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Patriot-Rakete für 3 Mio. Dollar gegen Drohne für 20.000
Eine Patriot-Rakete kostet 3 Millionen, eine Geran-2-Drohne etwa 20.000. Jeder Abfangschuss entspricht dem Preis von 150 Angriffsdrohnen.
Patriot für 3 Millionen gegen Drohne für 20.000: Die Rechnung geht nicht auf
Eine Abfangrakete des Patriot-Systems kostet rund 3.000.000 US-Dollar. Eine Angriffsdrohne vom Typ Geran-2 – die russische Variante der iranischen Shahed-136, mit der Russland die Ukraine angreift – liegt bei etwa 20.000. Die Division ist vernichtend: Für den Preis eines einzigen Verteidigungsschusses können 150 Geräte auf dasselbe Ziel geschickt werden. Mit dieser Proportion auf dem Tisch wurde die Ankündigung der Lieferung von Flugabwehrbatterien nicht mehr als gute Nachricht gelesen, sondern als Rechnung.
Das ist der Ausgangspunkt. Es wird nicht diskutiert, ob der Patriot Flugzeuge oder ballistische Raketen abschießt: Diskutiert wird, gegen welche Art von Bedrohung er eingesetzt werden soll und zu welchem Preis.
Was das Patriot-System ausmacht und was es wirklich kostet
Die Kosten sind nicht nur das Projektil. Die komplette Batterie – Raketen, Radare und Werfer – wird auf einen Aufwand von über 100 Millionen US-Dollar geschätzt. Wenn man hinzuaddiert, dass jeder Schuss über drei Millionen kostet, ergibt sich das Szenario eines Systems, das dazu gedacht ist, den Himmel für Flugzeuge und Raketen zu sperren, nicht aber billige Schwärme zu verfolgen.
Hier zeigt sich die erste Spannung. Ein Verteidigungsschuss gegen eine 20.000-Dollar-Drohne ist ein Nettoverlust von fast drei Millionen pro Austausch. Wenn der Angreifer dreißig Drohnen startet, kann der Verteidiger nicht mit dreißig Raketen antworten: Er ruiniert sich, bevor er den Krieg verliert.
Das Jemen-Präzedenzfall, der in jeder Diskussion wiederkehrt
Das am häufigsten zitierte Argument stammt nicht aus der Ukraine, sondern aus Saudi-Arabien. Drohnenangriffe auf Aramco-Anlagen zeigten deutlich, dass Patriot-Systeme gegen Sättigungsangriffe mit kostengünstigen Geräten nicht ausreichen. Eine Strömung der Analyse formuliert es ohne Umschweife: Ein Schwarm von Shahed-136 kann diese Flugabwehren überfordern.
Es bleibt abzuwarten, ob dieser Präzedenzfall auf ein Operationsgebiet mit der von der Ukraine angesammelten Dichte an Flugabwehr übertragbar ist. Der Vergleich ist wiederkehrend und dient sowohl zur Kritik als auch zur Verteidigung der Lieferung.
Werden die Patriots geliefert oder mit Zinsen verkauft?
Diese Frage kursiert seit der ersten Minute. Die US-Hilfe wird in vielen Fällen unter dem Leih- und Pachtgesetz (Lend-Lease) strukturiert, was bedeutet, dass das Material bezahlt wird, mit Zinsen und Raten, statt geschenkt zu werden. Dies ist ein Modell mit historischem Präzedenzfall: Die Sowjetunion erhielt während des Zweiten Weltkriegs Lieferungen nach diesem Schema und brauchte Jahrzehnte, um die Rechnung zu begleichen.
Daraus ergibt sich eine zweite Front der Kritik, weniger militärisch und eher finanziell: Dass der Konflikt nicht nur im Feld geführt wird, sondern in der Bilanz eines Landes, das Schulden für mehrere Generationen ansammelt. Die Lieferung teurer Systeme wird dann als Geschäft für die Industrie des Herstellers gelesen.
