Ruhestand mit 35 nach 15 Beitragsjahren bringt nur 226 Euro Rente

Ein Selbstständiger mit 15 Jahren Mindestbeiträgen erhält rund 226 Euro monatlich. Ein Ruhestand mit 35 ist nur bei Erwerbsminderung möglich.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ruhestand mit 35 nach 15 Beitragsjahren bringt nur 226 Euro Rente
Ruhestand mit 35 nach 15 Beitragsjahren bringt nur 226 Euro Rente

Kann man mit 35 Jahren nach 16 Beitragsjahren aufhören zu arbeiten und von der öffentlichen Rente leben? Die kurze Antwort lautet nein. Die lange Antwort ist, dass das wirtschaftliche Ergebnis selbst im gesetzlich erlaubten Szenario eher einer Almosen als einem Ruhestand ähnelt. Diese Frage, gestellt von einem Selbstständigen (Autónomo), der auf der Mindestbemessungsgrundlage von etwa 966 Euro einzahlt und 16 Beitragsjahre vorweist, führt durch die Kleingedrucktes des Systems: Altersgrenzen, Abschläge, Berechnungsgrundlagen und den Mindestzuschlag, den viele für ein universelles Recht halten.

Die erste Hürde ist das Alter. Die Sozialversicherung erlaubt keinen Ruhestand mit 35, außer bei Erwerbsminderung, Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten. Der vorgezogene Ruhestand erfordert eine Annäherung an das 63. oder 65. Lebensjahr und die Akzeptanz von Kürzungen. Manche argumentieren, dass das gesetzliche Rentenalter für heute unter 45-Jährige bis auf 70 Jahre steigen wird. Zudem sind für 100 % der Bemessungsgrundlage 35 Beitragsjahre nötig, nicht 15.

Wie viel bekommt man nach 15 Beitragsjahren als Selbstständiger?

Hier kommt der Schock. Ein Selbstständiger, der 15 Jahre lang auf der Mindestbemessungsgrundlage eingezahlt hat, hätte Anspruch auf eine Altersrente von etwa 226 Euro pro Monat, laut den in der Diskussion genannten Berechnungen. Bei 25 Jahren steigt der Betrag auf etwa 561 Euro. Bei 36 Jahren auf etwa 789 Euro. Die Pogre ist so langsam, dass sie jede Fantasie eines frühen Ruhestands zerschlägt: Das System belohnt Beharrlichkeit, nicht Frühzeitigkeit.

Der Mindestzuschlag existiert, hat aber einen Haken. Mit 15 Beitragsjahren, von denen zwei innerhalb der letzten 15 Jahre vor dem Ruhestand liegen müssen, wird die Rente auf das Mindestniveau aufgestockt. Das Problem ist, dass dies nur zum gesetzlichen Alter ohne Vorziehen möglich ist. Dieses liegt derzeit bei 66 Jahren und zwei Monaten und steuert auf 67 zu.

Abschläge bei vorzeitigem Ruhestand

Der Simulator der Sozialversicherung zeigt für den Fall: Ruhestand mit 63 mit Abschlag, etwa 680 Euro; mit 65 mit 100 %, etwa 790 Euro. Der Unterschied ist nicht dramatisch, aber die Berechnung basiert auf der Mindestgrundlage, was wenig Spielraum lässt. Dies alles unter geltendem Recht, das sich in 30 Jahren mehrfach ändern kann.

Die Berechnung der Bemessungsgrundlage ist ebenfalls kontraintuitiv. Es wird der Durchschnitt der Beiträge der letzten Jahre herangezogen, nicht nur der letzten Monate. Beiträge in den Dreißigern haben begrenzte Auswirkung, wenn die Anstrengung in der Endphase nicht aufrechterhalten wird. Für 100 % sind 35 Jahre Einzahlung nötig, und wer spät beginnt, hat es schwer.

Der Weg über die Erwerbsminderung und der fehlende Shortcut

Wenn die Tür des Alters geschlossen ist, suchen manche den Spalt der dauerhaften Erwerbsminderung. Es werden Fälle erwähnt, in denen Personen mit 32 Jahren mit 100 % der Bemessungsgrundlage in den Ruhestand gingen, doch diese sind außergewöhnlich und erfordern schwere Störungen, solide Gutachten und oft spezialisierte Anwälte. Dauerhafte Erwerbsminderung wegen psychischer Erkrankungen wird selten gewährt und regelmäßig überprüft. Es ist kein Lebensplan; es ist ein Ausweg für jene ohne andere Option.

Der andere Weg ist die nicht beitragsgedeckte Rente bei Erwerbsminderung, die bei etwa 400 Euro liegt, plus einem regionalen Zuschuss von etwa 160 Euro in einigen Gebieten, wie im Thread kommentiert. Für jene, die nicht genug eingezahlt haben, gibt es ab 65 eine nicht beitragsgedeckte Rente. Nichts davon ermöglicht einen Ruhestand mit 35 mit wirtschaftlicher Würde.

Vermögen als Ergänzung: der einzige reale Ausweg

Die Diskussion wendet sich der Vermögensstrategie zu. Alles liquidieren, verkaufen und von Mieteinnahmen leben ist eine Option, die manche bereits praktizieren. Wer Immobilien in Boomzeiten erworben hat, lebt von Mieten trotz unzureichender Beiträge für eine würdige Rente. Doch dieser Weg erfordert vorhandenes Vermögen, das die meisten nicht besitzen.

Die zugrunde liegende Debatte ist ideologisch. Manche sehen das System als Generationenbetrug, während andere daran erinnern, dass die Mindestrente über Steuern aufgestockt wird. Die praktische Schlussfolgerung ist, dass mit 35 der einzige mögliche Ruhestand derjenige ist, den man selbst finanziert. Der Rest bedeutet, abzuwarten, bis das gesetzliche Alter steigt und die Rente sinkt.

Die Fantasie des frühen Ruhestands trifft auf Arithmetik. Und Arithmetik verhandelt nicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (55 Antworten).

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