepsis. Die Zahl stammt von der angreifenden Seite, es gibt keine unabhängigen Bilder einer Explosion dieser Größenordnung – sie wäre bis nach Polen sichtbar gewesen – und der Anreiz, den Erfolg aufzublasen, ist offensichtlich. Glaube ist gefragt.
Der Präzedenzfall Balaklija: 138.000 Tonnen im Jahr 2017
Das häufigste Gegenargument – niemand würde so viel Material an einem Ort konzentrieren – kollidiert mit einem dokumentierten Vorfall. Im März 2017 löste ein Brand im ukrainischen Waffenlager Balaklija in der Region Charkiw Detonationen von 138.000 Tonnen Sprengstoff aus und zwang zur Evakuierung von 20.000 Menschen. Ein einziges Depot. In der Ukraine. Während der Krieg im Osten bereits festgefahren war.
Das validiert nicht die russische Version, entkräftet aber das Argument der physischen Unmöglichkeit. Und es wirft eine unbequeme Frage auf: Wenn das Material so gelagert wird, gehört Sicherheit nicht zu den Prioritäten.
Von 45.000 Tonnen auf 45: Alternative Lesarten
Es kursieren Theorien, die die Ankündigung auf einen Tippfehler reduzieren: 45 Tonnen, also 45.000 Kilogramm, zwei Sattelzüge. Andere behaupten, das mobilisierte Depot werde in Tausend Tonnen gemessen, nicht in Zehntausend. Zwischen den beiden Lesarten liegen drei Nullen, und keine Behörde hat sich bisher die Mühe gemacht, dies klarzustellen.
Dass die Daten vom bombardierenden Staat stammen, über Lager eines Landes, dem man allgegenwärtige Korruption vorwirft, hilft nicht weiter. Eine Seite hat einen Anreiz zum Aufblasen, die andere symmetrisch zum Herunterspielen. Niemand gewinnt mit der exakten Zahl.
HIMARS, westliches Material und Abnutzung
Es gibt eine These, die unbequemer ist als die Arithmetik. Das sowjetische Erbe-Arsenal der Ukraine geht zur Neige, was den Westen zwingt, eigenes Material zu liefern: Haubitzen, HIMARS-Systeme und andere Präzisionswaffen. Das Problem ist der Lebenszyklus. Sie sind einige Wochen lang tödlich wirksam, bis der Gegner seine Gegenmaßnahmen anpasst. Jedes gelieferte Stück lehrt den Angreifer etwas.
Wenn diese Lesart stimmt, geht es nicht darum, wie viele Tonnen verbrannt sind, sondern wie lange der technologische Vorteil des Westens hält (verfällt). Die Lieferung neuer Waffenkontingente – und die Rechnung, die der europäische Steuerzahler begleicht – wäre dann der vorhersehbare Teil des Drehbuchs.
Desinformation in beide Richtungen
Propaganda ist kein Monopol einer Seite. Gleichzeitig mit der Meldung über das pulverisierte Arsenal erlitten russische Militäranlagen auf der Krim Angriffe mit sichtbaren Schäden und zahlreichen Videos. Von jenem Brand von 45.000 Tonnen hingegen ist kein einziges Bild aufgetaucht.
Und es gibt eine dritte, prosaischere Hypothese: Dass ein großer Teil dieses Materials nie an die Front gelangte. Es wurde argumentiert, dass signifikante Teile der gelieferten Waffen auf dem Schwarzmarkt landen, bevor sie Pulverdampf riechen. Wenn das stimmt, schreiben drei Akteure die Buchführung des Krieges: Der Schießende, der Empfangende und der Weiterverkäufer.
Die Zahl, die verwirrt
Während man verkündete, 45.000 Tonnen seien in einer trockenen Steppe zu Asche geworden, filmten Kameras auf der Krim etwas anderes. Dies ist die exakte Zusammenfassung, wie dieser Krieg erzählt wird: Erst die Schlagzeile, dann die Waggons. Und fast nie umgekehrt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (115 Antworten).
Eine 14-Jährige sagte sechs Tage nach dem Verschwinden ihrer Freundinnen aus. Manche halten sie für eine Lügnerin, andere erinnern sich an ihre Nervosität.