Die Reichweite von 60 Kilometern und die fehlende Luftwaffe
Einer der am häufigsten wiederholten technischen Vorwürfe richtet sich gegen die Reichweite des Patriots: etwa 60 Kilometer. Im Vergleich zu russischen Standards scheint diese Zahl kurz. Und wenn die russische Luftwaffe sich weder den ukrainischen Städten noch der Front nähert, wofür ist das System dann da?
Die an Gewicht gewinnende Hypothese ist die Aufrechterhaltung von Flugverbotszonen und der Schutz konkreter Punkte, nicht das Kehren des gesamten Himmels. Eine andere Linie behauptet, das eigentliche Ziel sei anders: eine Botschaft über den Einsatz von Bombern und schweren Raketen senden und daran erinnern, dass das russische Territorium nicht mehr unerreichbar ist.
Die Drohne, die billiger wird und schwerer zu orten ist
Zur Asymmetrie der Kosten kommt eine Verbesserung durch den Angreifer. Die Geran-2 haben einfache Modifikationen eingebaut – ein Auspuffrohr und einen Schalldämpfer –, die das Gerät kaum verteuern, um etwa 30 Euro, aber seinen Lärm reduzieren, bis er mit dem Stadtverkehr verwechselt wird. Die Drohne wird per Gehör nicht mehr erkennbar.
Gegen diese Bedrohung tauchen Kurzstreckenverteidigungen auf. Die Flak-Panzerhaubitze Gepard wird als sinnvolle Alternative zur Million-Dollar-Rakete genannt, obwohl ihre Wirksamkeit zwischen Gebäuden umstritten ist. Um Fliegen zu töten, sollte man keine Kanonenschüsse verschwenden.
Das Gegenargument: Bestände erneuern und eine Botschaft senden
Nicht alles ist Kostenrechnung pro Einheit. Manche behaupten, die gelieferten Patriots seien altes Material, das sonst verschrottet würde, und ihr Transport gehöre zu einer Erneuerung der Arsenale: Das Gerät wird im echten Kampf getestet, seine Grenzen dokumentiert und die Industrie schließt danach Ersatzverträge ab. Parallel hebt die Lieferung die Obergrenze der der Ukraine gelieferten Waffen an, die bis dahin Reichweitenlimits hatte.
Die daraus resultierende Konsequenz ist unbequem für Moskau: Jede Stufe der Hilfe neu definiert, was das russische Territorium als sicher betrachten kann.
Das Kleingedruckte: Nicht existierende Reserven
Abseits des Patriots lenkte sich die Diskussion auf die tatsächlichen Panzerreserven in Europa. Spanien bewahrt seit 2012 mehr als 100 Leopard 2 Panzer im Lager auf, größtenteils in Saragossa, und fand jahrelang keinen Käufer: Man versuchte, sie nach Peru und Tschechien zu verkaufen, aber die Kosten für die Instandsetzung überstiegen die für den Kauf neuer Einheiten.
Wenn dies die Reserve eines der Länder mit den meisten Panzern in Europa ist, lautet die Schlussfolgerung eines Teils der Analyse, dass der Kontinent keine einsatzbereite Materialreserve hat. Andere differenzieren: Ein Panzer zieht ein Support-System nach sich – Ersatzteile, Mechaniker, zwei oder drei Hilfsfahrzeuge pro Einheit – und diese Last erklärt ihre Vernachlässigung.
Am Ende ist das Problem nicht, ob der Patriot eine Geran-2 abschießt oder nicht. Es ist, dass jede mögliche Abfangaktion einen Preis hat, den der Angreifer nicht zahlt und der Verteidiger schon, und dass die Entscheidung, ihn zu schicken, weit entfernt von der Schützengraben getroffen wird. Mit diesen Rechnungen auf dem Tisch: Hat jemand berechnet, wie viele Drohnen gestartet werden müssen, damit das System einfach nicht mehr rentabel ist?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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